Hallo,
seit Jahren verwende ich Orvis Haken. Nicht weil die vielleicht besonders gut sind, mein Händler führt sie eben.
Auf den Tüten steht "Chemically Sharpened Hooks" Google gibt auch nichts Rechtes her, außer Werbung wie toll chemisch geschärfte Haken von Fa. X, Y oder Z sind.
Was beutet nun" chemisch geschärft" und wie funktioniert das chemische Schärfen technisch? Ist zwar eher eine Schonzeitfrage, aber mir ist dieser Hinweis nun gerade eben beim Binden aufgefallen und so frage ich eben mal.
TL
Thomas
Chemisch geschärfte Haken?
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Re: Chemisch geschärfte Haken?
Hi Thomas,
spezielle Literatur zur chemischen Schärfung von Angelhaken habe ich bis jetzt auch noch nicht gefunden. Aber, die Methode dürfte sich nicht wesentlich unterscheiden von derjenigen mit der man Schneidewerkzeuge mittels chemischer Behandlung schärft.
Prinzipiell läuft das so ab: zunächst wird das zu schärfende Material mechanisch grob vorgeschärft. Das "Feintuning" der Schneide bzw. Spitze (bei Haken etc.) erfolgt dann durch Eintauchen in eine Elektrolyt-Lösung bestehend aus Phosphorsäure, Schwefelsäure, Netzmittel zur Reduktion der Oberflächenspannung, Ethanol und Wasser. Genaue Zusammensetzung und Behandlungsdauer sind sicher Betriebsgeheimnisse der Firmen. Bei richtiger Behandlung ätzt die Säure gerade so viel von der Metalloberfläche, dass eine buchstäblich nadelscharfe Spitze entsteht, ohne dass diese mechanisch (Schleifmaschine etc.) zu stark strukturell belastet wurde.
Wenn Du Dir das Lesen antun willst, so findest Du hier eine Sammlung von relevanten US-Patenten zu dem Thema.
spezielle Literatur zur chemischen Schärfung von Angelhaken habe ich bis jetzt auch noch nicht gefunden. Aber, die Methode dürfte sich nicht wesentlich unterscheiden von derjenigen mit der man Schneidewerkzeuge mittels chemischer Behandlung schärft.
Prinzipiell läuft das so ab: zunächst wird das zu schärfende Material mechanisch grob vorgeschärft. Das "Feintuning" der Schneide bzw. Spitze (bei Haken etc.) erfolgt dann durch Eintauchen in eine Elektrolyt-Lösung bestehend aus Phosphorsäure, Schwefelsäure, Netzmittel zur Reduktion der Oberflächenspannung, Ethanol und Wasser. Genaue Zusammensetzung und Behandlungsdauer sind sicher Betriebsgeheimnisse der Firmen. Bei richtiger Behandlung ätzt die Säure gerade so viel von der Metalloberfläche, dass eine buchstäblich nadelscharfe Spitze entsteht, ohne dass diese mechanisch (Schleifmaschine etc.) zu stark strukturell belastet wurde.
Wenn Du Dir das Lesen antun willst, so findest Du hier eine Sammlung von relevanten US-Patenten zu dem Thema.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)






