Czech-Nymphing kommt für mich gleich nach dem Wurmangeln!

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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flo staeuble
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Ungelesener Beitrag von flo staeuble »

hallo in die runde, hallo gebhard,

stimmt - gruß- und verabschiedungslos ist verbesserungswürdig.
aber: von beschimpfung und unangenehmen seitenhieben gegen trockenfischer kann ich nichts finden.
wenn wir hier eine statistik aufstellen würden, die untersucht, wer hier wen öfters kritisiert, so wäre das ergebnis eindeutig.
die trockenpuristen tendieren dazu, die (ich nenne sie mal) "allroundfischer" als verwässerer (!) der reinen lehre zu sehen. umgekehrt ist hier sicher noch kein fischer für die verwendung einer trockenfliege kritisiert worden.
man kann und darf und soll über alles streiten. aber das naserümpfen, das kritisieren und abkanzeln und das sich selbst über alle anderen erheben ist sicher auf seiten der trockenpuristen zuhause.
übrigens gestehe ich das jedem trockenfliegenfan zu. ich bewundere jeden, der trotz ausbleibenden steigens nicht auf effektivere methoden umschwenkt (ironiefrei).
aber dass hier engagierte fliegenfischer beschimpft werden und trockenpuristen zu sehr der kritik ausgesetzt sind, ist schlechterdings nicht wahr. umgekehrt wird eher ein schuh draus.
grüße vom
flo
Headi
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Ungelesener Beitrag von Headi »

Hallo!


Engagiert im Sinne von Herrn Feuerstein?
Sein erklärtes Ziel - Czech-Nymphing zurückdrängen. Neue Verbote?

Ich erinnere mich gut an die Debatte (war nicht im Forum) ob der Bissanzeiger beim Nymphen ok ist. Das Ergebnis: Er darf keinen Auftrieb haben - ein roter ungefetteter Faden ist ok. Und wen hat es getroffen? Genau, die älteren Flifis die nicht mehr so gut sehen und nicht beliebig viel werfen können. Hat sich gelohnt das Verbot, ein paar Konkurrenten um den Fisch weniger :lol:


So etwas ähnliches entwickelt sich in dieser Diskussion. Wieso lasst ihr nicht andere einfach machen? Wenn euch werfen Spass macht, tut das so viel ihr wollt.
Ich sehen nichts verwerfliches an anderen Methoden, so lange sie fisch(erei)gerecht und naturschonend sind.


By the way... Ich sehe in dem Thread ehrlichgesagt fast nur Vorwürfe gehen Czech-Nymphing - und einen teils ironischen Beitrag mit dem Wort TROCKEN...



Gruß
Magallan

Ungelesener Beitrag von Magallan »

Hallo

Um auf den Herrn Feuerstein zurückzukommen:


H. Feuersteinn schrieb: Was bedeutet Fliegenfischen überhaupt ?

..... sondern die korrekte Verwendung einer der Zielfischart entsprechenden Fliegenrute und Fliegenschnur....
...dieser Fehlentwicklung in der Fliegenfischerei...

und gleich neben diesen Artikel wohl plaziert sein " Werk " " Erfolgreiches Nymphenfischen" .. ? !

Tips und Tricks um den Sack letztendlich zuzumachen....

Das nur neben bei!

Ich werde nicht weiter auf das "Ethik" Thema Czech Nymphing eingehen, aber die Anwendung einer effezienten Nymphen- Anbietetechnik ab und an, so what, spreche hier für mich !

Ich sehe dieses Thema in einem etwas anderen Blickwinkel, und meine in dem von Euch diskutierten Rahmen sollte auch bedacht sein, das das scheinbare Problem nicht dass Cz. Nymp. im besonderen ist.

Ist es möglich das die Rahmenbedingungen in Europa einer wertfreierern und weitaus liberaleren Bewertung dieser Technik entgegensprechen ? Möglicherweise kollidieren hier mehr Gesellschaftliche, sprich ethisch Fliegenfischereilich verankerte Vorstellung, als die Fangtechnik alleine, oder hängt das zusammen ?

Ähnliche Themen diskutieren wir in einem anderen Forum hier bei uns, (in Argentinien) und es fällt auf das bei solchen Themen, nie auch nur andeutungweise der Ausdruck "Fehlentwichklung" fällt. Und glaubt nicht das hier alle auf Pferderücken unterwegs sind ...

Gruss Heiko

P.S Hallo Claus Donath, wäre das nicht ein interessanter Einstieg für Dich ? :wink:
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gespliesste
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo Flo,
flo staeuble hat geschrieben: wenn wir hier eine statistik aufstellen würden, die untersucht, wer hier wen öfters kritisiert, so wäre das ergebnis eindeutig.
die trockenpuristen tendieren dazu, die (ich nenne sie mal) "allroundfischer" als verwässerer (!) der reinen lehre zu sehen. umgekehrt ist hier sicher noch kein fischer für die verwendung einer trockenfliege kritisiert worden.
das liegt doch aber in der Natur der Sache, ich will es mal ganz unrealistisch überspitzt ausdrücken: der Handgranatenfischer würde wohl nie den Trockenfliegenpuristen angreifen, das in seinem Pool nix mehr hochkam, da er schon mit seiner üblen Trockenfliege den gesamten Fluss leergefischt hätte. Andersrum wird aber schon eher ein Schuh draus. Wobei ich jetzt Nymphenfischen nicht mit Handgrantenfischen vergleichen will. Es geht eher darum das die Effektivität einer Fangmethode nicht die einzige Maxime ist.

An einem Dry-Fly only Gewässer, die es ja (extrem) vereinzelt in der Welt gibt, kann man eher mal einen Ausnahmefisch mit der Trockenen fangen, aber auch nur weil es eine freiwllige Selbstbeschränkung (oder soll man es Tradition nennen) gibt. Wenn überall nur Trockenfliege erlaubt wäre, würde sich die Fangstatistik halt verschieben. Die grossen Fische könnte man nur noch in ausgewählten Zeiten (meist bei grossen Schlüpfen) fangen. Einige Raubforellen wären wohl nur noch selten, vielleicht auch gar nicht zu fangen (ein unerträglicher Gedanke für viele Fischer). Dazu müsste man Werfen können und die Fliege driftfrei und dem Nahrunsginsekt entsprechend präsentieren bzw. zusätztlich noch bewegen können. Es wäre von Vorteil dazu noch Grundkenntnisse in Enthomologie zu besitzen.

Das wird an den meisten Gewässern heutzutage über Besatzforellen, Tungstennymphen und Streamer abgekürzt.

Wenn man auf der anderen Seite alle beliebigen Methoden erlauben würde, würde man ohne Probleme alle Fische zu jeder Zeit fangen.

Es ist und bleibt immer eine Frage der freiwilligen Selbstbeschränkung und damit auch der (von einigen vielleicht ungeliebten) Tradition beim Fischen. Man muss sich immer wieder klar machen, dass es für Menschen keinerlei Problem darstellt, alle Fische aus einem Fluss innerhalb kürzester Zeit zu fangen. Alles eine Frage der Methode.
übrigens gestehe ich das jedem trockenfliegenfan zu. ich bewundere jeden, der trotz ausbleibenden steigens nicht auf effektivere methoden umschwenkt (ironiefrei).
Für diese Erkentniss bewundere ich dich und wenn du mich fragst ist das keine schrullige Tradition, sondern eher die Zukunft im Fliegenfischen. 100% deadly methods und gesteigerte Effektivität sind gut für den Job, aber wenn man es mal zuende denkt auf lange Sicht der sichere Tod fürs Fliegenfischen. Ich kann da nur auf meiner Signatur verweisen.

Für jeden der einen Tag ohne Fisch am Wasser nicht verkraften kann, der sollte lieber ein anderes Hobby betreiben ... oder lieber direkt zum Forellenpuff, da wird gegen Geld Vollkaskofischen geboten.

LG,

Olaf
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"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
flo staeuble
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Re: Typisch

Ungelesener Beitrag von flo staeuble »

lieber olaf,

ich gebe dir in nahezu jedem punkt recht. ich wollte nur auf folgende aussage gebhards eingehen:
Royal Coachman hat geschrieben: nur ein Beschimpfung engagierter Fliegenfischer, selbstverständlich mit dem unausweichlichen Seitenhieb auf Fliegenfischer, die gerne die Trockenfliege verwenden.

RC
und da finde ich eben NICHT, dass hier die trockenfischer zuviel kritisiert werden. wahrscheinlich denken eh 90 prozent heimlich "die machens richtig, nur ich pfeife will tiefstehende fische raushaun". seis drum. ich wollte nur daran erinnern, dass der trockenpurist in diesem forum keineswegs der "gejagte" ist. wenn, dann ist der trockenfischer nach seinem selbstverständnis "der bessere, edlere und wahrhaftigere fischer" (und für diese einschätzung gibts ja auch gute gründe). BESCHIMPFT wird hier aber wenn, dann nur der arme wurm, der mit schrotblei, bissanzeiger und würfen unter 10 metern seine besatzidioten fängt. der trockenfischer braucht sich - immerhin an der spitze der fischereilichen evolutionskette stehend - um seine reputation nicht zu sorgen. nur das wollte ich sagen.
herzliche grüße vom
flo
Dr.Do

Ungelesener Beitrag von Dr.Do »

Halole,

jedenfalls wenn ich eine eigene Strecke hätte, würde dort selbst gelten:
"
Dry fly upstream only".
Salmoniden fressen eben den ganzen Tag Nymphen, aber Steigen tun sie nur gelegentlich.
Seien wir doch ehrlich: Das schlimmste an uns Fliegenfischern ist, dass wir einfach nicht genug bekommen können von den putzigen Fischen, 12 Stunden im Fluss rumwaten und alles mal eben angefingert, was an den Haken geht, kein Problem dank High-Tec Klamotten.
Da ist mir jeder Wurmfischer am Wasser lieber. Die kommen um sechs Uhr morgens, fangen ihre 2 maßigen Forellen, schlagen sie ab und sitzen um 7:30 wieder zu Hause am Frühstück.
Mal ehrlich: Mit dem Nymphen, noch schlimmer mit Czech oder Doubletten und ähnlichen Systemen, die lediglich der Fangmaximierung dienen kann man an jedem Gewässer wahre Massaker veranstalten.....
Aber man macht das halt gerne, genauso wie heimlich Pornos anglotzen...
Männer sind halt so.
[/b]:lol: :lol: :lol: :lol: [/b][/b]
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AlexX!!
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Ungelesener Beitrag von AlexX!! »

hier fehlt ein "gefällt mir" Button @Kläuschen :)


:!: :!: :!: :!: Männer sind halt so :!: :!: :!: :!:
"Besatz mit fangreifen Forellen ist wie eine Droge.
Es macht die Angler doof, und süchtig ... sie wollen immer mehr" (by Steini/GW-Forum.de)
Magallan

Ungelesener Beitrag von Magallan »

Guten Morgen

Schweift ihr wieder ab ? 8)


Gruss Heiko
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo zusammen,

ich kann Gebhard dahingehend nachvollziehen als dass niemand in diesem Thread das dry only proklamiert hat und trotzdem ein recht einfältiger Seitenhieb auf diese Fraktion erfolgt ist. Das könnt Ihr drehen und wenden wie Ihr wollt aber die Aussagen gegen Czech Nymphing beziehen sich auf das Thema dieses Threads und sind somit nicht vergleichbar.

Zum Thema:

Die Anbietetechnik ist alles andere als neu (wurde ja schon geschrieben) und diese gibt es unter dem Terminus "High Sticking" auch bei den Trockenfliegenpuristen. Der Unterschied ist die Anzahl und Art des Köders (z.B. in Bezug auf das Eigengewicht) sowie die Montage und der Tatsache dass man mit dieser Methode stringend den ganzen Tag fischt.

Wenn man situationsbedingt auf diese Anbieteform zurückgreift so ist dies aus meiner Sicht überhaupt nicht verwerflich. Wenn ich jedoch aus "Effizienzgründen" damit ein Wasser abgrase und womöglich dabei noch C&R fische dann stellt sich neben der Frage "Warum nimmt man dann überhaupt eine Flugschnur auf die Rolle" auch der ethische Aspekt auf ob ich auf Teufel komm raus jeden Fisch mal in der Hand gehalten haben muss. Diese Frage muss sich auch ein Dry-only Purist gefallen lassen wenn er die zigste Forelle an der gleiche Stelle releast...

Ich finde es faszinierend dass Methoden wie Czech Nymphing oder French Nymphing dann aufkamen als bei den ach so verhassten Weltmeisterschaften die Teams mit diesen Methoden gewonnen hatten. Unabhängig von dem PR Effekt scheint die Effizienz der Methode ausschlaggebend für die Zufriedenheit von Fischern zu sein. Wenn dann jemand wagt zu behaupten es ginge ihm nicht darum und er verzichte deshalb auf den neuesten Hype ist es ein "Gutmensch", "Besserwisser" oder Purist.

Ich habe kein Problem wenn jemand diese Methode benutzt um sein Limit voll zu machen und sich und/oder seine Familie mit einem netten Abendessen zu beglücken - egal ob an einem Fly-Only-Wasser oder woanders. Wenn ich jedoch nicht vorhabe mein Fanglimit aus zu reizen warum muss ich dann möglichst viel fangen? Wenn die Antwort Spaß am Fangen und Drillen ist wissen wir alle in welche Argumentation das abgleitet...

Mein persönliches Fazit:
Jede Methode hat seine Berechtigung unter bestimmten Umständen, auch Czech Nymphing kann an bestimmten Stellen das wirklich geeignete Mittel darstellen. Der Unterschied zu anderen Methoden ist für mich die fehlende Notwendigkeit einer Flugschnur für die Präsentation. Von daher ist das für mcih genauso wenig Fliegenfischen als das Fischen eines grossen Jigs oder Koppenstreamers den ich genauso mit der Spinnrute werfen kann. Wenn ich das mal einsetze um mir meinen Fisch in einem Fly-Only Gewässer zu ergattern ist das aus meiner Sicht absolut OK so lange ich den Fisch entnehme. Denn diese Entnahmen kann der Bewirtschafter einkalkulieren - verangelte Fische nicht. Ausserdem muss ich mir eben dann die Frage gefallen lassen ob das wirklich noch Fliegenfischen ist - dieses Problem haben die Freunde unbeschwerter Fliegen definitiv nicht*...

Vorsicht der folgende Satz ist der Versuch eines humorvollen Einwandes: Im übrigen habe ich gehört dass Elektrofischerei auch sehr effinzient ist - mal sehen vielleicht gibt es ja bald Aggregate die sich an der 12-er Werfen lassen, dann nehme ich auch an der WM teil ;) ...

Ich denke es ist nicht so verwerflich daran zu appelieren dass man doch versuchen sollte das "neue Verständnis" unserer gemeinsamen Leidenschaft in Hinsicht auf den überall existierenden Optimierungszwang zu hinterfragen. Welche Befriedigung verschafft mir die Tatsache dass heute 75 anstatt 15 Fische gefangen habe (und trotzdem am Abend ein Steak esse)?

Nachdenkliche Grüsse

Markus

*für die Juristen erfolgt der Zusatz: Solange ich eine Flugangel und Flugschnur verwende
flo staeuble
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:smt041
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Martin 1960
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Ungelesener Beitrag von Martin 1960 »

Hallo Markus,
einen guten Tag wünsche ich Dir.

An den Zug kann ich mich anhängen,
"Kollegen" denen es einzig um die Quantität der gefangenen Fische geht,
sollte man beherzt daraufhin ansprechen.

Fliegenfischer die, über den Tag, auch einen Gumpen mit Nymphen beangeln,
auch mit einer Nymphe als Strecker und einer unbeschwerten Nymphe am Seitenarm,
sind und bleiben für mich immer echte Fliegenfischer.
Selbst der Einsatz eines Streamers für eine besondere "Zicke" halte ich für legetim,
Ist das Gewässer ein Cyprinidengewässer und der Zielfisch ein Barschartiger oder räuberischer Cyprinide dann sowieso.

Fliegenfischer-Wettkämpfe die sich als Bewertung die Quantität der gefangene Fische heran ziehen sind eher zu ächten.
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
Headi
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Ungelesener Beitrag von Headi »

Hallo!
gespliesste hat geschrieben: Das wird an den meisten Gewässern heutzutage über Besatzforellen, Tungstennymphen und Streamer abgekürzt.

Wenn man auf der anderen Seite alle beliebigen Methoden erlauben würde, würde man ohne Probleme alle Fische zu jeder Zeit fangen.

Es ist und bleibt immer eine Frage der freiwilligen Selbstbeschränkung und damit auch der (von einigen vielleicht ungeliebten) Tradition beim Fischen. Man muss sich immer wieder klar machen, dass es für Menschen keinerlei Problem darstellt, alle Fische aus einem Fluss innerhalb kürzester Zeit zu fangen. Alles eine Frage der Methode.

[...]

Für jeden der einen Tag ohne Fisch am Wasser nicht verkraften kann, der sollte lieber ein anderes Hobby betreiben ... oder lieber direkt zum Forellenpuff, da wird gegen Geld Vollkaskofischen geboten.
Ah des Pudels Kern :!:

Das Problem ist nicht die Methodik sondern die Einstellung der (Mit-)Angler. Wenn ich also eine Methode zurückhaltend anwende sollte das in Ordnung sein. Deshalb würde ich nicht Methoden beschränken sondern die Zahl der zu entnehmenden Fische - und mMn C&R verbieten. So wird ein Schuh daraus.
Dann wird auch die Trockene wieder interessanter, weil man eben sehr geziehlt einen (großen) Fisch fangen kann wenn man sein Wasser kennt.
Kläuschen hat geschrieben:
Seien wir doch ehrlich: Das schlimmste an uns Fliegenfischern ist, dass wir einfach nicht genug bekommen können von den putzigen Fischen, 12 Stunden im Fluss rumwaten und alles mal eben angefingert, was an den Haken geht, kein Problem dank High-Tec Klamotten.
Ha noch mal den Kern getroffen. Wer so denkt ist kein Fliegenfischer :twisted: - ab an den Puff und danach in die Hölle. Wieder nicht die Methode sondern die Einstellung...


Gruß
Magallan

Ungelesener Beitrag von Magallan »

Hallo

Im Grunde seit ihr doch schon lange von herkömmlichen Thema abgekommen. Zur Disposition steht nun was ist Fliegenfischen ?

Markus schrieb:
Der Unterschied zu anderen Methoden ist für mich die fehlende Notwendigkeit einer Flugschnur für die Präsentation. Von daher ist das für mcih genauso wenig Fliegenfischen als das Fischen eines grossen Jigs oder Koppenstreamers den ich genauso mit der Spinnrute werfen kann.
Ausserdem muss ich mir eben dann die Frage gefallen lassen ob das wirklich noch Fliegenfischen ist - dieses Problem haben die Freunde unbeschwerter Fliegen definitiv nicht*...

Nun Markus, ein grosser Koppenstreamer oder ähnliche gewaltige Fliegen werden genutzt um auf Hecht zu fischen oder andere grosse Süsswasser Fische. Wie verhält es sich mit der Salswasserfischerei ?
Wenn ich das richtig aus deinen Zeilen herauslass Markus, das ist kein Fliegenfischen ? !

Lasst uns doch einen neuen thread aufmachen denn das wird hier den ursprünglichen Rahmen sprengen. Oder aber lasse diese Vergleiche beiseite, denn eine verstörende Wirkung auf die nicht Trockenfliegenpuristen wäre sehr wahrscheinlich :wink: den smily setz ich um das Thema ein wenig zu entspannen.

Desweiteren meine ich, wird dieses Thema sehr einseitig gehandelt, es geht hier ausschlisslich um die Fischerei in exessiv bewirtschafteten Gewässern. Macht es doch ein wenig interessanter !

Gruss Heiko
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Servus Heiko,

Bitte genau lesen. Wenn Du einen unbeschwerten 20cm Streamer mit der Spinnrute ohne weitere Wurfgewichte mehr als 4 Meter werfen kannst dann nehme ich alles zurück :)

Für mich definiert sich der Unterschied vom Fliegenfischen zu anderen Angelmethoden dadurch dass ich die Flugschnur als Wurfgewicht benutze und mittels einer besonderen Technik diese auswerfe.

Wenn ich eine Fliege derart beschwere dass ich sie mit einer normalen Rute (sprich Spinnrute) auch auswerfen kann da sie genug Eigengewicht besitzt so kann ich das zwar mit der Fliegenrute auch, nur brauche ich dann eigentlich keine Flugschnur mehr - und deshalb ist das für mich dann eher ein "Alibi".

Wenn ich einen grossen Twister oder Wobbler oder eben einen grossen stark beschwerten Streamer fischen will (egal ob am Salzwasser oder woanders) dann bin ich schlichtweg zu bequem dies mit der Fliegenrute zu tun und sehe auch keinen Grund. Für mich ist die Tatsache dass ich unbeschwerte Köder in der ganzen Wassersäule anbieten kann einer der Reize warum ich mit der Fliege fische.

Ausserdem - sorry lieber Heiko - geht es hier um Czech Nymphing und die Fischerei auf Salmoniden und nicht die Großfischjagd.

LG

Markus
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Hawk
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Ungelesener Beitrag von Hawk »

Maggov hat geschrieben: Bitte genau lesen. Wenn Du einen unbeschwerten 20cm Streamer mit der Spinnrute ohne weitere Wurfgewichte mehr als 4 Meter werfen kannst dann nehme ich alles zurück :)
Auch wenns OT wird , aber alle unbeschwerten Streamer die auch nur ein wenig Wasser aufnehmen bekommt man an ner gut abgestimmten Spinnrute sicherlich wesentlich weiter und vor allem einfacher geworfen als an der Fliegenrute :D
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