Nymph fishing am Bergbach

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Theo
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Nymph fishing am Bergbach

Ungelesener Beitrag von Theo »

Hallo zusammen

bald geht's hier los (in der Süd-Schweiz): Dieses Weekend eröffnen bei uns die Bergbäche.

Soweit bin ich schon sehr gut vorbereitet, doch mir brennen noch 2-3 Fragen:

mit einer 5er-Rute und mit Nymphen bewaffnet, möchte ich also den Bachforellen nachstellen. Dazu verwende ich ein geknotetes Vorfach, mit Silver Link und 0.16mm Fluorcarbon-Tippet (210cm Total-Länge). Soweit OK, nicht? :roll: 8)

Nun, wenn wir am Gewässer stehen, like this, so bleiben mir 3 Fragen offen:

Bild

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- Wo steht der Fliegenfischer idealerweise? m.E. stehe ich unten, und werfe die Nymphe stromaufwärts. Wie wäre in diesem Falle die Rutenhaltung? - Erübrigt sich ein allfälliges strippen, da die Nymphe ja ohnehin nach unten "gleitet"?

- Nun habe ich noch über 2 Ecken gehört, dass die Nymphe nicht einfach klassisch mit Clinch-Knot montiert werden sollte, sondern mit einem Duncan Loop ( http://killroys.com/knots/duncan-loop-or-uni-knot/ ). Dies gewähre der Nymphe mehr Spiel. Ist da was dran?

So, das wär's dann schon ! Danke für eure Tipps & tight lines !
AlexWo

Ungelesener Beitrag von AlexWo »

Servus Theo!

Die Ausrüstung ist o.k., obwohl ich persönlich eine etwas längeres Vorfach bevorzugen würde.

Je nach Situation musst Du unterschiedliche Anbietetechniken wählen.

Wichtig! Nie Kontakt zur Fliege verlieren, so dass Dein Anschlag immer durchkommt!

An der Stelle im ersten Bild empfehlen sich zwei Anbieteweisen:

1. Wurf stromauf (Bissanzeiger), "Dead Drift" auf Dich zu treiben lassen.

2. Wurf quer rüber stromauf, Schnurbogen nach unten legen (Bissanzeiger). Mit dem Schnurbogen leicht strippen, jedoch nur um Kontakt zu halten, mit der Rutenspitze zittern um der Nymphe Leben einzuhauchen.

In der Situation im zweiten Bild würde ich mich versuchen am Ufer sehr gut zu verbergen und unter der Rutenspitze anbieten. Dass mit einer eher schweren Nymphe, ohne Bissanzeiger, so dass die Fliegenschnur grad die Wasseroberfläche berührt. Zittern oder nicht? Probieren!

Ich fische auch in vergleichbaren Bächen und hab die Erfahrung gemacht, dass die Fische sehr gut auf die Trockenfliege gehen, auch wenn grad kein Schlupf ist. Deswegen folgende Empfehlung zum Vorfach: die ersten 40cm gegeneinander verdrallen, mit Knoten sichern. In die Verdrallung kannst Du nun ein geschlitztes Schaumstück (Styropor, besser Hartschaum) ein -und ausschlaufen. So kannst Du sekundenschnell reagieren! Clinchknoten find ich o.k.!

Viel Erfolg und Spass am Wasser!

Alex
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Theo
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Ungelesener Beitrag von Theo »

in einem Post schon fast alles durchleutet, was ich wisste wollte - danke dir ! 8)

Behaupteten sich also meine Annahmen zwecks Standort des Fischers etc - juhuuu :D

Was meint ihr denn zur Zeit: Die Fischerei beginnt am 0500 Uhr morgens, die Dämmerung trifft gegen 0530-0545 Uhr ein.

Aber ich mach hier mal nicht den Max, wir haben ja den ganzen Tag Zeit - die Vorfreude steigt.
fischermichele
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Ungelesener Beitrag von fischermichele »

hallo zusammen!
Also ich war die letzten Tage in Tirol und habe dort auch Gebirgsbacherfahrungen gesammelt. Und man muss sagen, die Bachfischerei ist eine dankbare Fischerei, denn die Fische sind nicht allzu wählerisch. Die besten Erfolge habe ich beim Flussauffischen erziehlt. Dabei wate ziemlich nahe an die erfolgsversprechende Stelle heran und schlenze die Fliege samt eher kurzen Vorfach in den Tumpf. Danach führe ich die Rute nicht zum Wasser und strippe sie ein, sondern hebe sie etwas an, ca. Hüfthöhe, und ziehe die Schnur relativ gleichmäßig ein, viel Schnur ist dabei allerdings nicht in Verwendung. Nun ist es wichtig immer den sich bildenden Schnurbogen der von der Rutenspitze herabhängt zu beobachten. So bald er sich etwas strafft muss man anschlagen.
Man sollte der Nymphe auch immer genug Zeit zum absinken geben, denn die Tümpfe sind oft relativ tief.
Die Zeit ist eigentlich meiner Meinung nicht allzu entscheidend. Da es in Gebirgsbächen oft nicht allzuviel Nahrung gibt, beißen sie eigentlich den ganzen Tag über.
Zum Schluss noch ein kleiner Fliegentipp: mein absoluter Topfänger ist eine Orangetag-Silberkopfnymphe, ambesten mit einer Grizzly - Hechel palmerartig umwickelt, damit fängt man fast immer!
Herzliche Grüße und Petri Heil!
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