in einem bayerischen Fluss haben zwei Fliefi-Freunde und ich diesen kräftigen Fisch entdeckt, bei dem es sich um eine ca. 50 cm lange Barbe handelt - und das ist hier keineswegs ihr Schatten: Die Barbe ist wirklich rabenschwarz.

Man denkt natürlich gleich an einen erblindeten Fisch. Im selben Gumpen stand freilich noch eine etwas kleinere Barbe, die ebenfalls schwarz war. Und einhundert Meter weiter eine dritte gleichfarbige, wiederum in der Klasse von ca. 50 cm.
So recht kann ich mir diese Laune der Natur nicht erklären. Weiß jemand Rat? Gibt es vielleicht eine ansteckende Barben-Erkrankung, die zu Blindheit führt?
Ich würde mich freuen, wenn jemand etwas wüsste!
Die Schwarzfärbung war freilich nicht das einzige merkwürdige Detail dieser Fischbeobachtung. Fotografieren ließ sich das aufgrund der Spiegelungen leider nicht - aber diese schwarze Barbe, an die ich sehr nahe herangekommen bin, wurde regelrecht bekuschelt von zwei starken Forellen. Eine große Bachforelle und eine Regenbogenforelle (von der ich ganz genau weiß, dass sie 44 cm lang ist, eine 8er Stimulator für eine gute Zwischenmahlzeit hielt und sich zur Stunde in unserem Kühlschrank befindet) haben sich buchstäblich bis auf Schuppenkontakt an die Barbe gedrängt. Kaum hatte ich die 44er gefangen (die einen ganz schönen Tanz im Gumpen veranstaltet hat), stand die ungefähr gleichgroße Bachforelle wieder neben der Barbe, als sei nichts geschehen. Die Barbe selbst hat ihren Standplatz gar nicht verlassen, was den Blindheitsverdacht unterstützt. Immerhin erahnen kann man die Bachforelle auf diesem zweiten Bild. Nachdem sie von unserer Anwesenheit zwischenzeitlich vergrämt war, kehrt sie hier zur Barbe zurück:

Wenn ich nicht gleich zwei Forumsmitglieder als Zeugen hätte, würde ich wahrscheinlich gar nicht wagen, danach zu fragen - ob nämlich jemand diesen "Barben-Escort-Service" von Forellen weiß bzw. die Gründe dieses Verhaltens kennt.
Euer Frank






