WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
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Royal Coachman
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Hallo Hans !
Für mich ist der entscheidende Punkt, daß in der Öffentlichkeit nur das Image des Fischer, der alles mitnimmt besteht.
Davon gilt es einfach mit allen Mitteln ab zu rücken und da hilft es wenig, zu erklären, daß wir da und dort Kies einbringen, den Gewässergrund auflockern oder diverse bauliche Maßnahmen und Laichunterstützung betreiben.
Es hilft nur den Leuten zu zeigen, daß wir und ausschließlich WIR uns um das Wohlergehen der Fische kümmern, weil uns diese Lebewesen am Herzen liegen.
Aufklärungsarbeit über die Hege, über Gewässerproblem und sonstige der Allgemeinheit Unbekanntes finden zu 99% offene Ohren.
Daß Fische entnommen werden, ist für fast alle Menschen normal, die sich darüber aufregen, sind sowieso vom anderen Lager und nicht zu überzeugen, aber sie sind gesamt gesehen nur eine Minderheit!
Das viel größere Problem sehe ich in der Einstellung unserer eigenen Leute und wenn ich mir die Fliegenfischerveranstaltungen so Revue passieren lasse, dann ist die ein Hälfte am Casting interessiert, die andere an der Optimierung (Czech-Nymphing, French-Nymphing, dünnste Vorfächer mit höchster Tragkraft usw.usw.) der Fangaussichten, in Verbindung mit Fernreisen.
Auf dem bisherigen Weg kommen wir nicht weiter, wir agieren, wie ich schon im Eröffnungsposting geschrieben habe,
ausschließlich defensiv.
tight lines
RC
Für mich ist der entscheidende Punkt, daß in der Öffentlichkeit nur das Image des Fischer, der alles mitnimmt besteht.
Davon gilt es einfach mit allen Mitteln ab zu rücken und da hilft es wenig, zu erklären, daß wir da und dort Kies einbringen, den Gewässergrund auflockern oder diverse bauliche Maßnahmen und Laichunterstützung betreiben.
Es hilft nur den Leuten zu zeigen, daß wir und ausschließlich WIR uns um das Wohlergehen der Fische kümmern, weil uns diese Lebewesen am Herzen liegen.
Aufklärungsarbeit über die Hege, über Gewässerproblem und sonstige der Allgemeinheit Unbekanntes finden zu 99% offene Ohren.
Daß Fische entnommen werden, ist für fast alle Menschen normal, die sich darüber aufregen, sind sowieso vom anderen Lager und nicht zu überzeugen, aber sie sind gesamt gesehen nur eine Minderheit!
Das viel größere Problem sehe ich in der Einstellung unserer eigenen Leute und wenn ich mir die Fliegenfischerveranstaltungen so Revue passieren lasse, dann ist die ein Hälfte am Casting interessiert, die andere an der Optimierung (Czech-Nymphing, French-Nymphing, dünnste Vorfächer mit höchster Tragkraft usw.usw.) der Fangaussichten, in Verbindung mit Fernreisen.
Auf dem bisherigen Weg kommen wir nicht weiter, wir agieren, wie ich schon im Eröffnungsposting geschrieben habe,
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Maggov
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Hallo Gebhard,
ich finde die Idee und die Diskussion hier sehr interessant - herzlichen Dank!
Ich muss mir noch ein wenig Gedanken machen über Deinen Vorschlag was zunächst etwas Kopfzerbrechen bereitet ist ob die Fische von der Fütterung wirklich profitieren wegen dem Stoffwechsel.
Im Gegensatz zu Vögeln und Rehen, die alleine schon für die Regulierung der Körpertemperatur Energie benötigen, passen Fische doch mit den Temperaturen Ihren Metabolismus an. Wenn es sehr kalt wird stellen sie auch die Nahrungsaufnahme vollständig ein; da wird auch Füttern nichts ändern (fürchte ich). Mein Verständnis bei wechselwarmen Tieren ist dass diese die Wachstums- und Ruhephasen an die Aussenbedingungen anpassen. Wenn dies stimmt wird das Füttern in sehr warmen Winterphasen sicherlich einen gewissen Gewichtszuwachs bringen, aber dieser würde im Frühjahr auch erfolgen solbald die Temperaturen wieder steigen (Nahrung sollte in Form von Brut und ersten Insekten) erfolgen. Soll heissen: ich glaube im Moment noch nicht daran dass die Fische besser abwachsen oder weniger Fische verenden wenn man zufüttert, wohl aber dass diese unwahrscheinlicher Abwandern. Das könnte einen gewissen positiven Effekt haben (wenn kein Fischräuberproblem exitsiert).
Wie geschrieben muss ich das noch fertig denken aber das hiese auch dass die Produktivität eines Wassers im Bezug auf den Fischbestand zu sehr grossen Teilen auf das Nahrungsaufkommen im Sommer zurück zu führen ist. In diesem Fall müsstest Du das ganze Jahr durchfüttern um die Produktivität des Wassers zu erhöhen - und das ist dann für mich schon irgendwie "unnatürlich" sowie sehr aufwendig.
Der Vermerk auf die Hegeziele der Vereine ist meiner Erfahrung nach vollkommen berechtigt und dieses Ziel wird meiner Meinung nach aus einem ganz einfachen Grund eingesetzt aber nicht verfolgt: Ich muss gemeinnützig sein um einen Verein zu gründen und muss (zumindest in Bayern) ein Hegeziel verfolgen um bei den Ausschreibungen des Landesfischereiverabandes ggü. kommerziellen/privaten Pachtinteressenten vorgezogen zu werden. Wenn die Mitglieder und Verbände dies nicht nachhalten und Konsequenzen treffen, dann bleibt das eine leere Phrase in einer Satzung...
LG
Markus
ich finde die Idee und die Diskussion hier sehr interessant - herzlichen Dank!
Ich muss mir noch ein wenig Gedanken machen über Deinen Vorschlag was zunächst etwas Kopfzerbrechen bereitet ist ob die Fische von der Fütterung wirklich profitieren wegen dem Stoffwechsel.
Im Gegensatz zu Vögeln und Rehen, die alleine schon für die Regulierung der Körpertemperatur Energie benötigen, passen Fische doch mit den Temperaturen Ihren Metabolismus an. Wenn es sehr kalt wird stellen sie auch die Nahrungsaufnahme vollständig ein; da wird auch Füttern nichts ändern (fürchte ich). Mein Verständnis bei wechselwarmen Tieren ist dass diese die Wachstums- und Ruhephasen an die Aussenbedingungen anpassen. Wenn dies stimmt wird das Füttern in sehr warmen Winterphasen sicherlich einen gewissen Gewichtszuwachs bringen, aber dieser würde im Frühjahr auch erfolgen solbald die Temperaturen wieder steigen (Nahrung sollte in Form von Brut und ersten Insekten) erfolgen. Soll heissen: ich glaube im Moment noch nicht daran dass die Fische besser abwachsen oder weniger Fische verenden wenn man zufüttert, wohl aber dass diese unwahrscheinlicher Abwandern. Das könnte einen gewissen positiven Effekt haben (wenn kein Fischräuberproblem exitsiert).
Wie geschrieben muss ich das noch fertig denken aber das hiese auch dass die Produktivität eines Wassers im Bezug auf den Fischbestand zu sehr grossen Teilen auf das Nahrungsaufkommen im Sommer zurück zu führen ist. In diesem Fall müsstest Du das ganze Jahr durchfüttern um die Produktivität des Wassers zu erhöhen - und das ist dann für mich schon irgendwie "unnatürlich" sowie sehr aufwendig.
Der Vermerk auf die Hegeziele der Vereine ist meiner Erfahrung nach vollkommen berechtigt und dieses Ziel wird meiner Meinung nach aus einem ganz einfachen Grund eingesetzt aber nicht verfolgt: Ich muss gemeinnützig sein um einen Verein zu gründen und muss (zumindest in Bayern) ein Hegeziel verfolgen um bei den Ausschreibungen des Landesfischereiverabandes ggü. kommerziellen/privaten Pachtinteressenten vorgezogen zu werden. Wenn die Mitglieder und Verbände dies nicht nachhalten und Konsequenzen treffen, dann bleibt das eine leere Phrase in einer Satzung...
LG
Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time.
A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
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Da Beppe
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Genauso gefährlich wie ich Baumschmuser und Vogelschmuser halte, halte ich natürlich auch Fischschmuser
Was soll das bitte sein - eine Beziehung zum Fisch
Muss man sich Sorgen machen?
Hoffentlich nicht!
Der Ausgangspunkt im Ursprungsbeitrag ist doch schon vollkommen falsch und irrelevant.
Warum sorgt man sich um die Vögel im Winter - damit sie zahlreich überleben, im Sommer schön singen und möglichst viele "Schad" Insekten vertilgen
Warum sorgt sich der Jäger um das Wohl und Überleben seines Wildbestandes - genau - damit er im Sommer und Herbst was zum Schiessen hat.
Was soll also in dem Zusammenhang die Frage ob wir blöd sind? - Also ich kann nur erklären das ich mich nicht blöd finde, wenn ich mich für die Verbesserung der Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen unserer heimischen Fische einsetze.
Eben nicht um zwangsläufig mit den Fischen dann zu schmusen - sondern um einen guten und stabilen Bestand im Gewässer fortzufinden, den man befischen kann und den man natürlich auch nutzen kann, in dem man eine vernünftige Entnahme betreibt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Beste Grüsse
Sepp
Was soll das bitte sein - eine Beziehung zum Fisch
Muss man sich Sorgen machen?
Hoffentlich nicht!
Der Ausgangspunkt im Ursprungsbeitrag ist doch schon vollkommen falsch und irrelevant.
Warum sorgt man sich um die Vögel im Winter - damit sie zahlreich überleben, im Sommer schön singen und möglichst viele "Schad" Insekten vertilgen
Warum sorgt sich der Jäger um das Wohl und Überleben seines Wildbestandes - genau - damit er im Sommer und Herbst was zum Schiessen hat.
Was soll also in dem Zusammenhang die Frage ob wir blöd sind? - Also ich kann nur erklären das ich mich nicht blöd finde, wenn ich mich für die Verbesserung der Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen unserer heimischen Fische einsetze.
Eben nicht um zwangsläufig mit den Fischen dann zu schmusen - sondern um einen guten und stabilen Bestand im Gewässer fortzufinden, den man befischen kann und den man natürlich auch nutzen kann, in dem man eine vernünftige Entnahme betreibt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Beste Grüsse
Sepp
. . . so vui schee, unser boarisch Hoamadl . . .
- Harald aus LEV
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Royal Coachman hat geschrieben: Das viel größere Problem sehe ich in der Einstellung unserer eigenen Leute und wenn ich mir die Fliegenfischerveranstaltungen so Revue passieren lasse, dann ist die ein Hälfte am Casting interessiert, die andere an der Optimierung (Czech-Nymphing, French-Nymphing, dünnste Vorfächer mit höchster Tragkraft usw.usw.) der Fangaussichten, in Verbindung mit Fernreisen.
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Fliegenfischen - Der natürliche Weg
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Für viele von uns, lieber Sepp, ist das aber nun wirklich nicht der einzige Grund, warum sie für eine große Populationsvielfalt und eine ausgewogene Ökologie eintreten - und das finde ich ganz und gar nicht "irrelevant". Nichts für ungut, aber ich finde, dass du die Motive auch der Jäger und Vogelschützer etwas sehr stark vereinfachst.Da Beppe hat geschrieben:den man befischen kann und den man natürlich auch nutzen kann, in dem man eine vernünftige Entnahme betreibt
Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Markus, so sehe ich das auch. Der Metabolismus kann in kalten Zeiten das Futter nicht genügend verwerten. Das überschüssiges Futter würde das Gewässer unnötig belasten und Sauerstoff aufzehren. Besonders unter einer Eisdecke wäre das fatal. Deshalb war mein Gedankenansatz die Verbesserung der Lebensbedingungen für Insekten.Maggov hat geschrieben: Im Gegensatz zu Vögeln und Rehen, die alleine schon für die Regulierung der Körpertemperatur Energie benötigen, passen Fische doch mit den Temperaturen Ihren Metabolismus an. Wenn es sehr kalt wird stellen sie auch die Nahrungsaufnahme vollständig ein; da wird auch Füttern nichts ändern (fürchte ich).
Gruß
Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Anstelle zu füttern, sollte man die Renaturierung und Verbesserung der Gewässer angehen.
Liebe Grüße, Alf.
Liebe Grüße, Alf.
Don't mind your make-up, you'd better make your mind up --- Frank Zappa, Philosoph und Komponist
Alien Live Form
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Royal Coachman
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Hallo !
Na also endlich sagt er, was ihm wichtig ist.
Fischbestände, die man bewirtschaften kann, alles andere interessiert ihn nicht!
Und die Natur hat gefälligst dafür zu sorgen, daß möglichst große Hektarerträge erzielt werden können.
Entweder ist das ein Fake oder ein ewig Gestriger!
Es ist übrigens in meinen Augen Tierquälerei, fangfähige Fische ein zu setzen und diese verhungern zu lassen, weil sie niemals gelernt haben sich im Gewässer ihr Futter selbst zu suchen.
RC
PS: typisch es hängt sich alles wieder ma Füttern auf, das ist das kleinste Glied in der Kette, außerdem braucht niemand glauben, daß Wildfische so einfach Futter annehmen!
Na also endlich sagt er, was ihm wichtig ist.
Fischbestände, die man bewirtschaften kann, alles andere interessiert ihn nicht!
Und die Natur hat gefälligst dafür zu sorgen, daß möglichst große Hektarerträge erzielt werden können.
Entweder ist das ein Fake oder ein ewig Gestriger!
Es ist übrigens in meinen Augen Tierquälerei, fangfähige Fische ein zu setzen und diese verhungern zu lassen, weil sie niemals gelernt haben sich im Gewässer ihr Futter selbst zu suchen.
RC
PS: typisch es hängt sich alles wieder ma Füttern auf, das ist das kleinste Glied in der Kette, außerdem braucht niemand glauben, daß Wildfische so einfach Futter annehmen!
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Seeadler
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Hallo,
ich fand diesen Satz von Gebhard zutreffend, daran lässt sich anknüpfen:
Aber das Interesse dafür, ist, wie Gebhard schreibt durchaus da. Und ich behaupte die Vernachlässigung der Gewässer im Bewusstsein der Allgemeinheit ist auch die Ursache, warum uns als Fischern nur das Motiv "einen Fisch zum Essen zu fangen" zugestanden wird, alles andere was für uns als Leidenschaft mit dem Lebensraum Wasser verbunden ist, bleibt vielen schlicht nicht nachvollziehbar.
Das Interesse allerdings ist da, bspw. hatte eine Fischzucht (die u.a. Artenschutzprogramme für Huchen, Nasen etc. vorantreibt) bei mir in der Nähe einen Tag der offenen Tür und es waren hunderte Leute, Familien Kinder etc... die sich an einem Sonntag da drängten, um etwas über ökologische Zusammenhänge zu erfahren oder aber um einfach nur "Fische anzugucken".
In dieser Hinsicht gilt es vielleicht in Richtung der Öffentlichkeit zu wirken.
Viele Grüße,
Daniel
PS: In einem vor kurzem eröffneten anderen Thread hier im Forum wird ein Buch verlinkt, wo es um das ökologische Renaturieren kleiner Fließgewässer geht. Sicher auch interessant in Bezug auf Hege, und offensichtlich so verfasst dass es als Anleitung zum "Selbermachen" wo möglich und erlaubt gelesen werden kann. These ist, solche Gewässer renaturieren sich selbt, wenn man nur ein paar entscheidende Maßnahmen einleitet: http://www.fliegenfischer-forum.de/flyf ... l#p2716557
ich fand diesen Satz von Gebhard zutreffend, daran lässt sich anknüpfen:
Es ist absolut so, dass selbst Leute die sonst über einiges an ökologischem Gemeinwissen verfügen, Stichworte: Mischwald, Blumenwiese, Tierarten, Lebensbedingungen, Biotope etc... sobald es um Gewässer geht selbst die banalsten Zusammenhänge noch nie gehört haben und daher Probleme wie Wasserkraft oder Begradigung im Zusammenhang mit Worten wie Kieslaicher, Fischunterstände, Durchgängigkeit ÜBERHAUPT NICHT VERSTEHEN.Es hilft nur den Leuten zu zeigen, daß wir und ausschließlich WIR uns um das Wohlergehen der Fische kümmern, weil uns diese Lebewesen am Herzen liegen.
Aufklärungsarbeit über die Hege, über Gewässerproblem und sonstige der Allgemeinheit Unbekanntes finden zu 99% offene Ohren.
Aber das Interesse dafür, ist, wie Gebhard schreibt durchaus da. Und ich behaupte die Vernachlässigung der Gewässer im Bewusstsein der Allgemeinheit ist auch die Ursache, warum uns als Fischern nur das Motiv "einen Fisch zum Essen zu fangen" zugestanden wird, alles andere was für uns als Leidenschaft mit dem Lebensraum Wasser verbunden ist, bleibt vielen schlicht nicht nachvollziehbar.
Das Interesse allerdings ist da, bspw. hatte eine Fischzucht (die u.a. Artenschutzprogramme für Huchen, Nasen etc. vorantreibt) bei mir in der Nähe einen Tag der offenen Tür und es waren hunderte Leute, Familien Kinder etc... die sich an einem Sonntag da drängten, um etwas über ökologische Zusammenhänge zu erfahren oder aber um einfach nur "Fische anzugucken".
In dieser Hinsicht gilt es vielleicht in Richtung der Öffentlichkeit zu wirken.
Viele Grüße,
Daniel
PS: In einem vor kurzem eröffneten anderen Thread hier im Forum wird ein Buch verlinkt, wo es um das ökologische Renaturieren kleiner Fließgewässer geht. Sicher auch interessant in Bezug auf Hege, und offensichtlich so verfasst dass es als Anleitung zum "Selbermachen" wo möglich und erlaubt gelesen werden kann. These ist, solche Gewässer renaturieren sich selbt, wenn man nur ein paar entscheidende Maßnahmen einleitet: http://www.fliegenfischer-forum.de/flyf ... l#p2716557
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
in diesem Zusammenhang möchte ich auf das Projekt "Fischer machen Schule" verweisenIn dieser Hinsicht gilt es vielleicht in Richtung der Öffentlichkeit zu wirken.
http://www.lfvbayern.de/fischer-machen-schule/
Ich habe selbst schon einige Klassen "unterrichtet".
Die Wissbegier der Kinder ist enorm und viel Freude macht es auch noch, den Kids zu zeigen, was so im Wasser alles kreucht und fleucht.
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Thomas
Angler sterben nie, die riechen nur so.
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Forstie
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Hallo Gemeinde, hallo Gebhardt,
ich will mich nicht am Füttern aufhängen, muss aber etwas dazu schreiben:
Wenn Du willst, dass wir glaubhaft wirken, sollten wir die Sache mit der Fütterei aber ganz schnell vergessen. Die Wild- und Vogelfütterei mag in der Bevölkerung den lieblichen Eindruck erwecken, dass sich diese edlen Menschen um das Wohl der Tiere sorgen. Tatsächlich ist es aber nichts anderes als eine künstliche Verfälschung des Futterangebotes und führt im Umkehrschluss zu einer künstlichen Aufrechterhaltung gewisser Populationsdichten. In meinen Augen ein schlechter Witz. Es mag Bereiche geben, in denen eine Rauhfuttergabe bei Rotwild den Effekt erzielt, Schälschäden an Baumbeständen zu vermeiden, das sehe ich noch ein. Alles was darüber hinausgeht, ist eine zum Himmel schreiende Unlogik: Auf der einen Seite soll die Wilddichte auf ein Wald- und Landwirtschaftsverträgliches Maß reduziert werden, auf der anderen Seite wird es durch den Winter gepäppelt? Boing... Dass den lieben Jägern dabei ein gewisses schussgeiles Eigeninteresse unterstellt wird, kann ich verstehen.
Wollen wir wirklich riskieren den gleichen Ruf zu ernten? Ich denke nein.
Mit dem Aufruf zum Hege- und Betreuungsgedanken ist das so eine Sache. Wenn wir die Gewässer befischen wollen, wird uns immer vorzuwerfen sein, dass wir das alles nur aus dem einen Grund tun: Weil wir schöne und starke Fische fangen wollen. Und ist es nicht auch so? Würden wir uns genauso herzergreifend um diese Gewässer kümmern, wenn wir sie nicht befischen dürften?
Ich fürchte dass Deine Vorstellungen einer Gewässerhege nicht mit den heutigen Erlaubnisscheindichten zu realisieren sein werden.
Gruß
Martin
ich will mich nicht am Füttern aufhängen, muss aber etwas dazu schreiben:
Wenn Du willst, dass wir glaubhaft wirken, sollten wir die Sache mit der Fütterei aber ganz schnell vergessen. Die Wild- und Vogelfütterei mag in der Bevölkerung den lieblichen Eindruck erwecken, dass sich diese edlen Menschen um das Wohl der Tiere sorgen. Tatsächlich ist es aber nichts anderes als eine künstliche Verfälschung des Futterangebotes und führt im Umkehrschluss zu einer künstlichen Aufrechterhaltung gewisser Populationsdichten. In meinen Augen ein schlechter Witz. Es mag Bereiche geben, in denen eine Rauhfuttergabe bei Rotwild den Effekt erzielt, Schälschäden an Baumbeständen zu vermeiden, das sehe ich noch ein. Alles was darüber hinausgeht, ist eine zum Himmel schreiende Unlogik: Auf der einen Seite soll die Wilddichte auf ein Wald- und Landwirtschaftsverträgliches Maß reduziert werden, auf der anderen Seite wird es durch den Winter gepäppelt? Boing... Dass den lieben Jägern dabei ein gewisses schussgeiles Eigeninteresse unterstellt wird, kann ich verstehen.
Wollen wir wirklich riskieren den gleichen Ruf zu ernten? Ich denke nein.
Genau so sehe ich das auch. Nur durch die Verbesserung der ökologischen Zustände unserer Gewässer können wir langfristig eine optimale Futterversorgung unserer Fischbestände garantieren.HansAnona hat geschrieben:Anstelle zu füttern, sollte man die Renaturierung und Verbesserung der Gewässer angehen.
Mit dem Aufruf zum Hege- und Betreuungsgedanken ist das so eine Sache. Wenn wir die Gewässer befischen wollen, wird uns immer vorzuwerfen sein, dass wir das alles nur aus dem einen Grund tun: Weil wir schöne und starke Fische fangen wollen. Und ist es nicht auch so? Würden wir uns genauso herzergreifend um diese Gewässer kümmern, wenn wir sie nicht befischen dürften?
Ich fürchte dass Deine Vorstellungen einer Gewässerhege nicht mit den heutigen Erlaubnisscheindichten zu realisieren sein werden.
Gruß
Martin
catch'em like you see'em
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Vorsicht mit allzu viel Erwartungen in Bezug auf Renaturierung.
Mein Flüsschen ist in den 70er Jahren begradigt worden. Mit den Jahren hat sich durch Uferabbrüche, Rieselstrecken, Gumpen und auch Ausspülungen ein halbwegs natürlicher Zustand ergeben. Die Populationsdichte und Artenvielfalt war gut. Wir hatten Bachforelle, Äsche, Döbel, Koppen, Hasel, Bachneunaugen und Flussneunaugen in guter Populationsdichte im Wasser. Dazu ein guter und stetiger Aufstieg von Lachs und Meerforelle in den Wintermonaten. Diese haben wir elektrisch abgefischt, abgestreift, die Elterntiere zurückgesetzt, die Eier in eigener Brutanlage aufgezogen und die Brütlinge im Frühjahr in den Fluss und die Anliegerbäche gesetzt. Um nicht mehr elektrisch abzufischen, wurde eine teure Fangstation eingerichtet, die perfekt mit der Brutanlage zusammenarbeitete. Dann kam eine übereifrige Renaturierung, die zwar schön fürs Auge, jedoch für die Artenvielfalt und Populationsdichte katastrophal ist. Auf die einzelnen Fehler (in meinen Augen) einzugehen, würde hier zu lange dauern.
Bachforellen wachsen ab und auch Äschen, aber in deutlich geringerer Stückzahl. Döbel, Koppen und Hasel sind kaum noch vorhanden.
Auch Bach- und Flussneunaugen sind nur noch vereinzelt feststellbar, wenn überhaupt. Von den Wanderfischen steigt kaum noch einer auf.
Um die Renaturierung zu korrigieren fehlt das Geld, bzw. es wird keines bereit gestellt.
Ich wünschte, man hätte den Bach so gelassen, wie er war und fürchte, wir werden noch einen langen Atem haben müssen, um die Schäden wieder gut machen zu können.
Gruß
Harald
Mein Flüsschen ist in den 70er Jahren begradigt worden. Mit den Jahren hat sich durch Uferabbrüche, Rieselstrecken, Gumpen und auch Ausspülungen ein halbwegs natürlicher Zustand ergeben. Die Populationsdichte und Artenvielfalt war gut. Wir hatten Bachforelle, Äsche, Döbel, Koppen, Hasel, Bachneunaugen und Flussneunaugen in guter Populationsdichte im Wasser. Dazu ein guter und stetiger Aufstieg von Lachs und Meerforelle in den Wintermonaten. Diese haben wir elektrisch abgefischt, abgestreift, die Elterntiere zurückgesetzt, die Eier in eigener Brutanlage aufgezogen und die Brütlinge im Frühjahr in den Fluss und die Anliegerbäche gesetzt. Um nicht mehr elektrisch abzufischen, wurde eine teure Fangstation eingerichtet, die perfekt mit der Brutanlage zusammenarbeitete. Dann kam eine übereifrige Renaturierung, die zwar schön fürs Auge, jedoch für die Artenvielfalt und Populationsdichte katastrophal ist. Auf die einzelnen Fehler (in meinen Augen) einzugehen, würde hier zu lange dauern.
Bachforellen wachsen ab und auch Äschen, aber in deutlich geringerer Stückzahl. Döbel, Koppen und Hasel sind kaum noch vorhanden.
Auch Bach- und Flussneunaugen sind nur noch vereinzelt feststellbar, wenn überhaupt. Von den Wanderfischen steigt kaum noch einer auf.
Um die Renaturierung zu korrigieren fehlt das Geld, bzw. es wird keines bereit gestellt.
Ich wünschte, man hätte den Bach so gelassen, wie er war und fürchte, wir werden noch einen langen Atem haben müssen, um die Schäden wieder gut machen zu können.
Gruß
Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Hallo,
bei sehr niedrigen Wassertemperaturen können die Forellen nur noch sehr langsam verdauen. Füttert man die Forellen bei sehr niedrigen Wassertemperaturen so lange mit Futtermittel (Teichwirtschaft) wie die Forellen Futtermittel aufnehmen, kann man Forellen (langsame Verdauung) auch zu Tode füttern.
Die Eier und anschließend Larven der Rutten (Quappen) wenn (noch) vorhanden, bilden sicher das Erste natürliche Kraftfutter für Forellen. Weil viele Bewirtschafter von Salmonidengewässern nichts oder nicht viel von Forellen verstehen, wurden viele Rutenbestände (Laichfresser) aus den Salmonidengewässern gezielt verdrängt ….
Bei sehr hohen Wassertemperaturen beschleunigt sich der Stoffwechsel und somit Energiebedarf der Forellen und bei sehr hohen Wassertemperaturen passieren die Futtermittel den Verdauungstrakt so schnell, dass eine restlose Verwertung der Nahrung nicht mehr stattfinden kann. Das heißt, um zu verhindern das die Forellen im sommerlich warmen Flusswasser ihre Fettreserven für Rogen- und Milchbildung verbrauchen, müssten wir füttern wenn die Wassertemperaturen im Fluss sehr hoch sind.
Gelingt es den Forellen (oft Frühjahrsbesatz aus der Teichwirtschaft ) nicht ihren Energiebedarf im warmen Flusswasser zu decken, bilden sich die Gonaden nicht richtig aus oder zurück …..

LG
Christian
bei sehr niedrigen Wassertemperaturen können die Forellen nur noch sehr langsam verdauen. Füttert man die Forellen bei sehr niedrigen Wassertemperaturen so lange mit Futtermittel (Teichwirtschaft) wie die Forellen Futtermittel aufnehmen, kann man Forellen (langsame Verdauung) auch zu Tode füttern.
Die Eier und anschließend Larven der Rutten (Quappen) wenn (noch) vorhanden, bilden sicher das Erste natürliche Kraftfutter für Forellen. Weil viele Bewirtschafter von Salmonidengewässern nichts oder nicht viel von Forellen verstehen, wurden viele Rutenbestände (Laichfresser) aus den Salmonidengewässern gezielt verdrängt ….
Bei sehr hohen Wassertemperaturen beschleunigt sich der Stoffwechsel und somit Energiebedarf der Forellen und bei sehr hohen Wassertemperaturen passieren die Futtermittel den Verdauungstrakt so schnell, dass eine restlose Verwertung der Nahrung nicht mehr stattfinden kann. Das heißt, um zu verhindern das die Forellen im sommerlich warmen Flusswasser ihre Fettreserven für Rogen- und Milchbildung verbrauchen, müssten wir füttern wenn die Wassertemperaturen im Fluss sehr hoch sind.
Gelingt es den Forellen (oft Frühjahrsbesatz aus der Teichwirtschaft ) nicht ihren Energiebedarf im warmen Flusswasser zu decken, bilden sich die Gonaden nicht richtig aus oder zurück …..

LG
Christian
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Mindelpeter
Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Servus miteinander,
Vorsicht mit allzu viel Erwartung in die Renaturierung, schreibt Harald weiter oben. Das kann ich auch verstehen. Wie auch Daniel angemerkt hat, wird oberhalb unserer Vereinstrecke seit 2010 renaturiert.
Hier ein Link http://www.wwa-ke.bayern.de/fluesse_see ... en/mindel/
Diese Begradigung der Mindel ist zum Teil an die fünfzig Jahre her. Das sich in dieser Zeit ein "einigermaßen" funktionierendes Ökosystem bildet, war zu erwarten. Wie der Bach diese neuen Eingriffe wegsteckt, kann man wahrscheinlich auch erst wieder in Jahren beantworten. In erster Linie dient diese Maßnahme an der Mindel der Wandermöglichkeit der Fische.
Tatsächlich halten sich bei uns Futterfische in guten Stückzahlen auf. Und wo viel Nahrung da ist, sind auch die Nahrungssuchenden...
Viele Grüsse
Peter
Vorsicht mit allzu viel Erwartung in die Renaturierung, schreibt Harald weiter oben. Das kann ich auch verstehen. Wie auch Daniel angemerkt hat, wird oberhalb unserer Vereinstrecke seit 2010 renaturiert.
Hier ein Link http://www.wwa-ke.bayern.de/fluesse_see ... en/mindel/
Diese Begradigung der Mindel ist zum Teil an die fünfzig Jahre her. Das sich in dieser Zeit ein "einigermaßen" funktionierendes Ökosystem bildet, war zu erwarten. Wie der Bach diese neuen Eingriffe wegsteckt, kann man wahrscheinlich auch erst wieder in Jahren beantworten. In erster Linie dient diese Maßnahme an der Mindel der Wandermöglichkeit der Fische.
Tatsächlich halten sich bei uns Futterfische in guten Stückzahlen auf. Und wo viel Nahrung da ist, sind auch die Nahrungssuchenden...
Viele Grüsse
Peter
Zuletzt geändert von Mindelpeter am 21.10.2013, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.
- MuddlerMinow
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Re: WIE BLÖDE SIND WIR EIGENTLICH?
Ich denke nicht, dass füttern die Lösung ist, um unser Image aufzubessern und aus angesprochenen Gründen scheint es ja realistisch auch gar nicht umzusetzbar.
Interessant ist aber, dass hier über die "Selbstdarstellung" der Fliegenfischer nachgedacht wird. Ich bin der absoluten Überzeugung, dass das am Ende alles schlimmer machen wird. Ganz abgesehen davon, dass irgendwie in unserer Zeit kaum etwas so wichtig zu sein scheint, wie eine perfekte Selbstdarstellung (schon gar nicht der Inhalt, oder die Konsequenzen unseres Tuns)
Man braucht nur schauen, was mit der Jagd in Deutschland los ist (trotz Bambi-Fütterung, oder gar wegen derselben?). Soweit ich das beurteilen kann, lohnt es sich fast nicht mehr in Deutschland zu jagen und die propagandistische Hatz gegen Jäger hat eine in meinen Augen ziemlich erschreckende Dimension erreicht.
Es gibt ja inzwischen vergleichbare Bewegungen gegen Angler. Da wird auch kein Forellenfüttern mit Kindern am Sonntag helfen. Was hilft ist, die wahren Umweltsünder an den Pranger zu stellen, die sogenannten Vogelschützer etwa, die durch ihr Zutun ganze Fischarten ausrotten. Aber auch andere Umwelt-Fundis, die in ihrer Technokraten oder Ideologen-Seele (oder beides) irgendwelche Ideen ersinnen, die ganze Ökosysteme über den Jordan schicken.
Was grüne Energie zum Teil anrichtet, und auch die schon oben angesprochene brachiale "Renaturierung" nach dem Reißbrett, brauchen wir hier wahrscheinlich nicht weiter erörtern, da es in unseren Kreisen hinlänglich bekannt ist.
Wir sollten uns um die wichtigen Sachen kümmern: die Ausrottung der Äsche durch den Kormoran, die Durchgängigkeit der Gewässer für Lachs, Aal und Co. und dann vor allem auch Jugendarbeit. Den jungen Menschen sollte mit allem pädagogischen Geschick vermittelt werden, wie wichtig unsere Wassersysteme sind, wie wunderbar man an Ihnen die Natur genießen kann, nicht zuletzt als verantwortungsvoller Fliegenfischer.
Das sind meine 5 Cents dazu, schönen Abend allseits..
Interessant ist aber, dass hier über die "Selbstdarstellung" der Fliegenfischer nachgedacht wird. Ich bin der absoluten Überzeugung, dass das am Ende alles schlimmer machen wird. Ganz abgesehen davon, dass irgendwie in unserer Zeit kaum etwas so wichtig zu sein scheint, wie eine perfekte Selbstdarstellung (schon gar nicht der Inhalt, oder die Konsequenzen unseres Tuns)
Man braucht nur schauen, was mit der Jagd in Deutschland los ist (trotz Bambi-Fütterung, oder gar wegen derselben?). Soweit ich das beurteilen kann, lohnt es sich fast nicht mehr in Deutschland zu jagen und die propagandistische Hatz gegen Jäger hat eine in meinen Augen ziemlich erschreckende Dimension erreicht.
Es gibt ja inzwischen vergleichbare Bewegungen gegen Angler. Da wird auch kein Forellenfüttern mit Kindern am Sonntag helfen. Was hilft ist, die wahren Umweltsünder an den Pranger zu stellen, die sogenannten Vogelschützer etwa, die durch ihr Zutun ganze Fischarten ausrotten. Aber auch andere Umwelt-Fundis, die in ihrer Technokraten oder Ideologen-Seele (oder beides) irgendwelche Ideen ersinnen, die ganze Ökosysteme über den Jordan schicken.
Was grüne Energie zum Teil anrichtet, und auch die schon oben angesprochene brachiale "Renaturierung" nach dem Reißbrett, brauchen wir hier wahrscheinlich nicht weiter erörtern, da es in unseren Kreisen hinlänglich bekannt ist.
Wir sollten uns um die wichtigen Sachen kümmern: die Ausrottung der Äsche durch den Kormoran, die Durchgängigkeit der Gewässer für Lachs, Aal und Co. und dann vor allem auch Jugendarbeit. Den jungen Menschen sollte mit allem pädagogischen Geschick vermittelt werden, wie wichtig unsere Wassersysteme sind, wie wunderbar man an Ihnen die Natur genießen kann, nicht zuletzt als verantwortungsvoller Fliegenfischer.
Das sind meine 5 Cents dazu, schönen Abend allseits..
VG & Tl Gabriel






