Musste innerlich schmunzeln und mich an die wohl schönste Zeit in meiner fliegenfischereilichen Laufbahn zurückerinnern.
1974 ging mein erstes Lehrjahr zu Ende.
Fischereilich war ich schon einige Zeit erfolgreich unterwegs. Eine Shakespeare Wonderrod Hohlglasrute, weißer Blank und weich war bereits in meinem Besitz.
Im Spätherbst 1974 hatte der lokale Sportartikelhändler eine Fischereiausstellung mit Produktneuheiten, welcher mit einem Filmabend seinen Abschluß fand.
Der Shakespeare Vertreter ( Elka nannte sich der Generalimporteur mit damaligen Sitz noch in Innsbruck ) offerierte mir eine Kohlefaser Fliegenrute aus Weltraummaterial gerfertigt, 8ft/5, kostete im VK über 2.200 Ats. inkl. Rohr.
Was für eine leichte weiche Fliegenrute.
Der Vertreter machte mir ein Angebot, diese Traumrute zu testen.
Mit Absprache des Händlers wurde mir 1 Stk. per NN zugeschickt um 1004.- ATS.
Die war genau jener Betrag, welche ich im ersten Lehrjahr als Lehrlingsentschädigung monatlich verdiente

.
Natürlich war der Blank nichts außergeöhnliches, doch dies lernte ich erst in den anschließenden Jahren richtig zu deuten.
Es waren auch noch Hardy Ruten damals vorort, die honigfarbenen Fibatubeblanks noch vor mir sehend, als obs gestern wär.
Boron Ruten wurden nach meinem empfnden 2-3 Jahre dannach auf den Markt gebracht, und waren auch etwas schwerer als die ersten Kohlefasermodelle.
Ich glaube, de la Porte und Hebeisen haben sie angeboten.
Ein prägendes Erlebnis für mich dazumal, an das ich auch heute noch gerne zurückdenke.
Baute sie dann im folgejahr um und fischte mit ihr eine schöne Zeit lang an der noch unverbauten Drau.
mit lieben Grüßen aus Kärnten, Peter