Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Martin 1960
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Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von Martin 1960 »

Hallo und guten Tag wünsche ich Euch.

Angeregt durch den vorherigen Thread "Fehlbisse",
möchte ich diesen Thread öffnen.
Naja, und da wir den 16. Oktober haben. :wink:

Wie ist Eure Erfahrung, Euer Vorgehen, bei verschiedenen Lichtverhältnissen, Wassertrübung,
und wie behelft Ihr Euch um Fangerfolge zu haben?

Ich bin auf ein Buch gestossen das sich genau mit diesem Thema befasst,
und "bastele" nun schon eine Weile mit diesem Thema herum.

[Buch: "what fish see" von Dr. Colin Kageyama,
Dieser Fliegenfischer hat u. A. für Mepps gearbeitet und dort Köder entwickelt. ]

Speziell bei verschiedenen Wasser und Wetter Bedingungen
sind die zu erwarteten Fischstandplätze ja unterschiedlich.

Wie reagiert Ihr auf diese Situationen?
Mit unterschiedlicher Präsentation und Führungen der Fliege?,
oder mit anderen Schnüren / Polyleadern, veränderten Vorfächern?,
oder aber anderen Farben und Materialien beim Fliegenbinden?

Beispiel für angepasste Präsentation/Fliegen:
Trübes, fließendes Wasser, bedeckter Himmel:
Die Fische sind auch in den flacheren Bereichen zu Finden,
nicht mehr ausschließlich in den Gumpen / Unterständen, wie bei sonnigen Wetter und klarem Wasser.
=> voluminösere Fliege (meist dann Streamer wie unten beschrieben),
etwas dickeres Vorfach, Flachwasser abfischen.

Oder auch beim fischen im Meer:
Sonniges Wetter klares Wasser => viele Schatten am Grund,
die Fische sind überwiegend in der Nähe von Unterständen zu finden,
nicht umherziehend in Freiwasser.
=> längeres Vorfach, spärlichere, helle Fliege, grundnah um vermeidliche Unterstände herum gefischt.

Als Beispiel für spezielles Fliegenbinden bei Streamern:
Für trübe Tage und/oder trübes Wasser [Bsp.: PeterRoss oder Alexandra],
etwas voller gebundene Fliege,
mit ein zwei Fasern fluoreszierendes CrystelFlash oder aber fluoreszierende Rubberlegs,
längs, auf der Fliegenunterseite, eingebunden.

Sicher, es gibt eine Rubrik die sich speziell mit dem Fliegenbinden befasst,
aber ich möchte es hier mehr unter dem Aspekt "Fliegenfischen-Praxis & Technik"
verstanden wissen.

Würde mich freuen wenn jemand aus dem Forum hier mit einsteigt.

Eine Erfahrungsaustausch, gerade aus verschiedenen Regionen und von verschiedenen Gewässern,
könnte sehr interessant werden.
Freundlicher Gruss, Martin

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greypanther
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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von greypanther »

Hallo Martin,

was Du ansprichst ist ein weites, ein sehr weites Feld an, auf dem es imho bisher keine gesicherten Erkenntnisse gibt, ob und wie sich solche "atmosphärischen" Bedingungen auf die Aktivität und Beißwilligkeit der Fische überhaupt kausal auswirken.

Zunächst einmal zum Thema trübes bzw. angetrübtes Wasser, das m.E. leichter abgehandelt sein dürfte als das Thema Licht
Ich habe da eine recht einfache Lösung für solche Situationen (übrigens auch für kaltes Schnee-Tauwasser im zeitigen Frühjahr): ganz schwarze Fliegen bzw. Streamer. Die Sache hat allerdings eine kleine Komplikation, denn Schwarz ist nicht gleich Schwarz! Schon Kingsmill Moore, der berühmte irische fliegenfischende Richter, hat zu seiner Zeit bei der Entwicklung seiner (auch heute noch!) außerordentlich erfolgreichen "Kingsmill"-Fliege mit verschiedenen schwarzen und schwarz gefärbten Materialien herum experimentiert. Er konnte feststellen, dass manche "schwarze" Materialien nicht wirklich schwarz sind, d.h. alle Wellenlängen des eingestrahlten Lichts absorbierten, sondern, insbesondere im Infrarotbereich, stark reflektierten und so unter bestimmten Lichtverhältnissen grau anstatt schwarz erschienen. Zu den wirklich schwarzen Materialien zählt unter anderem Fibern von der schwarzen Straußenfeder (aus der auch dann der Körper der "Kingsmill" gebildet wurde). Ich denke hier bietet sich jedem genügend Raum für ausführliche Versuche. Meine Lösung bisher für unsichtiges Wasser: Kingsmill oder Streamer mit schwarzem Körper, schwarzer Zonkerstreifen und schwarze Kopfhechel. Einziger "Zierrat" ist das Silbertinsel mit dem ich den Zonkerstreifen fest lege.

Das Thema Licht hingegen ist viel mehr "ätherisch" und schwerer zu fassen.
Ich hatte durch einen glücklichen Zufall die Möglichkeit über viele Jahre hinweg fast jeden Tag der Saison an großen irischen Seen die Driftfischerei zu betreiben und in klaren, flachen und steinigen Lachs- und Forellenflüssen fischen zu dürfen. Diese breite Erfahrungsbasis hat mir ermöglicht zwar keine in Stein gemeißelten Regeln, so doch gewisse (manchmal grobe) Faustregeln für mich heraus zu finden.
Was das Thema Helligkeit angeht, so habe ich praktisch immer besser gefangen wenn starke Bewölkung herrschte oder ab Sonnenuntergang bis in die tiefe Nacht hinein. Insbesondere bei der Nachtfischerei spielte die Farbe der Fliege überhaupt keine Rolle; reinweiß oder total schwarz war unerheblich. Lediglich die Silhouette der Fliege musste stimmen: massiger Chenillekörper, Hennenhechel und Flügel aus Trappen- oder Eulenfedersegmenten, das war der Schlüssel zum Erfolg.
Blauer Himmel mit grellem Sonnenschein war (und ist) extrem unproduktiv. Aber, an schattigen Stellen konnte man immer noch mit den üblichen Fliegenmustern vereinzelt Fische fangen.
Der Supergau jedoch war immer gegeben, wenn polarisiertes Licht (erzeugt durch deine hohe Bewölkung, Nebel oder Nieselregen) vorherrschte.
Insbesondere auf dem Stillwasser, wo Licht neben dem Wind der entscheidende Faktor für den Fangerfolg darstellt, aber auch beim Meerforellen- oder Lachsfischen im Fluss, waren solche Bedingungen absolut "tödlich". Ich persönlich habe bis dato noch keinen Weg gefunden (Fliegenfarbe und -größe, Vorfachart und -stärke), unter solchen widrigen Bedingungen doch noch zum Erfolg zu kommen. Meine Lösung des Problems war bisher keine fischereiliche: Pub und ein kühles Guinness! :-D \:D/
Abschließend sei noch bemerkt, dass naturlich nicht feststeht, ob der Einfluss der "atmosphärischen" Bedingungen auf den Fangerfolg direkt statt findet oder das unterschiedliche Beißverhalten von der jeweils speziell herrschenden Wettersituation, bedingt durch Luftdruck und Temperatur, erzeugt wird. Nach jahrelangen Versuchen, hier eine Antwort zu finden, habe ich irgendwann frustriert aufgegeben.
Vielleicht hat jemand hier bessere Antworten anzubieten. Bin wirklich gespannt.


edit:
Eines möchte ich noch ergänzen. Meine besten Fangerfolge habe ich fast immer erzielt, wenn die Lichtverhältnisse so waren, dass man - ohne Polbrille - nicht weit ins Wasser sehen konnte (also möglichst wenig polarisiertes Licht vorhanden war). Das sind imho die idealen Bedingungen zum Fliegenfischen, egal auf welche Spezies.
Gruß
Klaus


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Martin 1960
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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von Martin 1960 »

Hallo Klaus,
einen guten Tag wünsche ich Dir.

Intressant zu lesen:
greypanther hat geschrieben: Die Sache hat allerdings eine kleine Komplikation, denn Schwarz ist nicht gleich Schwarz!
Habe ähnliche Erfahrung gemacht, allerdings eher intuitiv als bewusst.
Ein schwarzes Marabou, war einfach "fängiger" als schwarze Sattelhecheln,
deswegen habe ich immer etwas schwarzes Marabou mit eingebunden, gerade bei Nachtfliegen.

Meine Theorie ist, dass Fische, bei strahlendem Sonnenschein und daraus resultierenden Schatten am Grund,
von jagen Vögel (Topfressfeinden) ausgehen, und deswegen in Unterständen bleiben.

Werde mir Deinen Beitrag noch einmal in Ruhe durchlesen,
heute Morgen ist die Zeit zu knapp.

Bis dann ... .
Freundlicher Gruss, Martin

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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von Martin 1960 »

Hallo Klaus,
einen guten Tag wünsche ich Dir.

So, nun ist Wochenende und ich finde etwas Zeit für diesen Thread.
greypanther hat geschrieben:Was das Thema Helligkeit angeht, so habe ich praktisch immer besser gefangen wenn starke Bewölkung herrschte oder ab Sonnenuntergang bis in die tiefe Nacht hinein
.

Meine Erfahrung ist sehr ähnlich, trübes Wetter => gute fangerfolge,
sehr helle Bedingungen => schlechte bis keine Fangerfolge.
Meine Theorie ist, dass Fische, bei strahlendem Sonnenschein und daraus resultierenden Schatten am Grund,
von jagen Vögel (Topfressfeinden) ausgehen, und deswegen in Unterständen bleiben.
In fließendem Wasser:
Bei solchen Bedingungen mußte ich die Fliege fast direkt vor den Unterständen plazieren,
und das oft mehrmals, um den Fisch zum Anbiss zu verleiten
oder aber tief unten in Gumpen.
Diese Taktik erzeugt aber eben auch oft Hänger,
dummer Weise fische ich dann auch noch mit dünnem Vorfach.

In tiefen Seen konnte ich auch bei strahlendem Sonnenschein Fische fangen.
[Was ja meine Theorie mit den Schatten irgendwie bestätigt],
die Fische tummeln sich in und um die Sprungschicht herum.

Dort waren dann helle Fliegen, mit "Farbtupfern" im hinteren Bereich (fluo Gelb oder Fluo Orange), fänging.
Freundlicher Gruss, Martin

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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von greypanther »

Lieber Martin,

die Theorie mit den Prädatoren, die bei Sonne besser sehen können, scheint mir nicht ganz so plausibel.
Zumal ich - in ganz seltenen Fällen - beim Driftfischen, also "top of the water", auf einem See auch bei Knallsonne hervorragend gefangen habe. Solche Tage sind aber mehr als selten.
Trotzdem beweist das, dass die Beißfreudigkeit der Fische nicht nur durch das Licht beeinflusst wird. Es müssen auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Welche? Ich habe keine Ahnung, selbst nach Jahrzehnten der intensiven Beschäftigung mit der Materie.
Gruß
Klaus


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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von Martin 1960 »

Hallo Klaus,
einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.

Also meine Therorie ist folgende,

Von klein auf haben Fische Vögel als Fressfeinde,
und Schatten am Grund deuten die Fische als potetiellen jagenden Vogel (Fressfeind).
Es ist wohl auch egal ob Fische jetzt über die Jahre gross geworden sind, das Verhalten bleibt.

In Bächen und Flüssen, sowie im Uferbereich im Meer, macht sich das Schattenspiel bei Sonnenschein bemerkbar,
Fische bleiben "in" oder "nah", ihren Einständen oder verschwinden in tiefes Wasser.

In tiefen Seen gibt es ja kein Schattenspiel, deswegen kann man auch bei Sonnenschein Fische fangen.

Auch beim Watfischen im Meer, kann man bei Sonnenschein Erfolg haben.
Meine Takti dann: man muß im Tiefen Wasser (z.Bsp. Rinnen) und über "Leopardengrund" bzw. Seegraswiesen fischen,
und dabei potentielle Einstände abfischen.

Klappt nicht immer, aber eben gelegenlich.

Naja, Ausnahmen bestätigen die Regel, Welse sind da schon speziell,
die drehen irgendwann den Spiess um. :badgrin:
Freundlicher Gruss, Martin

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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von greypanther »

Hi Martin,

Deine Theorie scheint auf den ersten Blick plausibel zu sein. Ich möchte jedoch ein paar Beobachtungen aus meiner Erfahrung anführen, welche nicht in dieses Schema passen bzw. ihm sogar widersprechen.
1. die schlimmsten Prädatoren (von außerhalb des Wassers) für Fische in unseren Breiten - Fischreiher, Fischotter und Kormoran (ich denke den Fischadler können wir wegen seiner Seltenheit mal außen vor lassen) - werfen beim Jagen keinen (beweglichen) Schatten. Der Reiher steht still und lauert auf seine Beute, der Kormoran und der Otter, wie wir alle insbesondere beim Kormoran leidvoll erfahren müssen, tauchen und jagen ihre Beute unter Wasser, befinden sich also auf gleicher Höhe mit der Beute.
2. an sehr sonnigen Tagen beobachte ich immer wieder (zumindest an unseren Bächen), dass Fische praktisch nur im Schatten der überhängenden Bäume zu fangen sind. An den besonnten Abschnitten herrscht hingegen totale Ebbe. Also suchen die Fische an solchen Tagen doch offensichtlich geradezu den Schatten. Hinzu kommt, dass Fliegenschnur und Vorfach in hellem Sonnenlicht starke Brechungs- und Beugungserscheinungen auslösen, welche von den Fischen viel deutlicher als Warnsignal wahr genommen werden als Leine und Monofil selbst.
3. beim Driftfischen passiert es immer wieder, dass gehakte Fische, ob Lachs, Mefo oder Brownie, unter das Boot flüchten in den Schatten, in die vermeintliche Deckung.

Daher vermute ich, dass Fische eher geneigt sind, an sehr sonnigen Tagen eher aktiv den Schatten zu suchen. Eine Erklärungsmöglichkeit sehe ich auch in der Tatsache, dass Fische ja keine Augenlider haben und so ihre Augen schutzlos dem grellen Sonnenlicht ausgesetzt sind. Sie ziehen sich daher an solchen Tagen in den Schatten zurück bzw. suchen in Seen tiefere Wasserschichten auf.
Ein einzelner (oder einige wenige), sich bewegender Schatten, hingegen "interpretieren" die Fische sicherlich in dem von Dir geschilderten Sinne und flüchten in Panik. Die Nervosität und Scheu der Fische an hellen Tagen ist ja auch uns Fischern nur zu gut bekannt.

Dir auch noch einen schönen Restsonntag.
Gruß
Klaus


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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von webwood »

Eine Erklärungsmöglichkeit sehe ich auch in der Tatsache, dass Fische ja keine Augenlider haben und so ihre Augen schutzlos dem grellen Sonnenlicht ausgesetzt sind.
Lieber Klaus,

deine Erklärung leuchtet ein, andererseits könnte ich schon oft Karpfen beim "Sonnenbaden" beobachten. Das liese sich so erklären, dass die Karpfen ihre Nahrung nicht mit den Augen suchen und somit schlechter sehen als Salmoniden. Andererseits glaube ich, dass Aitel (das ist kein Salmonide, ich weiß) das Sonnenlicht sehr egal ist und Äschen findet man öfters bei sehr klarem Wasser in geradezu erstaunlich flachem Wasser. Renken, die ebenfalls sehr große Augen haben, sind im zeitigen Frühjahr auch bei praller Sonne in Ufernähe zu fangen. Ich glaube daher, dass das Deckung suchen weil die Sonne blendet, zumindest nicht der einzige Grund sein dürfte, ein schattiges Plätzchen aufzusuchen.

TL

Thomas
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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von greypanther »

Eben, lieber Thomas. Die Verwirrung ist komplett!
Deshalb, ich geh' fischen und wenn's beißt freue ich mich, wenn nicht, genieße ich das Fischen und die Natur. Ein wenig Ungewissheit muss schon sein, oder?
Gruß
Klaus


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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von Martin 1960 »

Hallo Klaus,
schönen Sonntag Abend wünsche ich Dir.

Hast ja recht, fischen gehen und den Tag geniessen,
so ein Fischhirn bis ins Detail zu analysieren, wir eh schwer.

Eigendlich schade, dass nicht noch andere Forumsteilnehmer mit in diese Thread eingestiegen sind.
Ist doch sehr intressant die Erfahrungen der Kollegen zu lesen.
Freundlicher Gruss, Martin

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Hans.
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Re: Lichtverhältnisse und Fangerfolg

Ungelesener Beitrag von Hans. »

Hallo,
an meinem Forellenflüßchen mache ich seit Jahren die Erfahrung, dass klares Wasser, Windstille und volle Sonne dazu führt, dass sich die Fische allesamt verkrümeln. Es sieht dann immer so aus, als wäre dort niemals auch nur ein Fisch gewesen. Fangerfolg = Null.
Wird unter gleichen Bedingungen das Wasser ständig von Wind gekräuselt, sieht es gleich viel besser aus. Die von Bäumen und Büschen gewehten Insekten werden von den Forellen gejagt und größere Fliegen gut genommen.
Klares Wasser, Windstille und Wolken ist auch gut.
Wenn nach einer Trockenperiode nach einem starken Regenguss das Wasser steigt und leicht angetrübt ist, steigt die Chance auf einen richtig guten Fisch. Da kommen sie alle wieder aus ihren Löchern und auch die Großen scheinen mitzumischen, die sonst sehr vorsichtig sind.
Mit gänzlich trübem Wasser habe ich keine Erfahrung, da ich das nur selten erlebe.

Das wäre es von meiner Seite,
Gruß,
Hans
Man muss nicht alles mitmachen...
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