moin.
du solltest natürlich darauf aufpassen, dass eine solche Konstruktion von mehreren Haken an dem jeweiligen Gewässer erlaubt ist.
Ansonsten gibt es für mein Verständnis nichts was dagegen sprechen sollte - ich persönlich benutze diese Methode relativ häufig und hatte noch nie den Eindruck, dass das Vorfach der Nymphe Einfluss auf die Fehlbissquote an der Trockenen hat. Da man hier ja meist relativ leichte Vorfachstärken verwendet, sollte es auf jeden Fall weich genug sein, dass es nicht stört (es sei denn an der Nymphe hängt auch schon ein Fisch und spannt das ganze

).
Ich empfinde so ein Gespann besonders dann als sehr hilfreich, wenn gerade ein Insektenschlupf einsetzt (oder vor einiger Zeit begonnen hat) und nicht ganz klar ist, ob die Fische nun bevorzugt die Aufsteiger fressen oder bereits Lust auf die "Trockenen" haben. Mir ist es schon mehrfach so ergangen, dass die Fische anfangs die Nymphe oder den Emerger am sehr kurzen Vorfach hinter der Trockenfliege (20-30cm) genommen haben und dabei die manchmal Oberfläche durchbrochen haben. Etwas später haben Sie sich dann auf die geschlüpften Fliegen eingestellt und entsprechend häufiger die Trockene genommen. Wenn ich an dieser Stelle nur mit der Trockenen oder Nymphe gefischt hätte, hätte ich mich wohl entweder gewundert warum überall Fische steigen und meine Fliege nicht wollen oder den Zeitpunkt verpasst, wo die Trockene schon besser fischt. Falls du Jim Teeny Schnüre besitzen solltest - da war früher immer eine DVD dabei. An einer Stelle dieses Werbefilmchens zeigt einer der Guides genau diese Methode - da hab ich mir das ursprünglich mal abgeguckt...
Ausserdem gibt es manchmal Situationen, in denen ich mit Bissanzeiger schwerere Nymphen in dead drift fische und dann beim Menden oder Einstrippen der Schnur Bisse auf den Anzeiger bekomme. Hier hilf aber meistens eine Fliege als Ersatz für den Bissanzeiger nicht, da es oft die Größe und Farbe des Bissanzeigers ist, die die Fische reizt (ich fische meistens dicke Garnbüschel mit Ring/Schlaufe, wo das Vorfach eingeschlauft wird). Es sei denn du hast eine extragroße hässlich bunte Trockene dabei. Teilweise hab ich in solchen Situationen aus Frustration schon ein Stück oranges Garn um die Größte vorhandene "Foamulator" gebunden. Ich habe irgendwo sogar mal in einem Shop Garn-Bissanzeiger gesehen, die mit einem Haken ausgestattet waren (DAS ist mir dann doch zu stillos

)...
Prinzipiell bieten sich für diese Methode am ehesten größere, gut schwimmfähige Trockenfliegen wie Reh-/Elchhaarmuster. Ich nehme am liebsten Stimulator oder Foamulator je nachdem wie schwer die Nymphe ist. Bei sehr kleinen Nymphen reicht auch schonmal eine etwas größere CDC als Trockene aus. Ich binde das Nymphen-Vorfach immer einfach mit einem improved clinch knot (ich denke die meisten anderen Knoten gehen genauso) direkt in den Hakenbogen. Man muss nur etwas aufpassen, das einem der Knoten nicht vom Haken rutscht bevor man ihn festgezogen hat. So kann ich eine beliebige Trockene benutzen und muss mir nichts spezielles binden (lassen).
Gruß
Nerses