jeden Abend wenn ich mich schlafen lege denke ich ans Fliegenfischen, dass beruhigt mich und lässt mich jede Sorge vergessen. Träume ich doch dann von perfekten tänzerischen Würfen, traumhaften Fischen und den perfekt selbstgebundenen Fliegen.
Gestern Abend dachte ich über den Bachflohkrebs nach und irgenwie hielt mich das wach
Es drehte sich um die Fortbewegungsart die er nutzt, die ist doch sehr außergewöhnlich. Ich habe mir heute einige Videos auf YouTube zu dem Thema angesehen und das bestätigte meine eigenen Beobachtungen. Der Bachflohkrebs hat überhaupt kein konstantes Schwimmverhalten. Er schwimmt mal auf der Seite, mal auf dem Rücken, mal gerade oder er zuckt nur kurz an um dann wie völlig erschöpft für eine bis fünf Sekunden "Tot" abzutreiben um wieder nach einem völlig wirren Muster durchzustarten.
Das selbe konnte ich beobachten als ich vor zwei oder drei Jahren mit einem Kinderkescher alle möglichen Wasserinsekten aus meinem heimischen Fluss fing und sie in einen weißen Eimer tat um diese besser beobachten zu können ... alles was da kreuchte und fleuchte schwamm irgendwie "normal" nur die Bachflohkrebse nicht. Ich dachte anfangs diese würden wegen dem Eimer immer im Kreis schwimmen, aber so war es nicht denn beim genaueren hinsehen, sah ich das sie auch manchmal gerade und wie oben beschrieben schwammen.
Woher auch immer das Verhalten kommt, es dürfte sehr auffällig für Fische sein. Und das Bachflohkrebse für fast jeden Fisch eine nahrhafte und wahrscheinlich leckere Beute sind ist wohl jedem bekannt.
Jetzt stellte ich mir die Frage wie man diese wohl am besten als Imitation mit der Fliegenrute präsentiert.
Strömungsgerecht abtreiben lassen?
Die Deaddrift ohne Zutun abwarten?
Oder doch dabei leicht anstrippen?
Und am Ende in kurzen unregelmäßigen Zügen einstrippen?
Es gibt wohl viele Möglichkeiten ... und ich glaube die meisten Bisse habe ich beim (in schnellen einen cm kurzen) einstrippen bekommen.
Aber diese eben typischen kreisförmigen oder elyptischen Bewegungen bekommt man auf diese Art nicht wirklich hin.
Nun kam mir ein Gedanke, den will ich kurz beschreiben.
Zum Nymphenfischen benutze ich grundsätzlich durchgehendes Monofil und kein konisch verjüngtes da die Nymphe so schneller und gleichmäßiger absinkt. Wenn ich nun ein solches Vorfach von ca. 1,5m länge nehme und daran ein recht steifes Stück, sagen wir 0,28er Fluorocarbon von 10 - 15cm länge binde das mit Absicht den sogenannten Memoryeffekt aufweist, dann ergibt sich unter Zug daraus ein Spirale für dieses Stück. Daran binde ich dann wieder ein Stück von vielleicht 10 bis maximal 20cm länge meines gleichstarken Vorfachs und daran die Nymphe .............. dann müsste diese doch je nach stärke des Zuges rotieren oder? Und wenn das ganze dann noch eingestrippt wird, sich im Kreise zuckend fortbewegen.
Nach meiner Theorie könnte das dem "natürlichen" Schwimmverhalten eines Gammerus sehr nahe kommen, und somit deutlich attraktiver sein.
Und sich die von mir jetzt einfach mal sogenannte "Bensche Methode" nennen
Versteht ihr die Beschreibung und könnt sie nachvollziehen???
Was mach ich mit dem wohl aufkommenden Drall?
Miniaturwirbel mit einbinden? Die helfen eh nicht oder?
Oder habt ihr eine gänzlich andere Idee für die "perfekte" Präsentation eines Gammerus?






