Es ist zwar schon ein wenig her, dennoch möchte ich Euch meinen bisher schönsten Fischerurlaub nicht vorenthalten:

Traum, Traum, Traum. So stell ich mir Alaska vor. Ein Fluss, ganz für uns allein.
Lange Jahre hat es gedauert, bis ich die Gelegenheit bekam, im Norden Alaskas auf den arktischen Saibling zu gehen.

Nördlich von Kotzebue sind wir gerade aus der Cessna gestiegen. Die Wolken hängen tief und Anfang September steht der Herbst in voller Pracht. Wir bauen das Camp auf und der erste rennt zum Fluss: Äschen von 50 cm und drüber! Auch am nächsten Tag fangen die Kollegen schöne Äschen - von den Saiblingen jedoch keine Spur.
Also brechen wir das Camp ab und es folgt ein Rudertag bei leichtem Regen und böigem Wind. Traumstellen werden passiert. Dort müssten doch Fische en masse sein und auf der Kiesbank viel Platz für die Zelte. Doch - wir fahren weiter und weiter. Dann, an der windigsten Stelle halten wir. Das kann doch gar nicht war sein? Hier Campen für die nächsten Tage?!

Nach Aufbau des Küchenzeltes heißt es: „Ruten frei!“
Etwas missmutig gehe ich ans Wasser. Zweiter Wurf, die Rute krümmt sich. Saibling, arktischer Saibling und was für einer! Der Bann ist gebrochen! Und weitere Fische folgen. Von dieser Stelle möchte ich nie wieder weg! Es folgen 5 Tage mit Traumfischerei bei super Wetter.

Die Saiblinge (in der Regel zwischen 60 und 80 cm) sind in recht ordentlicher Kondition und bieten guten Sport.


So sieht das ganze bei schönem Wetter aus.

Noch schöner ist nur ein männlicher Saibling in vollem Laichkleid.

Der einzige Silberlachs während unserer Reise biss auf den sehr erfolgreichen grünen Jig mit 3 Gramm, den man für die teilweise recht tief stehenden Fische benötigt. Das Werfen mit diesen Geschossen trübt den Spaß ein klitzekleinwenig. Da muss man sich erst mal daran gewöhnen, wenn man zuhause mit ner 3er fischt.
Petri Heil
Andreas






