webwood hat geschrieben:Etwas Offtopic,
aber weils mir gerade einfällt und gewisse nassauer Kollegen und andere Konsorten ohnehin in den Startlöchern stehen, wenn ich mal was "grenzwertiges" schreibe, so mag ihnen der Spott vergönnt sein und ich freu mich schon auf deren spitze Kommentare.
Also: Lange Vorrede kurzer Sinn. Ich habe mal selbst "Beute" gemacht und zwar einen fetten Karpfen. Ich koche zwar heute noch gerne chinesisch, doch damals war ich voll in meiner chinesischen Experimentierphase. So hatte ich ein Rezept in dem Karpfenstücke in Schweineschmalz gebraten werden sollten. Ich hab das dann auch ausprobiert. Meinen Karpfen, also meine "BEUTE" auswürgen, konnte ich dann bei meiner Familie beobachten. Mir selbst ging es auch nicht viel besser. Das Rezept klang, im Buch gelesen, ansonsten sehr, sehr lecker.
Mahlzeit
Thomas
Lieber Thomas,
ich weiß ja nicht, wer die "anderen Konsorten" sind, aber aus nassauischer Sicht darf ich dir gerne antworten, damit du dich nicht in den Schlaf weinen musst.
Chinesisches Essen ist per se gefährlich, noch dazu von Bajuwaren zubereitet. So etwas weiß man und läßt tunlichst die Finger davon. Ich kenne nur ganz wenige Abgehärtete, die durch jahrelangen "Genuss" von Schlachtabfällen zweifelhaftester Herkunft magenmäßig derart gestählt sind, dass sie auch in Schmalz gebackenen Karpfen klaglos vertilgen könnten. Jedoch, die wenigstens davon wohnen in Bayern. Aber das nur nebenbei.
Eventuell tröstet es dich ja etwas, dass du nicht allein bist. Einige meiner Bekannten haben schon Karpfen in Schmalz ausgebacken. Und jedes Mal spukte die Verwandtschaft das Essen wieder auf den Tisch. Ich war selbst einmal live zugegen, als ein guter Freund mit diesem Schmankerl brillieren wollte. Freudestrahlend brachte er das Essen auf den Tisch, alle stürzten sich darauf aber Sekunden später nur noch betretenes Schweigen, hier und da ein paar Würgelaute, der ein oder andere stahl sich langsam zur Toilette. Den Tränen nahe zog sich mein Freund in die Küche zurück, wo er schluchzend am Tisch zusammenbrach.
Um den Abend noch zu retten, versuchte ich mit meinen Kochkünsten doch noch etwas Essbares zu zaubern um damit die aufgebrachte Schar gnädig zu stimmen. Als ich im aufgeschlagenen Kochbuch nachsah, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren!
Also, lieber Thomas, das nächste Mal bereitest du bitte
"Krapfen in Schmalz ausgebacken" zu. Du wirst sehen, deine Familie wird es dir danken!
Übrigens, der war umsonst!
Mahlzeit in den tiefen Süden
Gurr Mäh