bis vor kuzen war ich der Meinung, unsere einheimischen Bachforellen würden sich ab dem laichfähigen Alter zu 100% am Laichgeschäft beteiligen.
An meinem letzten Angeltag Anfang Oktober machte ich jedoch eine andere Entdeckung, die mich doch etwas an meiner Überzeugung zweifeln lässt.
Ich fing auf Streamer eine sehr gut abgewachsene Bachforellenrognerin (47cm/1350g). Da die BF im Kiemenbogen verletzt war und auch stark blutete, entschloss ich mich den Fisch zu entnehmen.
Da ich die BF eindeutig als weiblich einstufen konnte, tat mir dies besonders leid. Die meisten weiblichen BF müssten zu dieser Zeit schon starken Laichansatz zeigen. Bei dieser sah der Laichansatz wie kurz nach der Schonzeit aus. Da die Bachforellen in dem Bach zwischen Anfang November bis Ende Dezember ablaichen, müsste der Laichansatz wesentlich ausgeprägter gewesen sein.
Eigentlich entnehme ich ab Spätsommer so gut wie keine BF mehr und somit fehlen mir hier auch die Erfahrungswerte.
Sollten Temperaturveränderungen oder verminderter Nährtiereintrag hier die Ursache sein?
Oder nehmen sich unsere Bachforellen einfach nur eine Auszeit vom jährlichen Liebesspiel.
Bei Lachsen und Meerforellen hat man ja schon öfter von sogenannten Überspringern gehört.
Bei unseren einheimischen Bachforellen ist mir darüber nichts bekannt.
Vielleicht kann jemand etwas zu diesem Thema beitragen.
Tight Lines, Frank






