Bach- und Regenbogenforellen
Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth
- Bäschwatz
- Beiträge: 871
- Registriert: 23.08.2009, 19:52
- Wohnort: Dieburg
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 59 Mal
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Hi Daniel
Gegenseitig verdrängen kann sein, muß aber nicht.
Meine Beobachtungen sind dahingehend das die großen Regenbogenforellen eher das langsame tiefere Wasser suchen, die Bachforellen eher im schnellem Wasser zu finden sind.
Auch bei uns ist der Besatz mit den Exoten untersagt. Ich hoffe das es dabei bleibt. Stehende Gewässer mal ausgenommen.
Lieber nur ein paar Bachforellen pro Jahr, als die Kühltruhe voll mit den Futterkalkmutanten.
Gruß Thilo
Gegenseitig verdrängen kann sein, muß aber nicht.
Meine Beobachtungen sind dahingehend das die großen Regenbogenforellen eher das langsame tiefere Wasser suchen, die Bachforellen eher im schnellem Wasser zu finden sind.
Auch bei uns ist der Besatz mit den Exoten untersagt. Ich hoffe das es dabei bleibt. Stehende Gewässer mal ausgenommen.
Lieber nur ein paar Bachforellen pro Jahr, als die Kühltruhe voll mit den Futterkalkmutanten.
Gruß Thilo
- gespliesste
- Beiträge: 1405
- Registriert: 02.01.2008, 23:49
- Wohnort: Berlin
- Hat sich bedankt: 56 Mal
- Danksagung erhalten: 266 Mal
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Hallo,
tendenziell bin ich auch eher gegen den Besatz mit dem "Sportfisch" Regenbogenforelle und für die heimische Bachforelle und halte die Vorgaben hier in Baden-Würtemberg für durchaus sinnvoll. Wie Jürgen schon gesagt hat, halten sich da aber nicht alle dran, ich kenne da selbst Beispiele.
Regenbogenforellen kommen aus den USA und das natürliche Vorkommen belief sich selbst dort nur westlich des Mississippi. Sind aber heute weltweit verbreitet.
Regenbodenforellen lieben das Licht, Bachforellen brauchen vor allem im fortgeschrittenen Alter Unterstände. Nach meiner Erfahrung ist ein gemeinsames Vorkommen kein Problem. In Slowenien werden ja zum Erhalt der Marmorata seit vielen Jahren nur noch Regenbogenforellen besetzt und trotzdem gibt es immer noch Bachforellenbestände. In den USA findet man mittlerweile an den meisten Gewässern beiden Arten, die haben sich die "german brown trout" eingeschleppt, da sie bei den Anglern hoch im Kurs steht.
Bei der derzeitigen Kormoransituation macht es den meisten Gewässern in Mitteleuropa nach meiner Meinung zur Zeit wohl kaum einen Unterschied. Wir haben die letzten Tage an den von uns befischten Gewässern mal wieder die traurige Kormoranbilanz des Winters realisiert. Die 2 Wochen Kälteperiode an denen die meisten Seen zugefroren waren haben gereicht.
Wenn die Salmonidenbestände Jahr für Jahr nahezu ausgelöscht sind und praktisch der gesamte Bestand nachbesetzt wird, wird sich auch keine natürliche Reproduktion einstellen und dann bringen auch eine freiwillige Selbstbeschränkungen der Angler nichts. Wenn bis zu 50 Vögel in 5m breite Bäche einfallen, ist nicht viel zu retten. Selbst die Anwohner sprechen einen ja schon am Fluss an was den da los wäre und das sie so ein Schauspiel noch nie gesehen hätten.
Bei der jetzigen Situation haben wir in den meisten Jahren (je nach Winter) praktisch einen jährlichen Komplettaustausch des Salmonidenbestandes. Wenn das so bleibt könnten wir auch ruhigen Gewissens die Schonzeiten abschaffen ...
Solange in der Praxis fangfähige Fische nachbesetzt werden und sie so oder so den Winter nicht überleben, macht es für mich eigentlich keinen Unterschied ob es Regenbogen- oder Bachforellen sind.
Das geht natürlich nicht ewig gut, wenn der Besatz ständig aus Nachzuchten kommt und im Fluss selber keine Reproduktion mehr stattfindet. Auf Dauer bedeutet das einen massiven Verlust der genetischen Vielfalt. Bachforellenstämme waren in Deutschland vor dem Kormoran durchaus unterschiedlich, das scheint mir immer mehr zu verwässern.
)
LG,
Olaf
tendenziell bin ich auch eher gegen den Besatz mit dem "Sportfisch" Regenbogenforelle und für die heimische Bachforelle und halte die Vorgaben hier in Baden-Würtemberg für durchaus sinnvoll. Wie Jürgen schon gesagt hat, halten sich da aber nicht alle dran, ich kenne da selbst Beispiele.
Regenbogenforellen kommen aus den USA und das natürliche Vorkommen belief sich selbst dort nur westlich des Mississippi. Sind aber heute weltweit verbreitet.
Regenbodenforellen lieben das Licht, Bachforellen brauchen vor allem im fortgeschrittenen Alter Unterstände. Nach meiner Erfahrung ist ein gemeinsames Vorkommen kein Problem. In Slowenien werden ja zum Erhalt der Marmorata seit vielen Jahren nur noch Regenbogenforellen besetzt und trotzdem gibt es immer noch Bachforellenbestände. In den USA findet man mittlerweile an den meisten Gewässern beiden Arten, die haben sich die "german brown trout" eingeschleppt, da sie bei den Anglern hoch im Kurs steht.
Bei der derzeitigen Kormoransituation macht es den meisten Gewässern in Mitteleuropa nach meiner Meinung zur Zeit wohl kaum einen Unterschied. Wir haben die letzten Tage an den von uns befischten Gewässern mal wieder die traurige Kormoranbilanz des Winters realisiert. Die 2 Wochen Kälteperiode an denen die meisten Seen zugefroren waren haben gereicht.
Wenn die Salmonidenbestände Jahr für Jahr nahezu ausgelöscht sind und praktisch der gesamte Bestand nachbesetzt wird, wird sich auch keine natürliche Reproduktion einstellen und dann bringen auch eine freiwillige Selbstbeschränkungen der Angler nichts. Wenn bis zu 50 Vögel in 5m breite Bäche einfallen, ist nicht viel zu retten. Selbst die Anwohner sprechen einen ja schon am Fluss an was den da los wäre und das sie so ein Schauspiel noch nie gesehen hätten.
Bei der jetzigen Situation haben wir in den meisten Jahren (je nach Winter) praktisch einen jährlichen Komplettaustausch des Salmonidenbestandes. Wenn das so bleibt könnten wir auch ruhigen Gewissens die Schonzeiten abschaffen ...
Solange in der Praxis fangfähige Fische nachbesetzt werden und sie so oder so den Winter nicht überleben, macht es für mich eigentlich keinen Unterschied ob es Regenbogen- oder Bachforellen sind.
Das geht natürlich nicht ewig gut, wenn der Besatz ständig aus Nachzuchten kommt und im Fluss selber keine Reproduktion mehr stattfindet. Auf Dauer bedeutet das einen massiven Verlust der genetischen Vielfalt. Bachforellenstämme waren in Deutschland vor dem Kormoran durchaus unterschiedlich, das scheint mir immer mehr zu verwässern.
Solange aus Nachzucht fangfähig bestetzt wird, sind es wohl beides Futterkalkmutanten (auch wenn die Bachforellen schöner aussehenBäschwatz hat geschrieben:Lieber nur ein paar Bachforellen pro Jahr, als die Kühltruhe voll mit den Futterkalkmutanten.
LG,
Olaf
<< streamstalkin´ 24/7 >>
"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
- Gammarus roeseli
- Beiträge: 983
- Registriert: 06.07.2007, 19:52
- Wohnort: Oberpfalz
- Hat sich bedankt: 109 Mal
- Danksagung erhalten: 105 Mal
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Dani hat geschrieben: Die Pächter haben beschlossen jetzt anstatt Bachforellen Regenbogenforellen einzusetzen.
Man könnte auch ganz einfach sagen, um so Strukturreicher ein Salmonidengewässer ist, um so größer ist der Bestand an Bachforelle pro ha Wasserfläche in kg.gespliesste hat geschrieben: ... Bachforellen brauchen vor allem im fortgeschrittenen Alter Unterstände.
Das Problem, Strukturen (Biber) und Unterstände für Bachforellen müssen zur Gewässerunterhaltung regelmäßig vom Wasserwirtschaftsamt entfernt werden ….
Eigentlich (!!!) bleibt uns als Ersatz für die Bachforelle in unseren durch die Gewässerunterhaltung oft strukturarmen Salmonidengewässern nur noch die Regenbogenforelle oder Äsche, da diese bei weiten nicht so stark an Strukturen gebunden sind wie Bachf. Aber, verboten weil nicht heimisch oder die Vögel ….
LG
Christian
PS:
Man könnte auch ganz einfach sagen, die Regenbogenforelle ist neben der Äsche der richtige Fisch für Rückstaubereiche durch Wehre.Bäschwatz hat geschrieben: Meine Beobachtungen sind dahingehend das die großen Regenbogenforellen eher das langsame tiefere Wasser suchen, die Bachforellen eher im schnellem Wasser zu finden sind.
Rückstaubereiche werden von der Bachforelle auf Grund geringer Fließgeschwindigkeit eher gemieden. (So ein Rückstaubereich kann schnell mal 1km und mehr betragen, zumindest außerhalb des Alpenraums.)
-
Magallan
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Hallo Olav
Olav schrieb:
Da ich mich selbst in bescheidenen Rahmen mit dem Thema Oncorhynchus mykiss beschäftige, erlaube ich mir Deine Ausage betreffend des Verbreitungsgebietes der Regenbogenforelle zu ergänzen: Im Rio“Santa Domigo“ / Baja Califonia sind Oncorhynchus mykiss autochthon.
In Mexicos Sierra Madre Occidental finden sich alleine 10 Unterarten von O. mykiss.
Es sind allesamt nicht anadrome Arten, die allerdings in Sportfischereilicher Hinsicht( geringe Wachstumsgrösse und kurze Lebensdauer) keine Rolle spielen, allerdings tolle, farbenprächtige Fische.
Aber auch in den U.S.A wurden Oncorhynchus mykiss ausserhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes massiv Besetzt !
Siehe hier: http://www.issg.org/database/species/ec ... r=1&si=103
Gruß Heiko
Olav schrieb:
Regenbogenforellen kommen aus den USA und das natürliche Vorkommen belief sich selbst dort nur westlich des Mississippi. Sind aber heute weltweit verbreitet.
Da ich mich selbst in bescheidenen Rahmen mit dem Thema Oncorhynchus mykiss beschäftige, erlaube ich mir Deine Ausage betreffend des Verbreitungsgebietes der Regenbogenforelle zu ergänzen: Im Rio“Santa Domigo“ / Baja Califonia sind Oncorhynchus mykiss autochthon.
In Mexicos Sierra Madre Occidental finden sich alleine 10 Unterarten von O. mykiss.
Es sind allesamt nicht anadrome Arten, die allerdings in Sportfischereilicher Hinsicht( geringe Wachstumsgrösse und kurze Lebensdauer) keine Rolle spielen, allerdings tolle, farbenprächtige Fische.
Aber auch in den U.S.A wurden Oncorhynchus mykiss ausserhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes massiv Besetzt !
Siehe hier: http://www.issg.org/database/species/ec ... r=1&si=103
Gruß Heiko
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Hallo Leute,

@ Christian: bei uns gibts keine Biber ( noch nicht! )
Noch ne kurze Frage zwischendurch:
Wieso sieht man um diese Jahreszeit noch nicht mal ein Döbel?
@ Olaf : Gott sei dank das es bei uns nicht all so viele sind.Wenn bis zu 50 Vögel in 5m breite Bäche einfallen, ist nicht viel zu retten.
@ Christian: bei uns gibts keine Biber ( noch nicht! )
Noch ne kurze Frage zwischendurch:
Wieso sieht man um diese Jahreszeit noch nicht mal ein Döbel?
Gruß
Daniel
Daniel
-
Kami
- Beiträge: 130
- Registriert: 09.05.2011, 12:34
- Wohnort: Freiburg
- Hat sich bedankt: 55 Mal
- Danksagung erhalten: 9 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Ich habe dieses Jahr bisher auch kaum Fische gesehen, aber sie sind da. Ist auch noch sehr früh im Jahr.. Habe heute die erste Forelle auf eine Nymphe gefangen. Ich denke mal die verstecken sich noch, weil die Vegetation noch so rückständig ist und damit viele Rückzugsmöglichkeiten fehlen, um auch mal kurz rauszuschauen. Weiterhin fehlen natürlich noch die Insekten, die man von oder kurz unter der Oberfläche naschen könnte.Dani hat geschrieben:Und kann mir vlt jemand sagen wieso man um diese Jahreszeit keinen einzigen Fisch sieht?
Ich war heute an der Bühler zum fischen aber ich hab noch nicht mal ein Döbel zu Gesicht bekommen.
Und vielerorts ist das Wasser auch noch relativ angetrübt.
Grüße,
Amadeus
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Hallo Leute,
danke für die Antworten.
Leider konnt ich nichts damit erreichen.
Jetzt sind doch Regenbogenforellen eingesetzt worden.
Und meine Meinung steht fest.....
Bafos machen mehr spaß als Regenbogenforellen!
danke für die Antworten.
Leider konnt ich nichts damit erreichen.
Jetzt sind doch Regenbogenforellen eingesetzt worden.
Und meine Meinung steht fest.....
Bafos machen mehr spaß als Regenbogenforellen!
Gruß
Daniel
Daniel
-
koppenkitzler
- Beiträge: 60
- Registriert: 31.12.2010, 13:56
- Wohnort: Graz
- Danksagung erhalten: 39 Mal
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Wir haben in Österreich in sehr vielen kalten Voralpenflüssen und-Bächen selbstreproduzierende Regenbogenforellenpopulationen.
In der Mur zum Beispiel,dem Fluß mit der größten selbstreproduzierenden Huchenpopulation in Europa,gibt es wunderbare und starke Regenbogenpopulationen(neben den Äschen).
Aber auch in einigen kleineren Flüssen und Bächen gibt es hervorragende selbstreproduzierende Populationen.
Ich selbst hatte einen Bach gepachtet,der reich strukturiert und unreguliert ist.
Er beinhaltete etwa zu 50% Bachforellen,40% Regenbogen und 10%Äschen(Letztere stiegen von unten auf.)
Ohne Besatz mit nur geringer Entnahmequote....
Wir sind froh,daß wir Regenbogenforellen haben,vorausgesetzt sie sind keine infertilen Hybriden!!!
Sie sind wild,beständig,erreichen anständige Größen(über 70 cm) und sind kampfstark.
Meistens sind sie Frühjahrslaicher.
Daß die Bachforellenbestände hier zurückgegeangen sind ist nicht in der Regenbogenforellendominanz begründet,sondern vielmehr durch das stete Schwinden der Bachforellenstrukturen und die Staustufen bedingt.
In der Mur zum Beispiel,dem Fluß mit der größten selbstreproduzierenden Huchenpopulation in Europa,gibt es wunderbare und starke Regenbogenpopulationen(neben den Äschen).
Aber auch in einigen kleineren Flüssen und Bächen gibt es hervorragende selbstreproduzierende Populationen.
Ich selbst hatte einen Bach gepachtet,der reich strukturiert und unreguliert ist.
Er beinhaltete etwa zu 50% Bachforellen,40% Regenbogen und 10%Äschen(Letztere stiegen von unten auf.)
Ohne Besatz mit nur geringer Entnahmequote....
Wir sind froh,daß wir Regenbogenforellen haben,vorausgesetzt sie sind keine infertilen Hybriden!!!
Sie sind wild,beständig,erreichen anständige Größen(über 70 cm) und sind kampfstark.
Meistens sind sie Frühjahrslaicher.
Daß die Bachforellenbestände hier zurückgegeangen sind ist nicht in der Regenbogenforellendominanz begründet,sondern vielmehr durch das stete Schwinden der Bachforellenstrukturen und die Staustufen bedingt.
Zuletzt geändert von koppenkitzler am 21.12.2012, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.
- henkiboy
- Beiträge: 836
- Registriert: 09.04.2007, 22:41
- Wohnort: Viersen
- Hat sich bedankt: 29 Mal
- Danksagung erhalten: 74 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Hallo Koppenkitzler,
Gruss
Detlef
Kurze und knappe Frage: Wie begründest Du das? Traust Du dir eine verlässliche Einschätzung zu oder mutmasst Du einfach? Ich denke das auch "Regenbogenforellen" Staustufen nicht begrüßen!!!Daß die Bachforellenbestände hier zurückgegeangen sind ist nicht in der Regenbogenforellendominanz begründet,sondern vielmehr durch das stete Schwinden der Bachforellenstrukturen und die Staustufen.
Gruss
Detlef
Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat sich selbst zu beherrschen !
Albert Schweitzer
Albert Schweitzer
-
Olaf Kurth
- Moderator
- Beiträge: 3632
- Registriert: 28.09.2006, 12:32
- Wohnort: Klein-Montana
- Hat sich bedankt: 362 Mal
- Danksagung erhalten: 341 Mal
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Das habe ich schon gehört und kann vergleichbares aus unserer Region berichten, lieber Koppenfreund (Vorname!!!!).koppenkitzler hat geschrieben:Wir haben in Österreich in sehr vielen kalten Voralpenflüssen und-Bächen selbstreproduzierende Regenbogenforellenpopulationen.
In Farbe und Körperstruktur hat sich z.B. ein reproduzierender Regenbogenstamm dem Gewässer angepasst, d.h. die Fische sind besonders farbig und besitzen eine sehr gedrungene, hochrückige Form. Haben sich die RB bei Euch ebenfalls angepasst/verändert?
Das verstehe ich sehr gut, da ein anhaltendes Schwinden dieser Strukturen andere Faktoren (Verminderung der Fließgeschwindigkeit, Erhöhung der Wassertemperatur, Verchlammung vorhandener Laichhabitate, etc.) bedingt und die Lebensbedingungen der Bf. im Verhältnis zu denen der Rainis negativ verändert.koppenkitzler hat geschrieben:Daß die Bachforellenbestände hier zurückgegeangen sind ist nicht in der Regenbogenforellendominanz begründet,sondern vielmehr durch das stete Schwinden der Bachforellenstrukturen und die Staustufen.
Zumindest haben wir demnächst sehr eindrucksvolle "Dubbing-Lieferanten" in freier Natur:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 74168.html
Liebe Grüße,
Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
-
Zweihandwedler
- Beiträge: 275
- Registriert: 21.10.2008, 22:27
- Hat sich bedankt: 19 Mal
- Danksagung erhalten: 9 Mal
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Die Besatzregeln sind sehr Fehlerhaft,klingt eher nach Ablehnung/Befürwortung eigener Fischinteressen.Dani hat geschrieben:Hallo Leute,
ich hab da was über Besatz von Salmoniden gefunden wo ich ziemlich interessant fand.
http://www.amsaaleknick.de/Besatzregeln ... egeln.html
Solltet ihr euch mal anschauen.![]()
Und könnte mir vlt jemand eine Antwort auf meine frage geben würde mich echt Interessieren
MFG
Jürgen
Jürgen
-
koppenkitzler
- Beiträge: 60
- Registriert: 31.12.2010, 13:56
- Wohnort: Graz
- Danksagung erhalten: 39 Mal
Re: Bach- und Regenbogenforellen
Detlef:
Staustufen sind natürlich für alle Salmonidenarten ungünstig zu sein,tödlich sind vor allem die Stauraumspülungen.In der Mur sind nach den schweren Spülungen streckenweise 90% der Fische tot,am ärgsten hat es die Äschen erwischt......
Doch scheinen die Regenbogenforellen überhaupt besser mit Staustufen,höheren Wassertemperaturen(das ist sowieso bekannt) und weniger Wasserstrukturen zurechtzukommen.
In einem Seitenbach der Mur(Forellenregion Güteklasse I) war in einem großen Abschnitt die letzten 30 Jahre nichts besetzt worden.
Das heißt nur zu-und abwandernde Fische waren zugegen.
Auf etwa hundert Regenbogen kamen zwei-drei Bachforelllen und etwa die gleiche Menge Äschen.
Wenn ich Zeit habe stell ich euch gerne ein paar Bilder von unseren Wildregenbogen rein(oder ich eröffne besser einen neuen Beitrag)
Liebe Grüße aus der Huchenzone im Süden(ohne Huchenfang meinerseits bisher)
Bernhard
Staustufen sind natürlich für alle Salmonidenarten ungünstig zu sein,tödlich sind vor allem die Stauraumspülungen.In der Mur sind nach den schweren Spülungen streckenweise 90% der Fische tot,am ärgsten hat es die Äschen erwischt......
Doch scheinen die Regenbogenforellen überhaupt besser mit Staustufen,höheren Wassertemperaturen(das ist sowieso bekannt) und weniger Wasserstrukturen zurechtzukommen.
In einem Seitenbach der Mur(Forellenregion Güteklasse I) war in einem großen Abschnitt die letzten 30 Jahre nichts besetzt worden.
Das heißt nur zu-und abwandernde Fische waren zugegen.
Auf etwa hundert Regenbogen kamen zwei-drei Bachforelllen und etwa die gleiche Menge Äschen.
Wenn ich Zeit habe stell ich euch gerne ein paar Bilder von unseren Wildregenbogen rein(oder ich eröffne besser einen neuen Beitrag)
Liebe Grüße aus der Huchenzone im Süden(ohne Huchenfang meinerseits bisher)
Bernhard






