Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

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flo staeuble
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von flo staeuble »

hallo markus,

den von mir erwähnten fall erkennt die behörde nicht an? hab ich dann deinen experten falsch verstanden?


PS: In einem Forellengewässer zwischen Voralpenland und Donau könnte ein Zwischenschonmaß von
30 cm bis 40 cm (evtl. 45 cm) vertretbar und angemessen sein.
Maggov
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Re: Fisch-Photos

Ungelesener Beitrag von Maggov »

gespliesste hat geschrieben:Hallo Markus,

Wikipedia hat geschrieben:Die Modelle für das schnelle Wirken von Selektion und die damit resultierende Mikroevolution wurden in verschiedenen Labors mit Experimenten nachgestellt. Hierfür wurde mit Fischen wie Guppies und Ährenfischen experimentiert, die eine relativ kurze Generationsdauer haben. Siehe auch verschiedene Artikel von David Conover (State University of New York) und David Reznick (University of California). Beide Forscher konnten zeigen, dass bei selektiver Befischung der Populationen in den Aquarien – das heißt, nur die größten Fische wurden entnommen – schon nach wenigen Generationen die Fische deutlich kleiner und weniger fruchtbar waren. Außerdem setzten sie bei gleichem Futterangebot wie die Kontrollfische weniger Fleisch an. „Rechnet man die Evolutionsrate bei den Guppies auf die Entwicklung kommerziell genutzter Fische um, so entspricht sie wenigen Jahrzehnten“, fasst Reznick seine Ergebnisse zusammen. „Die Großfischerei hat eine genetische Selektionswirkung auf die Bestände.“
Ich weiss das du sehr bemüht bist um die Hege von Gewässern und schätze dich da auch als engagierten Fachmann und als Fliegenfischer, aber so ganz bringe ich das noch nicht übereinander. Nicht das wir uns in einigen Jahrzehnten umschauen, dass wir (ohne Notwendigkeit) immer nur auf kurzfristig maximale Erträge gesetzt haben und die langfristigen Auswirkungen dabei aus den Augen verlieren ...

In heutigen Zeiten, kann man es wohl kaum noch erklären, warum man naturbelassene Flusslebensräume nach Maximen von Produktionsbetrieben für Nahrungsmittel bewirtschaftet. Ertrag, Produktivität und Abschöpfen des Etrages kann ja nicht das einzige sein was zählt.

Es muss sich wohl keiner mehr von den Fängen aus seinem Fluss ernähren, also könnten wir vielleicht auch ein wenig zurück, zu mehr naturbelassener Hege die die angestammten Fische in der Erhaltung ihrer Art und genetischen Vielfalt besser unterstützt. Dazu könnte vielleicht auch der Denkansatz dienen, die Gesetze dahingehend zu ändern, nicht alle maßigen Fische ausnahmslos abzuschlagen zu müssen.

LG,

Olaf
Hallo Olaf,

Danke für die Blumen - gebe ich gerne zurück denn ich weiß Du meinst es ebenfalls gut mit unseren Gewässern und fischst (aus meiner Sicht) absolut vernünftig.

Ich denke der Wandel von der Ertragsmaximierung zu nachhaltiger Bewirtschaftung passiert (in gaaanz langsamen und kleinen Schritten) und die Ertragsfähigkeit ist eine Vorbedingung die ich kennen muss um nachhaltig bewirtschaften zu können. Ich verstehe auch dass Du mit der "legalen" Rechtfertigung des Fischens Deine Probleme hinsichtlich dieses Punktes hast (wenn ich die Fische nicht aus existentiellen Gründen brauche warum dann die Entnahmepflicht), nur kollidieren Fischen und Tierschutz in dem Moment miteinander wo ich Fischen gehe und keine sinnvolle Verwendung für die gefangenen (=gequälten) Fische habe. Ich weiß Du bist Hundebesitzer und ich formuliere überspitzt: Nehmen wir mal an es macht mir Spaß mit der Fliege auf Hunde zu fischen und diese ranzudrillen, dann unter Wasser zu drücken um mit einer Unterwasserkamera schöne Fotos von nassen Hunden zu machen und lasse diese dann anschliessend wieder laufen. Manche von den Hunden bekommen wegen Wasser in der Lunge (wohl zu lange runtergedrückt) eine Lungenembolie und sterben. Würdest Du Dich da auch nicht nach dem Sinn und/oder Legalität dieser Aktion fragen? Wäre Dir dann die Antwort "mir gibt es einfach einen inneren Frieden" ausreichend wenn ich Deinen Hund release? sicherlich polarisierend geschrieben aber ich habe Probleme meinen Bekanten zu erklären dass das Zurücksetzen nachhaltig sinnvoll ist. Ich gestehe diesen ein, dass das Fangen und Zurücksetzen Tierquälerei ist und wenn ich dies tue (z.B. in einem Fischereiurlaub) dies dann rein egoistischen Motiven dient und der Fisch mir wurscht ist. Da sie mitkriegen dass ich mich an den Gewässern vor meiner Haustür aber auch neben der Fischerei zusätzlich für die Hege und Gewässerpflege engagiere verstehen sie zumindest dass ich nicht so doof bin an dem Ast zu sägen auf dem ich sitze.

Wie ich oben schon schrieb wird kein Bewirtschafter damit ein Problem haben wenn Du Fische die zum Bestandserhalt beitragen oder aus anderen Gründen wieder zurückgesetzt werden sollten (z.B. weil andere Arten "kurz" gehalten werden, weil sie Kraut in den Grenzen halten, etc.) auch wieder zurücksetzte so lange (!) diese nicht entschieden durch den Drill geschwächt sind.

Was Deinen Wikipediaeintrag betrifft so finde ich diesen zweideutig denn ein Brittelmaß erlaubt nicht nur die selektive Entnahme von Großfischen, die Abgrenzung welcher Anteil als "groß" definiert wurde ist nicht erklärt und auch nicht wie oft sich diese vermehren konnten durften bis sie entnommen wurden. Warum? Nun, gehen wir davon aus Du hast Fische die schneller wachsen und andere die langsamer wachsen. Jetzt schaue ich zu einem Stichtag welche Fische groß sind, entnehme diese und fahre die oben beschriebene Studie. So hängt es doch davon ab ob die grossen Fische es überhaupt bis zur Laichreife geschafft haben oder nur die Kleinen. Ausserdem werden in der Studie alle grossen Fische systematisch entnommen. Das ignoriert die Realität am Fluß dass man dort mit der Angel diese Effizienz hinbekommt. Wie bereits erwähnt sind gerade die Großforellen nachtaktiv und haben mehrere Jahre Befischungsdruck erfolgreich überstanden. Die Chance dass sie an Altersdebilität leiden halte ich für gering und wenn einen weiteren Grund für die Entnahme ;). Somit findet vielleicht ein Zuspitzen der Alterspyramide statt aber kein Abschneiden.

Des weiteren ignoriert diese Studie das es ein limitiertes Habitat gibt und dass die frei werdenden Stellen Vorraussetzung für nachfolgende Fische ist diese Grössen zu erreichen. Wenn man also halbwegs abschätzen kann dass es sich bei dem Fisch nicht um einen absoluten Ausnahmefisch handelt dann ist die Entnahme weniger dramatisch als in der Studie erwähnt.

Das hatte ich versucht zu vermitteln bzw. deshalb scheiter ich an der Theorie dass ein verfischter oder entnommener Großfisch nur noch Pygmäen zur Folge hat.

In der Summe freue ich mich über das Contra und Deine wirklich guten Argumente denn ich weiß wir beide laufen in die gleiche Richtung haben aber vielleicht einfach nur unterschiedliche Wege zum Ziel definiert.

Wie Jürgen schon schrieb sind Hegekonzepte immer diskutierbar. Wir versuchen als Fischer ein extrem intransparentes und komplexes System zu analysieren und zu bewahren oder verbessern - es wäre vermessen davon auszugehen dass es nur eine Wahrheit oder nur einen Weg gibt. Aber der rechtliche Raum schränkt ein und die Ertragsfähigkeit eines Wassers lässt sich (ausser mit Strukturverändernden Maßnahmen) nicht verändern.

LG

Markus
LG

Markus
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Maggov
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Maggov »

flo staeuble hat geschrieben:hallo markus,

den von mir erwähnten fall erkennt die behörde nicht an? hab ich dann deinen experten falsch verstanden?


PS: In einem Forellengewässer zwischen Voralpenland und Donau könnte ein Zwischenschonmaß von
30 cm bis 40 cm (evtl. 45 cm) vertretbar und angemessen sein.
Hi Flo,

ich denke seine Ausführungen waren Richtwerte für ein Gewässer das Du gemeint haben könntest und Du hattest doch Dein Zwischenschonmaß genau so beschrieben? Die "Verkasperung" bezog sich auf ein unrealistisch hohes Intervall des Zwischenschonmaß mit der Begründung die oben für das Einführen der selbigen angefragt wird. Von daher kann ich Dir nicht ganz folgen... sorry

Nochmals sicherheitshalber: Ich glaube Du machst Dir Dein Leben unnötig schwer denn wenn Du eine Art schützen willst so kannst Du dies tun, wenn Du C&R auf die Hauptsächlich vorkommende (und gesund vertretene) Hauptfischart machen willst so wird Deine Begründung jedoch relativ schnell hinterfragt und enttarnt werden (wenn es der Fischrechtsinhaber darauf anlegt).

LG

Markus
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Maggov
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Maggov »

flo staeuble hat geschrieben:servus hans,

dass das verbot davon nicht juristisch aufgehoben wird, war mir klar. ich meinte nur, dass durch ein solch weit gefasstes brittelmass FAKTISCH manches gewässer zum c&r-gewässer wird.
an einem von mir befischten bächlein mit einer solchen regel ist es durchaus üblich, an 5 aufeinanderfolgenden tagen ausschliesslich fische zwischen 30 und 45 zu fangen. bei einem schonmass von 28cm müsste der hungrige also lotterieartig auf ne 29er oder ne 45+ hoffen.
ich weiss, dass das deshalb noch lange keine c&r-strecke in österreichischem sinne ist. aber FAKTISCH wird - wenn sich alle an die bestimmungen halten - aus diesem wasser nahezu nichts entnommen. nur das wollte ich andeuten.
bringt uns zu markus' frage: wieso muss ein solches gewässer dann besetzt werden?
flo

Hi Flo,

wenn Deine Fangergebnisse immer "gebrittelte" Fische sind dann spricht das nicht unbedingt für eine natürlich Verteilung. Zu erwarten wären mehr kleinere Fische zumindest wenn man über mehrere Saisons an diesem Wasser fischt (kann ja mal eine Generation ausfallen, z.B. wegen Zerstörung der Laichgebiete durch Natureinfluß (Hochwasser, Geschiebe, Versinterung) oder Mensch) und die Möglichkeiten für den Rückzug in andere Gewässerabschnitte oder Seitenbäche stark begrenzt sind (sonst besteht die Möglichkeit für Kleinfische ab zu wandern).

Wenn Ihr dort besetzt dann ist für mich die einzig plausible Antwort für diese Regelung: Die Kosten für den Besatz sollen minimiert werden.
Wenn Du keine Fische über den besetzten Grössen fängst dann wird das kompensiert was in dem Bach stirbt oder abwandert. In diesem Fall könntest Du die Fische auch entnehmen denn sie packen's ja eh' nicht.

Für mich ist das Brittelmaß eine gute Lösung an Strecken an denen man nicht besetzt. Wenn ich mal ein paar Kleine und ab und zu einen Grossen mitnehmen (alles im Rahmen des für das Gewässer verträglichen Maßes) dann beeinflusse ich m.M. nach den Bestand weder in der Zusammensetzung noch in der Grösse negativ. Die entnommenen Fische bieten anderen höhere Überlebenschancen (geringere Konkurrenz bei Nahrung und Standort) und die Selbstbeschränkung trägt zur schonung der laichreifen Fische bei.

LG

Markus
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pehers
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus!

@Flo: Ganz generell gilt bei allen diesen Überlegungen: Wo (noch) kein Kläger, da kein Richter! Wenn ich die Behörde über die Beschaffenheit, den Bestand meines Gewässers täusche, dann werde ich alles durchbringen, aber sicher nicht ewig.

@Olaf, ich darf ergänzend zu Markus noch anmerken: Die von Dir zitierte Studie hat nicht unrecht, aber geht eben schon von einer sehr effektiven Eliminierung der großwüchsigen Fische aus.
Wie ich geschrieben habe, sollte bei einer gesunden Bestandspyramide, der hauptsächliche Eingriff in den individuenreichsten Jahrgängen vorgenommen werden.
In unseren Gewässern gehe ich aber auch davon aus, dass eine Bachforelle mit 45cm sicher schon mehrfach abgelaicht hat und daher sollte der eine oder andere Nachkomme die guten Gene bereits weiter geben.
Auch der kapitale einser Hirsch hat schon ein paar Brunftzeiten hinter sich (der sollte nämlich 10 Jahre alt sein, wenn ich im Kurs aufgepasst habe).
Meines Erachtens muss man die Entnahme der großen Fische drastisch beschränken und das Mindestentnahmemaß so hoch ansetzen, dass man derartige Fische eben nicht täglich, sondern im Schnitt nur einmal pro Saison fängt. Wenn man an diese Zahl die Saisonkarten anpasst, dann kann man das recht gut regeln. Oder man billigt jedem Jahreslizenzinhaber nur einen oder zwei derartige Fische über z.B. 45cm (je nach Wasser) pro Jahr zu. Tageslizenznhemer würden an meinem Wasser keine Erlaubnis zur Entnahme eines Kapitalen bekommen.
Die Entnahme sollte sich eben auf diese Bereiche konzentrieren, wo ansonsten die kompensatorische Sterblichkeit aufgrund der natürlichen, den Fischbestand limitierenden Faktoren, wirksam würde. Die schmecken auch phantastisch und passen noch in die Pfanne!

L.G.
Hans
Zuletzt geändert von pehers am 22.07.2011, 16:34, insgesamt 1-mal geändert.
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I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
Jürgen Gaul

Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Jürgen Gaul »

Hallo zusammen,

ich kann die Einwände von Flo sehr gut nachvollziehen und sehe den Grund dafür in der aus meiner Sicht sehr unglücklichen Wahl eines Zwischenschonmaßes von z.B. 30-40 cm. Sehr viele Fischereiberechtigte setzen an ihren Strecken bereits das gesetzliche Mindestmaß - in Baden-Württemberg z.B. 25 cm - hoch, sagen wir auf 27 oder 28 cm, sodass bei einem Zwischenschonmaß von 30-40 cm in der Tat nur ein sehr schmaler "Entnahmekorridor" verbleibt, der zwangsläufig zu einer weitgehend C&R-ähnlichen Situation führen muss. Sinnvoller wäre es in diesem Fall, das Zwischenschonmaß erst ab 35 cm beginnen zu lassen, selbst auf die Gefahr hin, dass dadurch auch einige Schnellwüchser im Bereich von 30-35 cm "aus dem Verkehr gezogen" werden.

@Hans:
Eine Auslegung hat nach objektiven Gesichtspunkten zu erfolgen und nicht nach dem subjektiven Empfinden des einzelnen Fischers. Es sind daher vor allem die Maßstäbe und Wertvorstellungen, die sich durch jahrhundertelange Tradition der Ausübung der Fischerei herausgebildet haben, heranzuziehen.
Ein sehr schöner Satz aus dem von Dir zitierten Kommentar, den man manchem Erlaubnisscheininhaber nahelegen sollte.

Viele Grüße
Jürgen
flo staeuble
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von flo staeuble »

Maggov hat geschrieben: ich denke seine Ausführungen waren Richtwerte für ein Gewässer das Du gemeint haben könntest und Du hattest doch Dein Zwischenschonmaß genau so beschrieben? Die "Verkasperung" bezog sich auf ein unrealistisch hohes Intervall des Zwischenschonmaß mit der Begründung die oben für das Einführen der selbigen angefragt wird. Von daher kann ich Dir nicht ganz folgen... sorry
hallo markus. missverständnis. aneinander vorbei geredet. alles klar.
den punkt, um dens mir ging, hat jürgen gerade unterstrichen.
grüße an alle
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gespliesste
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo,

erst mal danke für euere ausführlichen Erläuterungen.

P.S.: Auch auf die Gefahr das ich extrem Nerve mit meinen langen Beiträgen und immerwährend gleichen Argumenten, aber mich interessiert das Thema und da ich große Teile meiner Jugend zwischen unzähligen Aquarien mit Fischzucht verbracht habe, hängt da noch immer mein Herz dran.
pehers hat geschrieben: In unseren Gewässern gehe ich aber auch davon aus, dass eine Bachforelle mit 45cm sicher schon mehrfach abgelaicht hat und daher sollte der eine oder andere Nachkomme die guten Gene bereits weiter geben.
@Hans:
Das Argument haben ja alle anderen auch schon vorgetragen und da habt ihr alle miteinander natürlich absolut recht, aber ich habe die Evolutionstheorie anders verstanden. Es geht nach meinem Verständnis darum, dass sich die Gene der "fittesten" (survival of the fittest) überproportional und nicht nur im gleichen Maße wie die normalen Gene durchsetzen. Also gibt es auch einen Sinn, dass eine kapitale Forellen nicht die gleiche Chance hat ihre Gene weiterzugeben, wie eine durchschnittliche Forelle, sondern eine bessere Chance. Werden die "Kapitalen" aber vorzeitig entnommen, werden sich ihre Gene auch nicht überproportional durchsetzen und damit erlebt die Population vielleicht auf Dauer einen Rückschritt?
In naturbleassenen Gewässern kommen doch auch die stärksten Milchner viel öfter bei der Besahmung der Eier zum Zug, als die Durchschnittlichen und deren Fertilität sinkt nicht mit dem Alter. Die größten und stärksten Milchner vertreiben doch die kleineren aus den Laichgruben. Das hat die Evoution doch ganz bewusst so eingerichtet.

Um bei dem Beispiel von Markus mit den Hunden zu bleiben. Da darf im Rudel auch nur der Leitwolf(Hund) die Hündinnen decken. Die anderen Gene kommen nicht oder nur kaum zum Zug.
Pehers hat geschrieben:Meines Erachtens muss man die Entnahme der großen Fische drastisch beschränken und das Mindestentnahmemaß so hoch ansetzen, dass man derartige Fische eben nicht täglich, sondern im Schnitt nur einmal pro Saison fängt. Wenn man an diese Zahl die Saisonkarten anpasst, dann kann man das recht gut regeln. Oder man billigt jedem Jahreslizenzinhaber nur einen oder zwei derartige Fische über z.B. 45cm (je nach Wasser) pro Jahr zu. Tageslizenznhemer würden an meinem Wasser keine Erlaubnis zur Entnahme eines Kapitalen bekommen.
Das finde ich einen sehr guten Ansatz :daumen , damit würde man die Pyramide an der Spitze zwar auch noch ein wenig ausdünnen, aber zumindest nicht künstlich beschneiden. Kapitale Fische sind bestimmt ein Stück weit Kannibalen und dazu sinkt die Fertilität bei den Rognern, damit sind sie vielleicht in der absoluten Produktivitätsrechnung nicht mehr so positiv besetzt, aber sie haben nach meiner Auffassung auch einen übergeordneten bedeutsamen Nutzen, den man nicht ausser acht lassen sollte. Die Maxime: "Alle Fische über 50cm sind zu entnehmen, da sie Kannibalen sind und schon mal abgelaicht haben" - greift nach meiner Meinung zu kurz.
Maggov hat geschrieben:sicherlich polarisierend geschrieben aber ich habe Probleme meinen Bekanten zu erklären dass das Zurücksetzen nachhaltig sinnvoll ist.
Wie gesagt, ich bin nicht für 100% C&R und ich entnehmen in der Regel immer Fische für den eigenen Bedarf und wir essen auch sehr gerne Fisch (inklusive, dass der Hund die Reste bekommt, also wir verwerten wirklich alles bis zur letzen Gräte von dem was ich mitnehme). Wenn man erklärt, dass das (selektive) Zurücksetzen der naturbelassenen Hege einen wichtigen Dienst erweist (und wenn es nur wie in Deutschland untermaßige und geschonte Fische sind) und man natürlich auch Fische in vernünftigen Maßen für den Verzehr entnimmt, dann verstehen das die meisten meiner Bekannten sehr gut und sind oft überrascht wie fortschrittlich das sein kann.
Das hat aber für mich auch etwas mit Fliegenfischen und dem Einsatz von Schonhaken in moderaten Größen zu tun. Nur weil ich davon überzeugt bin, dass ich einen Fisch nach dem fang unbeschadet zurücksetzen kann, stehe ich auch dahinter. Genau aus diesem Grund Fische ich auch nur sehr ungerne bzw. sehr selektiv mit Streamern oder Grossfliegen.

In Deutschland ist das selektive Zurücksetzen ja auch täglich Brot, halt im Bereich von Mindestmaßen und Schonzeiten, aber mit einem Blinker und Drilling bzw. übergroßen Fliegen mit Wiederhaken, würden wohl viele untermaßige Fische einen Fang nicht unbeschadet überstehen ...

Ich bin im Grunde nur dafür den Mindestmaßen und Schonzeiten eine dritte Komponente hinzuzufügen, die der langfristigen Aufrechterhaltung der genetischen Vielfalt dient. Also ungefähr so wie Hans es beschrieben hat ...

LG,

Olaf
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Royal Coachman
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Olaf !

Nochmals, im Sinne der Hege ist das Zurücksetzen eines maßigen Fisches durchaus erlaubt, es ist aber dem Gewässerbewirtschafter vorbehalten, dies zu bestimmen, der einzelne Lizenznehmer hat darüber nicht zu entscheiden.
Wenn nun der Gewässerbewirtschafter ein Zwischenschonmaß setzt, so ist das mit der gesetzlichen Regelung im Einklang.

Ich lese einfach nicht gerne "jeder maßige Fisch muß entnommen werden", das stimmt einfach nicht und ist genau das, was unsere Gegner immer wieder in die Welt hinausposaunen.

Der Bewirtschafter kann frei bestimmen, welche zusätzlichen Schonmaßnahmen er ergreift.
Ärger gibt es nur bei kommerziellen C&R Gewässern und dies meiner Meinung nach zurecht.

freundlichst
Gebhard
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Bernd Ziesche

Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 29.07.2013, 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Joerg Giersbach
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Joerg Giersbach »

Hallo, muß auch mal meinen Senf dazu geben!

Vor 14 Tagen war ich an einem kleinen Wiesenbach mit einer max. breite von ca.3 m mit meiner 4er Gespliessten unterwegs, und konnte auf einen Cloussers Minnow in einem ca. 1m tiefen Kolk einen Bachforellenmilchner (Monsterfisch) von ca.55-60cm Fangen.
Deswegen das ca., weil ich Ihn ohne anzufassen im Wasser abgehakt habe und er sofort wieder in seinen Unterstand abzichte!
Im ersten Moment dachte ich, das glaubt dir kein Mensch, den Schädelst du, der ist eh zu Groß für den kleinen Bach!
Brachte es aber Echt nicht übers Herz, diesen Wunderschönen Fisch abzuschlagen.
Soll weiter Schwimmen und sich reichlich vermehren!
Will damit sagen, das man nicht jeden Kapitalen Fisch entnehmen muß, wie war das bevor es uns Angler gab?
Gruß Jörg

Das ist die stelle, kaum zu Glauben das hier so ein Fisch Wohnt!
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-Das Leben ist zu kurz um nicht mit Bambus zu fischen-
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henkiboy
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von henkiboy »

Hallo Hans,
Meines Erachtens muss man die Entnahme der großen Fische drastisch beschränken und das Mindestentnahmemaß so hoch ansetzen, dass man derartige Fische eben nicht täglich, sondern im Schnitt nur einmal pro Saison fängt. Wenn man an diese Zahl die Saisonkarten anpasst, dann kann man das recht gut regeln. Oder man billigt jedem Jahreslizenzinhaber nur einen oder zwei derartige Fische über z.B. 45cm (je nach Wasser) pro Jahr zu. Tageslizenznhemer würden an meinem Wasser keine Erlaubnis zur Entnahme eines Kapitalen bekommen.
Interessanter Passus - vor allem der letzte Satz. Wie begründest Du diese geradezu diskreminierende "theoretische" Regelung? Was unterscheidet einen Jahresscheininhaber von einem Tageskartenfischer? Jahresscheinihaber sind deiner Meinung nach wohl fachlich kompetenter, umsichtiger und haben einen besseren Charakter? :shock:
Meiner Meinung nach begründet sich der letzte Satz eher durch Egoismus und Mißtrauen wie durch hegerische Befindlichkeiten.
Was machst Du denn wenn die von dir befischten Gewässer mindestens 'ne Stunde Anreise erfordern und Du aufgrund deiner beschränkten Freizeit höchstens 4 bis 5 mal im Monat zum Fischen kommst und zudem gewässermäßig auch noch ein wenig Abwechslung haben willst? Trittst Du dann bereitwillig in 3 verschiedene Vereine ein, damit Du die Privilegien des Jahrekarteninhabers genießen kannst oder regelst Du das mit dem Erwerb der entsprechendenTageslizenzen?
Du darfst nicht vergessen das beim Obulus hinsichtlich der Tageslizenz auch eine Fischereiabgabe enthalten ist, die letztendlich der Hege und Pflege des Gewässers zu Teil wird.
Wie vereinbarst Du das genannte Vorgehen mit der deutschen Gesetzgebung (natürlich losgelöst vom letzten Satz)?

@Jörg: Jetzt hast dich auch noch selbst einer "Straftat" bezichtigt? :shock: - kleiner Scherz :lol:
Gratuliere natürlich zum Fang.......und schade das der Fisch letztendlich doch noch ausgeschlitzt ist. :wink:
Will damit sagen, das man nicht jeden Kapitalen Fisch entnehmen muß, wie war das bevor es uns Angler gab?
Tja.....wenn man manchen hier so liest, so hatte die Natur wohl ohne unsere regelnden Eingriffe keine Chance.
Interessant ist der Umstand das sich unsere Vorfahren mehr oder weniger 'nen Teufel um Hege und Pflege bzw. Schon- und Brittelmaß geschert haben. Auch im Umgang mit der Kreatur Fisch ist man vor hundert Jahren noch weitaus weniger zimperlich gewesen wie heute. Dennoch waren die Gewässer weitaus gesünder wie heute (was den Fischbestand angeht).
Gibt es da nicht ganz andere (vor allem wichtigere) Baustellen wie die hier diskutierte?
Im übrigen finde ich lediglich die Größe des Gewässers auf dem Bild "ungewöhnlich" für einen Fisch solcher Größe.
Die Stelle selber ist geradezu prädestiniert für eine Bachforelle. Ein Gumpen unterhalb eines über dem Wasser hängenden Baum - das ist geradezu 'ne Villa für Fario.

@all: Grundsätzlich hapert es heutzutage wohl er daran das die Fische aus unterschiedlichsten Gründen gar nicht mehr zum Laichgeschäft kommen. Die Eingriffe in unsere Gewässerstrukturen zerstören Laichgebiete und nehmen den Fischen die Möglickeit in natürlicher Umgebung zu leben. Wir brauchen uns vielerorts über eine natürliche Reproduktion keine Gedanken zu machen, so lange wir nichts zur Lebensraumverbesserung beitragen. Hochwasserschutz, Energiegewinnung, falsch verstandener Vogelschutz und ähnliche Beweggründe machen unsere Gewässer im Prinzip zunehmend zu sterilen Hälterbecken, die weitere regulierende Maßnahmen (wie Besatz etc.) erfordern. Interessant ist in diesem Zug die Dokumentation "Wenn Fische weinen könnten", auf die hier an anderer Stelle schon einmal hingewiesen wurde. Für die die sie nicht kennen - die ist durchaus sehenswert!
Apropos Umgang mit Fisch. An dieser Stelle werden "Sportfischer" angeprangert, die Fische fotografieren bzw. zurücksetzen, obwohl es die Gesetzgebung ja eigentlich nicht erlaubt. Da wird dann geäußert.....solche Diskussionen führt man doch besser nicht öffentlich, weil der "Feind" ja mitlesen kann.
Jetzt setze ich das mal in Relation zur kommerziellen Fischerei / Fischwirtschaft und der Behandlung der Kreatur Fisch dort:
Thunfische die in schwimmendend Netzgehegen über Wochen gehältert und über hunderte Kilometer bewegt werden. Lachsfarmen wo die Individuen Flosse an Flosse gehalten werden. Heringe, Dorsche und Makrelen, die mit einem Netz gefangen werden und anschließend brutal dem Erstickungstod überlassen werden. Die Liste ließe sich noch endlos weiterführen. Wo ist da der Schutz und der pflegliche Umgang mit dem einzelnen Individuum? Nicht angelnde "Naturschützer" greifen im Supermarkt in der Regel aber bedenkenlos ins Regal und kaufen sich Thunfisch für die Pizza oder Hering in Tomatensauce, 'nen Räucheraal oder Rollmöpse. Das ist dann natürlich in Ordnung -verrückte Welt!

liebe Grüße
Detlef
Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat sich selbst zu beherrschen !
Albert Schweitzer
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von flo staeuble »

henkiboy hat geschrieben:Apropos Umgang mit Fisch. An dieser Stelle werden "Sportfischer" angeprangert, die Fische fotografieren bzw. zurücksetzen, obwohl es die Gesetzgebung ja eigentlich nicht erlaubt. Da wird dann geäußert.....solche Diskussionen führt man doch besser nicht öffentlich, weil der "Feind" ja mitlesen kann.
Jetzt setze ich das mal in Relation zur kommerziellen Fischerei / Fischwirtschaft und der Behandlung der Kreatur Fisch dort:
Thunfische die in schwimmendend Netzgehegen über Wochen gehältert und über hunderte Kilometer bewegt werden. Lachsfarmen wo die Individuen Flosse an Flosse gehalten werden. Heringe, Dorsche und Makrelen, die mit einem Netz gefangen werden und anschließend brutal dem Erstickungstod überlassen werden. Die Liste ließe sich noch endlos weiterführen. Wo ist da der Schutz und der pflegliche Umgang mit dem einzelnen Individuum? Nicht angelnde "Naturschützer" greifen im Supermarkt in der Regel aber bedenkenlos ins Regal und kaufen sich Thunfisch für die Pizza oder Hering in Tomatensauce, 'nen Räucheraal oder Rollmöpse. Das ist dann natürlich in Ordnung -verrückte Welt!

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etwas blödes zu tun wird nie dadurch gerechtfertig, dass ein anderer was anderes blödes tut.
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Martin 1960
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Martin 1960 »

Hallo in diese Runde,
einen schönen Sonntag wünsche ich Euch.


Also es ist wie es ist,
ein Recht auf Catch&relase von maßigen Fischen gibt es nicht,
jeder der sich anders verhält, macht sich strafbar!
Jeder der "öffentlich" darüber schreibt bringt uns in verruf!
Leider ist das so.

Aber wenn denn dann, die grossen Fische konsequent entnommen werden,
fördert das die Verbuttung des Fischbestandes!
Leider ist das so.

Besatzfische sind "unerfahren" und bleiben das auch über lange Zeit,
kaum in der Lage sich selber zu ernähren, oder sich selber zu schützen,
egal in welcher Grösse sie eingesetzt werden.
Die geänderte Lebenssituation läßt die Besatzfische eine leichte Beute werden,
für Vögel oder Säugetiere :wink: .

Da ist der Verlust an 1-2 sömmrigen Fischen leichter zu verkraften!,
die Menge macht es!
Wobei es sogar so ist,
dass die eingesetzte Jungbrut eine bessere Chance hat, als es adulte Fische haben.
Jungbrut kann sich besser an den neuen Lebensraum, sich besser an die neuen Lebesbedingungen und die "geänderte" Ernährung zu gewöhnen.

Die Gewässer sind das Problem, speziell die Möglichkeit, für Fische, dort abzulaichen,
und was noch viel wichtiger ist,
die Überlebenschancen der Fischbrut ist in vielen Gewässern schlecht.
Chris hat geschrieben:Wir brauchen uns vielerorts über eine natürliche Reproduktion keine Gedanken zu machen, so lange wir nichts zur Lebensraumverbesserung beitragen. Hochwasserschutz, Energiegewinnung, falsch verstandener Vogelschutz und ähnliche Beweggründe machen unsere Gewässer im Prinzip zunehmend zu sterilen Hälterbecken, die weitere regulierende Maßnahmen (wie Besatz etc.) erfordern.
Hier möchte ich einen Link zu der Website von Dr. Ludwig Tent plazieren.
und eine Buchempfehlung abgeben: "Lebendige Flüsse und Bäche" ISBN: 3-89811-546-1 .

Ich habe an einer "Vorlesung", im Rahmen einer Veranstaltung meines Vereins, teilnehmen dürfen,
hat mein Denken sehr beeinflusst.

Fliegenfischen ist ein sehr effiziente Methode den "beschuppten" nachzustellen,
und gerade nach einem erfolgreichen Tag regt sich das Gewissen.

Vielleicht ist die derzeitige Entwicklung der Fliegenfischerei das Problem!

Viele haben "wenig Freizeit", sind sehr mobil,
und sind, in einem gewissen Rahmen, in der Lage ein fischereiliches Wochenende zu bezahlen.
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
Royal Coachman
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Re: Brittelmaße und Entnahme Grosser Fische

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo!

Es ist einfach unglaublich, daß ausjudizierte Fälle nicht in das Denken übernommen werden!

Im Sinne der Hege ist es durchaus möglich unter bestimmten Voraussetzugnen einen maßigen Fisch zurückzusetzen, alles andere ist eine falsche Darstellung die unserem Anliegen zur Erhaltung autochtoner Bestände einen Bärendienst erweist.

Das muß endlich aufhören, denn C&R ist ein irreführender Ausdruck, er bedeutet nämlich daß alle Fische ausnahmslos zurückgesetzt werden müssen und genau das ist verboten, aber nicht verboten sind Maßnahmen zur Erhaltung gesunder Bestände, das ist nämlich der Sinn der jeweiligen Fischereigesetze und wer dagegen handelt macht sich ebenfalls strafbar!

Ich würde Euch deswegen bitten, verwendet den Ausdruck "Catch und Release" nicht mehr, sondern "Zurücksetzen im Sinne der Hege", das wollen wir erreichen, oder?
Beispiel: der Bewirtschafter verfügt, alle Fische über 45 cm sind zu schonen oder er verhängt ein Zwischenschonmaß von 35-40cm, so ist das im Sinne des Fischereigesetzes und im Sinne des Tierschutzgesetzes rechtlich in Ordnung.

Also bitte hört endlich mit dem Unsinn auf und schreibt nicht weiter von C & R !!

RC

PS: wenn wir nicht vom Fang zur Hege kommen, werden wir abgeschafft und Ihr arbeitet kräftig daran!
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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