folgende Beobachtung habe ich an einem Fluss in Kärnten gemacht:
Ich fand dort unter geeigneten Steinen (flach, groß und mit Hohlraum darunter) oftmals Köcherfliegenlarvengehäuse vor. Die Tiere waren in Klein- und Kleinstkolonien vorhanden. Folgendes unterschied sie von den mir bekannten Arten bzw. bis dahin vorgefundenen Arten in unseren Breiten bzw. den Gewässern die ich bis dato gefischt habe:
1. die Tiere waren (durch ihr Gespinst?) am Hinterende fest mit dem Stein "verbacken".
2. der Köcher war komplett geschlossen. Die Köcher, die ich offen vorfand waren "leer".
Normalerweise kenne ich Köcherfliegenarten, bei denen die Larve aus ihrer "Wohnung" herausschauen. Halt suchen sie dabei mit ihren Beinchen. Ab und an tragen sie ihren Köcher auch krabbelnd durch die Gegend. Folgende Fragen tun sich mir da auf:
1. war das komplett verschlossene Gehäuse einer "Entwicklungsstufe".....wie dem Puppenstadium geschuldet?
2. wie ernährt sich das Tier innerhalb des geschlossenen Gehäuses. Kommt genug Wasser dadurch, welches dann filtriert wird?
Bestimmungsmäßig kann ich da (auch aufgrund mangeldem Bildmaterials) wohl nicht viel erwarten. Aber um konkretere Aussagen möglich zu machen möchte ich diese Funde mal kurz beschreiben:
Die Gehäuse sind rund und in der Regel zwischen 2 und 3 Zentimeter lang. Sie bestehen aus grobem Sand bzw. feinstem Kies. Der Durchmesser dürfte bei 0,6-0,8 Zentimeter liegen. Aus Neugier habe ich eines mal geöffnet und habe eine relativ große Puppe vorgefunden, die ein wenig (von Größe und Farbe her) an eine Bienenmade erinnerte. Der Leib war gelblich und die späteren Flügel etwas bräunlicher wie der Rest.
Wie gesagt.......ich habe keine Köcher vorgefunden, bei denen die Larven (wie sonst gewohnt) herausgelugt haben.
Bin mal gespannt was die Entomologen unter euch dazu sagen können.
Gruss
Detlef
P.S.: Eigene Recherchen legen den Verdacht nahe das es sich um eine Art der Limnephilidae gehandelt haben könnte. Daneben waren auch Gehäuse aus der Gruppe der Glossosomatidae vorhanden. Diese sind an ihren schildkrötenartigen Gehäusen ja recht gut zu identifizieren. Wie gesagt es geht sich mir hier in erster Linie um die "abgeschlossenen Häuser"






