Ich hab hier im Forum mal rumgeschmökert und habe den Eindruck gewonnen:
"Die Nassfliege als Köder wird brutal unterschätzt!"
So ähnlich wie bei den Spinnfischern der Blinker(Heintz/Effzett) unterschätzt wird. Ich habe mich also daran gemacht mehr über die Fischerei mit Nassfliege in Erfahrung zu bringen. Hierbei habe ich folgendes, hoffentlich richtig, verstanden:
- Nassfliegen sind schwer genug um unter die Oberfläche zu sinken, jedoch leicht genug nicht den Grund zu erreichen
- sie schweben also im Mittelwasser bzw. im Film unter der Oberfläche
- sie imitieren einen Brutfisch oder ein ertrunkenes Insekt
- im Fließgewässer wird die Strömung zur "Bewegung" genutzt, im Stillgewässer geschieht dies durch einziehen der Schnur
- Bisserkennung erfolgt über einen Schwall an der Oberfläche oder eine Schnurbewegung im Vorfach
Jetzt habe ich allerdings noch ein paar Fragen auf die ich keine richtige Antwort weiss.
1. Ist es dann nicht unschlagbar eine Trockenfliege die immer wieder absinkt zu fischen? Quasi das ertrinkende Insekt zu imitieren?
2. Woran erkenne ich Nassfliegen in der Fliegendose? Ich kann mir vorstellen das manche sehr schnell sinken bzw. unbeschwerte Nymphen sind. Verschwimmen da die Grenzen?
3. Ich fische viel im Stillwasser bzw. in einem seeehr langsam fließenden Kanal. Lässt man die Nassfliege dann eine Weile "stehen", so wie die Trockenfliege? Manchmal kommen die Bisse erst nach 10Sek.
4. Welche Aspekte habe ich noch nicht aufgeführt? Gibt es andere grundsätzliche Dinge zu beachten?
Ich freue mich auf eure Tipps und Erfahrungen. Geplant ist, jetzt an den (hoffentlich kommen sie noch) letzten warmen Herbsttagen mit der Nassfliege die Döbel zu bezirzen. Meine Nymphen wirkten im Kanal am Grund irgendwie deplatziert und brachten keinen Erfolg. Ich hatte manchmal den Eindruck sie lösten mehr Vorsicht aus, als das sie neugierig machten. Also, mal wieder was neues probieren
LG Enrico






