Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

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Maggov
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von Maggov »

Werte Poster,

bitte kommt wieder zu einem etwas freundlicheren Ton zurück, sonst muß ich böser Mod spielen.

Wenn weiterhin nur Öl ins Feuer gegossen wird und nichts inhaltliches mehr kommt dann mache ich den Thread allsbald dicht.

Persönliche Anfeindungen werden am besten via PN gepflegt...

Gruß

Markus
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tea stick
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von tea stick »

Maggov hat geschrieben:"... sonst muß ich böser Mod spielen"... und "...mache ich den Thread allsbald dicht."
Lieber Markus, ich gebe Dir vollkmmen recht und werde mich da jetzt 'raushalten.
Hab' eigentlich schon länger auf Euer Eingreifen gewartet im Hinblick auf die Verstöße gegen die Forumsregeln.

Lb. Gruß

vom Freimut
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von moma »

Maggov hat geschrieben:Werte Poster,

bitte kommt wieder zu einem etwas freundlicheren Ton zurück, sonst muß ich böser Mod spielen.

Wenn weiterhin nur Öl ins Feuer gegossen wird und nichts inhaltliches mehr kommt dann mache ich den Thread allsbald dicht.

Persönliche Anfeindungen werden am besten via PN gepflegt...

Gruß

Markus
Lieber Maggov Markus,
ich denke, dass dieser Thread mehr Berechtigung hat als viele Andere wo es oft um "Werbung" geht. Ethische Themen müssen hier Platz haben! Vorausgesetzt man weiß was Ethik ist...
du kannst die Leute auch direkt ansprechen... wirkt besser.
Ich denke, dass meine Beiträge oft etwas scharf aber doch sachlich waren... Kritik muss jemand ertragen, wenn man sie begründet.
Ich erwarte noch eine "sachliche" Begründung von "goldmund46"... Vielleicht ist er dazu in der Lage...??

LG
Markus
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tea stick
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von tea stick »

Hey, moma-Markus!
Ich denke, Dein schöner Thread ist von einem User gekeult worden, der unter Außerachtlassung nicht nur des üblichen Anstands, sondern insbesondere auch der Forumsregeln mit der Erfahrung von insgesamt nur 3 Beiträgen mit dem Vorschlaghammer "diskutiert" hat. Es spricht für Deinen guten Willen, wenn Du noch auf eine in der Diskussion verwertbare Begründung wartest, allein: Du wirst enttäuscht werden.
Derartige Entgleisungen sind in diesem Forum nicht neu. Allerdings wundere ich mich, dass die Moderation erst jetzt tätig geworden ist. Das war auch mal anders; rechtzeitiger, freundlicher, humorvoller und vor allem nicht so verletzend allgemein ("Werte Poster"). Wenn dieser Diskussionsstil hier Schule machen sollte, dann ist die Blütezeit des Forums bereits überschritten...
Und da ich mich wegen der allgemeingehaltenen Zurechtweisung auch angesprochen fühle, ziehe ich mich zurück. Hat das etwa auch 'was mit dem Thema zu tun?
Lieber Gruß

vom Freimut
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von moma »

Lieber Freimut,
ich weiß sehr wohl, dass ich auf die obengenannte Begründung, wahrscheinlich umsonst warte... was kann man da schon verlangen? ;)

Jedoch werde ich mich nicht von der Diskussion zurückziehen. Wenn der Thread zugemacht wird, ja dann mache ich einen neuen auf! Ich werde mich zusammenreißen um nicht zu emotional zu diskutieren. Werde mich bemühen...
Aufgeben werde ich aber nicht! Die Ethik gehört zum Fischen wie die Angelrute! Ohne Respekt zur Natur sollte man nicht ans Wasser gehen. Wenn der Eine oder Andere, wegen dieser Diskussion zum Nachdenken anfängt, ja dann bin ich schon zufrieden!
...und ich finde es schade wenn du dich von der Diskussion zurückziehst...

LG
Markus
Zuletzt geändert von moma am 24.06.2016, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von Olaf Kurth »

Zieh Dich bitte nicht zurück, lieber Freimut,

das, was Maggov-Markus sagen wollte, verstehe ich als eindeutigen Hinweis. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Markus seine mahnenden Worte an einen bestimmten User gerichtet hätte. Wir haben trotz vieler Misstöne eine wunderbare soziale Kontrolle im Forum und die hat längst schon gegriffen. Du hast ebenfalls die richtigen Worte gefunden, das finde ich gut.

Wir Moderatoren sind nicht immer omnipräsent, mancher hat noch ein Leben neben dem Forum. Du weißt, was ich meine. :lol:

Unsere Gemeinschaft hat doch schon ganz andere Stürme und hitzige Diskussionen durchstanden. Ja, ich kann Deine Worte teilen, Franks Mitwirken vermissen wir alle.....

@moma-Markus: Deine provokanten Beiträge sind herzlich willkommen. Sie regen zum Nachdenken an und das ist auch gut so!


Liebe Grüße

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von synthoras1984 »

Hallo zusammen,

ich bin im Forum ja eher der stille Mitleser, aber der Faden ist interessant zum lesen und bietet viel Stoff zum nachdenken!
Ich fände es schade wenn er aufgrund einzelner einschläft oder geschlossen wird.

Bisher habe ich nie Fangfotos gemacht, irgendwie kam das Bedürfnis dazu noch nie auf.
Allerdings finde ich auch nichts verwerfliches an einem Foto, solange der Fisch entweder abgeschlagen ist oder das Foto schnell und stressfrei geschieht.

Gruß
Max
Greetz
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von Maggov »

Hallo Markus und Freimut,

Zuerst: Das ist falsch rüber gekommen, sorry. Olaf hat es gut auf den Punkt gebracht: ich hätte mir mehr Zeit für meine Antwort nehmen sollen. Falls mein Posting unfreundlich rüber kam bitte ich um Entschuldigung. Das war nicht meine Absicht.

Goldmunds Beiträge waren ausschlaggebend für mein Posting aber der Thread hat sich vom Ton zunehmend verschärft. Deshalb dachte ich es schadet nicht das allgemeiner zu formulieren.

Die Grenze zwischen Humor, Ironie, Provozieren und Beledigung ist vor allem in geschriebener Form und wenn man sich nicht kennt sehr individuell. Als Moderator greife ich da auch mal daneben...

Ich freue mich wenn diskutiert wird, auch wenn emotional diskutiert wird und Späßchen gemacht werden, so lange es hart in der Sache und nicht gegenüber der Person ist.

Das war mein primäres Interesse ein zu schreiten und ich hoffe das ist im Sinne aller.

LG

Markus
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Trockenfliege
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von Trockenfliege »

Angeln und Ethik, mmhhh, ein Thema, das häufig eine Rolle spielt, wenn wir als Angler unser Tun Nichtanglern gegenüber erklären sollen.

Eine schonende Behandlung eines zurückzusetzenden Fisches ist natürlich immer angesagt, aber alle "Spaß an der Sache"-Angler, und das bin ich auch, sollten eigentlich nichts zur Verteidigung vorbringen.
Nur die Angler, die möglichst nur verwertbare Fische anwerfen und dann das Angeln einstellen, wenn sie die Fische zum Essen gefangen haben, handeln ethisch!

Aber die nächste Frage ist doch die: Wie weit wirkt sich denn die Ethik auch im Alltag aus?
Die meisten von uns essen doch Fleisch - und wo kommt es her?? Was soll ich hier über Ehtik diskutieren, wenn mir dann abens das Billigfleisch so lecker schmeckt?

Es gibt noch so viel andere Bereiche, in denen der Mensch Tieren unötiges Leid zufügt, manchmal absolut überflüssig, zB. die heute verbotene Qualzuchten von Schäferhunden (abfallendes Rückgrad), was im Alter regelmässig zu schmerzhafter Athrose führte.
Papageien in zu kleinen Käfigen in Einzelhaft usw...

Es gibt so viele Bereiche, in denen die meisten von uns sich leicht etwas ethischer Verhalten könnten, warum soll es also bei der Fliegenfischerei 100% sein, während man in anderen Bereichen heftig schlampt?
Steigt zB. jeder dieser ach so ethischen Fliegenfischer aus, um bei der Krötenwanderungzeit selbige alle vorsichtig von der Straße zu sammeln, bevor er weiterfährt?

Wie sieht es mit den Katzenbesitzern unter euch aus, deren Tier auch mal ein Mäuslein fängt. Nein, es geht mir nicht um den langen Todeskampf der Maus, wenn die Katze sie spielerisch langsam umbringt, sondern um die Mausejungen, die verhungern weil Mama nicht mehr ist.
Könnt ihr euch eigentlich vorstellen, wieviel Tausende Mäusejungen jeden Tag verhungern, weil etliche Raubvögel und Säugetiere von ihren Eltern leben?
Die Natur ist - nein, nicht grausam, den Grausamkeit hat für mich was mit niedrigen Beweggründen zu tun, nein, sie ist einfach so wie sie ist - und fügt Tieren tagtäglich Schmerzen zu.
Warum sollen wir jetzt gerade diesen kleinen Berreich des Fliegenfischens so herausheben und uns auf die Schulter klopfen und uns toll fühlen, bloß weil wir einen dicken Fisch ganz ohne Foto zurückgesetzt habe.
Nein, für mich ist die Angelei, ich bin Allrounder, ein Spiel mit den Fischen, ich füge ihnen kurzzeitig Streß zu, verletze sie vielleicht auch ein wenig.
Aber dafür lasse ich mich nur von jemandem kritisieren, der zumindest eingefleischter :mrgreen: Vegetarier ist, keine Katze hat, keine Qualzuchthunde............

So, Mittagessenszeit,

Gruß
Reinhard
orkdaling

Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von orkdaling »

Moin moin,
@ Reinhard - keiner zwingt dich diese Spielchen mit zu machen. Du musst zb kein Billigfleisch/fisch kaufen.
Vielleicht muessten wir das Thema auch erweitern, Ethik und Ehre.
Beispiel: Der Fang eines Lachses egal ob mit Fliege oder Wurm ist ethisch vertretbar weil es nicht nur Sport sondern auch Nahrungserwerb ist.
Mit Wurm werden oft kleine Lachse und besonders Mefo verangelt, die sterben nach dem Løsen.
Es ist fuer mich also auch eine Frage des Anstandes bzw der Ehre das ich keine Wurmangel in die Hand nehme.
In Supermarkt ist ein Stand mit ausschliesslich regionalen Produkten (mit Namen der Erzeuger drauf) wo man Kæse oder Fleisch vom Bauern aus der Kommune kaufen kann.
Vor dem Supermarkt stehen Bauern die ihre eigenen Kartoffeln, Erdbeeren, Æpfel verkaufen.
Und ab 1.Juli kann man geræucherten Wildlachs (vorher duerfen die keine Netze stellen) vom Bauern kaufen.
Etisch vertretbar, fuer mich aber eine frage der Ehre das ich keinen Zuchtfisch, kein Fleisch oder Gemuese kaufe das eine Weltreise hinter sich hat.
Gruss Hendrik
flo staeuble
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von flo staeuble »

goldmund46 hat geschrieben:Selten habe ich soviel Käse gelesen wie bisher! Wenn Ihr euch über Ethik austauschen wollt, dann geht zu den Pfaffen!

Ich gehe mit der künstlichen Fliege ans Wasser, weil ich Fische fangen möchte - sonst nichts! Und wenn ich die Vorgaben vor Ort einhalte, dann habe ich kein schlechtes Gewissen, sondern ich erlebe Freude.

Fliegenfischen hat mit Ethik soviel zu tun wie eine Kuh mit Stabhochsprung!

Hallo Alf - hostmi?
ich muss jetzt mal ne lanze für den goldenen mund brechen (bitte korrigiere mich, wenn ich dich falsch verstehe)

zweifelsohne kann man das statement erheblich charmanter formulieren. aber im kern verstehe ich das ganze so:
warum um alles in der welt haben gerade fliegenfischer das bedürfnis, ihre passion als besonders ethik-kompatibel zu definieren?
goldmund schreibt, ff hätte nix mit ethik zu tun - ich sage, ff hat WIE ALLES ANDERE mit ethik zu tun - auf der simplen basis, dass man sich am wasser genausowenig wie sonstwo aufführt wie ein gefährlicher irrer, sondern auf der basis von anstand und herzensbildung handelt. mehr ist nicht nötig - mehr ist auch nicht möglich.
kaninchenzüchter, klöppler, kondensmilchbehälterdeckelsammler und viele weitere befinden es nicht für nötig, ohne unterlass zu versichern, dass sie ihr hobby auf der basis hoher moralischer ansprüche ausüben. nur wir fliegenfischer - und vielleicht noch jäger.

eine naheliegende erklärung: wir wissen im grunde unseres herzens genau, dass der kern unserer passion darin besteht, einem wirbeltier unnötiges leid zuzufügen (bei nichtverzehr). da können wir so viel eierprogramme, bachrenaturierungen und sonstwas machen wie wir wollen - an der wahrheit dieser erkenntnis ändert sich meiner ansicht nach nie etwas. und auf der basis dieses potentiell "schlechten gewissens" entsteht dieses ganze verschwurbelte verklärungsgedöns. heiliger bimbam, was hab ich da schon alles lesen müssen: "ich blickte der äsche noch lange nach, deren fahne als gruß an alle fliegenfischer freundlich in der strömung wehte" oder so ähnlich.
da denke ich mir: frag mal die äsche.

jeder von uns muss mit dieser schwierigen erkenntnis selber klar kommen und jeder tut das anders. ICH hab mich entschlossen, einfach zuzugeben, dass ich ein mensch bin, der auch seine niederen instinkte befriedigen muss und bin damit EINIGERMASSEN im reinen. wer ein komplizierteres (und meiner ansicht nach unaufrichtigeres) erklärungsgebäude aufbauen will, soll das tun. aber verstehen kann ichs nicht.
der flo
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von Michl »

@Flo
Danke, schließe mich vorbehaltlos an.
Wir leben schon dekadent, wenn wir uns solche Gedanken leisten können.
Stehen wir dazu.

Gruß Michl
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moma
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von moma »

Ich würde nicht soweit gehen "goldmund46" zu rechtfertigen. Da er nicht in der Lage war seine Behauptung zu begründen, nehme ich an, dass er es so gemeint hat wie er es geschrieben hat... Alles Andere ist nur Spekulation

Ich sehe es auch nicht so drastisch wie Reinhard. Ich denke schon, dass man als Fischer einen anderen Fischer kritisieren darf, auch wenn man nicht Wegetarier oder was auch immer ist.

Ich sehe das doch ähnlich wie Hendrik und Flo.
Mir ist bewusst (wie ich oft betont habe), dass wir Fischer immer ein Störfaktor am Wasser sind. Da wir diese Aktivität aber mit leidenschaft ausüben müssen wir natürlich dazu stehen. Das heißt aber nicht, dass wir als Tierfreunde keine Berechtigung zum Fischen haben. Das heißt für mich eben, dass man sensibel und mit Gewissen handeln soll. Hendrik und Flo haben es wahrscheinlich auch so gemeint.

Das mit den Fotografieren hat aber auch mit einem bestimmten Feingefühl zu tun. Wenn wir Fische wie Trophäen hochhalten, diese dann noch im Netz veröffentlichen, vermitteln wir Werte die für mich nicht mehr zu vertreten sind. Der Fisch wird dadurch zu einem Sport- oder Leistungsobjekt... Nach dem Motto "Viel und Groß ist wichtig". Der Respekt zum Tier verschwindet da... es ist eine Art Propaganda in der falschen Richtung. Wenn wir Fotos online Stellen propagieren wir auch etwas, wir sollten dabei aufpassen das es die "halbwegs" richtigen Werte sind.

Der größere Stressfaktor für den Fisch kommt natürlich erschwerend dazu.

Gruß
Markus
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von sedge111 »

Lieber Markus
moma hat geschrieben:Mir ist bewusst (wie ich oft betont habe), dass wir Fischer immer ein Störfaktor am Wasser sind.
Ich habe deine postings überflogen, und habe nirgends eine Aussage von dir gefunden, dass du dich als "Störfaktor" am Wasser empfindest. Vielleicht kannst du mir kurz nennen, in welcher Aussage du das gemeint hast. Die Formulierung "Störfaktor" bestätigt mich in meiner Vermutung, dass Du offensichtlich ein Problem hast, dir selbst einzugestehen was wir den Fischen zumuten, wenn sie zu unserem Vergnügen fangen. "Störfaktor" hört sich deutlich neutraler und harmloser an als "in Todespanik versetzten". Aber das würde dann sicherlich nicht mehr in den ehernes ethisches Weltbild deiner Hobbyausübung passen.
moma hat geschrieben:Ich würde nicht soweit gehen "goldmund46" zu rechtfertigen. Da er nicht in der Lage war seine Behauptung zu begründen, nehme ich an, dass er es so gemeint hat wie er es geschrieben hat... Alles Andere ist nur Spekulation
Der einzige der hier spekuliert bist DU, nämlich du, wenn du behauptest, dass goldmund46 nicht in Lage ist sein Geschriebenes zu begründen, vielleicht hat er einfach keine Lust mehr sich in eine Endlosschleife zu begeben ......
moma hat geschrieben: Ich sehe das doch ähnlich wie Hendrik und Flo.
Na ja, gerade das posting von Flo ist nun wirklich eine vortreffliche Wiederlegung deiner verklärten Ethiksicht. Anstatt einer lapidaren Aussage, "ich sehe das doch ähnlich" wäre hier eine inhaltliche Aussage deinerseits (was du ja so gerne forderst) interessant gewesen.....
moma hat geschrieben:Mir ist bewusst (wie ich oft betont habe), dass wir Fischer immer ein Störfaktor am Wasser sind. Da wir diese Aktivität aber mit leidenschaft ausüben müssen wir natürlich dazu stehen. Das heißt aber nicht, dass wir als Tierfreunde keine Berechtigung zum Fischen haben. Das heißt für mich eben, dass man sensibel und mit Gewissen handeln soll. Hendrik und Flo haben es wahrscheinlich auch so gemeint.
Es ist eine durchaus interessante These, dass du die Tatsache, dass wir die Fische ohne Not in Todesangst versetzten mit der Begründung rechtfertigst, dass wir unser Hobby mit Leidenschaft ausüben. Und nein, aus vielen persönlichen Gesprächen mit Flo muss ich dir leider mitteilen, er hat es nicht so gemeint! Vielmehr meint er, dass es harmlos ausgedrückt lächerlich ist Kollegen zu bashen, weil sie ein Erinnerungsfoto von einem außergewöhnlichen Fang gemacht haben, und selber sich nicht eingestehen zu wollen, dass man zur Auslebung der eigenen Urinstinkte ein Lebewesen in Todesangst versetzt!
moma hat geschrieben:Wenn wir Fische wie Trophäen hochhalten, diese dann noch im Netz veröffentlichen, vermitteln wir Werte die für mich nicht mehr zu vertreten sind. Der Fisch wird dadurch zu einem Sport- oder Leistungsobjekt... Nach dem Motto "Viel und Groß ist wichtig". Der Respekt zum Tier verschwindet da... es ist eine Art Propaganda in der falschen Richtung. Wenn wir Fotos online Stellen propagieren wir auch etwas, wir sollten dabei aufpassen das es die "halbwegs" richtigen Werte sind.
Da gebe ich dir sogar mal Recht. Es ist nicht schlau unsere Erinnerungsfotos in Medien, die der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind zu posten. Wir begeben uns dann nämlich u.U. in einen Erklärungsnotstand, bei dem wir dann vielleicht argumentieren müssten: Ja, du hast Recht, ich füge dem Tier Stress und Schmerz zu, aber ich mach dies unter höchsten moralisch ethischen Ansprüchen........

Petri Heil!

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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitrag von matthias z. »

Hallo,

da ich gestern meine Simms Wathose geflickt habe, kann ich nun in meinem Ego gestärkt wieder ganz eitel ans Wasser gehen. Vielleicht mache ich demnächst noch ein Foto von der geliebten Hose, auf dem dass Simms Logo gut zu erkennen ist und poste es hier im Forum.

Bevor ich dies jedoch mache, möchte ich darauf hinweisen, dass dies eine öffentliche Diskussion ist, die von der ganzen Welt gelesen werden kann. Wenn ich hier Wörter wie "Todesangst", "Stress", "Leid" lese, bin ich doch ein wenig sehr erstaunt, zumal meines Wissens nichts dergleichen wissenschaftlich belegt werden kann?

Viele Grüße

Matthias
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