Zum 60igsten

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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OWK
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Zum 60igsten

Beitrag von OWK »

Ja die Zeit vergeht schnell und schon wird man 60. Wir wollen mit meiner Frau und den beiden Söhnen ein paar Tage im September zum fischen. Wir fischen alle vier, also Tageskarte sollte nicht unbedingt 100€ pro Person sein.
Antiesen oder Ilz oder Wiesent oder?
Kyllforelle
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von Kyllforelle »

Hallo, wie weit wollt ihr denn fahren und von wo?
Möll ist immer noch sehr gut wenn die Strömung nicht abschreckt, aber mit 60 sollte das ja noch kein Problem sein.
Nur die Staller Strecke war letztes Jahr nicht so prickelnd, dafür aber die Strecke vom Gut Aichenegg, ca 50. Euro der Tagesschein, ca.8 Kilometer lang. Strecke vom Verein Bachforelle war auch immer gut, aber etwas teurer und ich war letztes Jahr nicht dort.
Heger in Siegsdorf kommt mit der Deutschen Traun schon an die 100 Euro ran, aber die Weisse Traun würde noch drunter liegen.
Alternativ auch die Große Mühl in Österreich. Günstiger und gemütliches Fischen.
VG, Thomas
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OWK
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von OWK »

Wir werden in dem Zeitraum in der größeren Umgebung von Passau sein.
An die große Mühl hatte ich auch schon gedacht.
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MahiMahi
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von MahiMahi »

Hallo,

Passau ist oder die Ilz ist gleich um die Ecke von Passau.

LG
Harry
Fliifi-Sepp
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Die Große Mühl zwischen Ulrichsberg und Schlägl kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen.

Ganz neu gibt es auch wieder Karten für den Großen Kößbach bei Esternberg, den kenne ich auch aus eigener Erfahrung.
Da wird aber normalerweise nur 1 Karte pro Tag ausgegeben. Max. darf noch eine 2. Person mitgenommen werden. Dafür hat man das Gewässer exclusiv für sich alleine. Ob auch eine Sonderlösung für eine Fliegenfischer-Familie angeboten wird, müßtest Du bei Interesse nachfragen.

Beide Gewässer haben übrigens einen reinen Wildfischbestand, da wird nichts besetzt!

LG Sepp
ThymaB
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von ThymaB »

Hallo Sepp,

bei Deinem Post (der den mir bisher unbekannt gewesenen Kößlbach in Bezug nimmt, interessant) fiel mir der letzte Satz auf, betr. mangelnden Besatz. Naja, wie OWK diese Info sieht, weiß ich ja nicht, für mich jedenfalls wäre das eher keine positive Eigenschaft eines Gewässers oder zumindest ein Vorsichts-Signal.

Denn so nett es ist, es mit Wildfischen zu tun zu haben —der Unterschied wird je geringer werden, desto länger ein Besatzfisch in der Wildnis überlebt— , so richtig ist nun mal eine simple Regel: Wer mehr als marginal aus stabil-gleichgewichtigem System entnimmt, muss den Schwund ausgleichen, anderenfalls er eine zunehmende Bestandsverarmung bekommt.
Bevor beangelt wurde, war der Bestand balanciert, d.h. es befanden sich so viele und so große Fische im Wasser, wie dieses Gewässer es ernährungsmäßig hergab.
Kommt nun nennenswerte (= mehr als nur marginal wirksame) Beanglung ins System, werden in beachtlicher Menge Fische entnommen, da viele Angler ja leider nicht so vernünftig sind, nicht zu entnehmen. Und diese Entnahme richtet sich obendrein primär auf größere Größen. Angelei wirkt also als „Filter“, als „Staubsauger“; besonders für die höheren Größen.
Woher soll dieser Schwund ersetzt werden, wenn entweder gar nicht oder nur mit Kleinfischen nachbesetzt wird?
Nennenswerte Entnahme und trotz Nicht-Besatz Bestandsneutralität? Das wäre ein naturwissenschaftliches Wunder nach dem Muster eines perpetuum mobile, von dem wir alle wissen, dass es sowas (leider) nicht geben kann.

Den Effekt eines Besatzes ausschließlich mit Kleinfischen konnte —und kann ich nach wie vor— an hiesigen Gewässern beobachten. Da noch existente größere Fische zunehmend entnommen werden und der Kleinfisch-Nachbesatz ja in den Entnahme-Filter hineingerät, sobald er entnahmefähige Größen erreicht, kommen nur noch relativ wenige Fische in Größen von 35+ oder gar höher hinein; nämlich nur aufgrund außerordentlichen Glücks oder überragender Klugheit.
Resultat: An solchen Strecken wird es immer schwieriger, noch überhaupt nennenswert zu fangen, geschweige denn attraktive Größen.

Und dann auch noch komplett ohne Besatz?
Dazu muss man entweder angeln wie ich (= ohne Entnahmen) oder insgesamt derart wenig angeln, dass stattfindende Entnahmen im Toleranzbereich bleiben, den die Natur ausgleichen kann.
Da Bewirtschafter Geld verdienen wollen und Angelnachfrage meistens in sehr großer Menge vorhanden ist, kostet solche Beschränkung viel bares Geld und also ein ganz hohes Maß an Selbstdisziplin!

Zu den besagten Strecken kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen, sondern das oben Gesagte nur als simple, allgemeingültige Vorsichts-Regel zu bedenken geben.
Jedenfalls: Naturwissenschaftliche Wunder gibt es leider nicht, und deshalb sind mir Gewässer am liebsten, in denen entweder ich alleine angle (dort brauche ich nicht zu besetzen) oder in denen angesichts des heute üblichen Angelandrangs der Bewirtschafter der simplen Erkenntnis folgt, dass es perpetua mobilia nicht gibt und dass deshalb ein fairer und chancenreicher Angelbetrieb (!) drei Dinge erfordert:
1. Besatz,
2. Besatz auch und gerade mit großen Größen, u.
3. letzterer Besatz mehrfach pro Jahr, damit nicht am Anfang der Saison „leergemacht“ wird und später im Jahr die Angler in die Röhre schauen müssen (auch diese doch so simple „Mechanik“ habe ich leider zur Genüge erlebt).

Gottlob gibt es Bewirtschafter, die 1.-3. beherzigen, leider zu selten.

TL,
Tobias
chrissie1971
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von chrissie1971 »

Hallo Tobias, hallo Sepp,

ich bin hier deutlich näher bei Sepp!
Jedes "gesunde" Gewässer mit einem natürlichen Bestand hat einen bestimmten Zuwachs an Biomasse pro Jahr. Dieser Zuwachs kann auch bedenkenlos "geerntet" werden!
Um hier nicht zu überziehen sind - je nach Gewässer und dessen Zuwachs - natürlich Einschränkungen in der Entnahme nötig! Dies kann man durch gesteuerte Entnahme (Niedrige Tages-, Wochen- und Jahreslimits, eventuell erhöhte Mindestmaße, Zwischenschonmaße etc.) durchaus in vernünftige Bahnen lenken. Oder man steuert den Zugang zum Wasser über eine limitierte Ausgabe von Erlaubnisscheinen oder eben über den Preis.
Einen andauernden Besatz mit fangfähigen bzw. auch noch kapitalen Fischen halte ich aus Nachhaltigkeitsaspekten für falsch. Auch sind natürlich aufgewachsene Fische deutlich resistenter gegenüber Predatoren aller Art.

Grüße
Christian
Fliifi-Sepp
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Hallo Tobias,

danke für die Erläuterungen, die ich genau so sehe!

Sowohl die Große Mühl, als auch der Große Kößlbach haben eine limitierte Ausgabe an Tageskarten. Im Kößlbach weiß ich, daß in der ganzen Saison nur 60 Fischtage zugelassen werden, bei der Großen Mühl kenne ich die genaue Zahl der Fischtage nicht. Kann man aber bei Bedarf sicher dort nachfragen.

Beide Gewässer haben ein professionelles Monitoring, wo jedes Jahr die für eine gute Bewirtschaftung nötigen Parameter erhoben werden. Je nach dessen Ergebnis werden die Entnahmeregeln für die folgende Saison in Form von Mindestmaßen und Entnahmefenstern festgelegt. Da wird für manche Fischarten (die Äsche in der Regel immer) auch die Entnahme verboten. Beide Gewässer haben ohne jegliche Basatzmaßnahmen einen ganz hervorragenden Fischbestand, von dem viele Gewässer mit Besatz nur träumen können! Es sind aber keine reinen Catch & Release-Gewässer.

Ich kenne noch eine Reihe von anderen Gewässern, die vollständig ohne Besatzmaßnahmen sehr gute Fischbestände haben. Auch mit richtig großen Fischen!
Aber ich kennen noch mehr Gewässer, bei denen sogar massiv, auch mit kapitalen Fischen, besetzt wird.
In der Regel bevorzuge ich persönlich aber Gewässer, die einen reinen Wildfischbestand haben.
Das soll aber jeder für sich entscheiden, auf welche Fische er fischen will. Wollte nur darauf hinweisen, daß es in den erwähnten Gewässern so ist.

LG Sepp
ThymaB
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von ThymaB »

Hallo Christian und Sepp,

lieben Dank für Eure Repliken in einem mich sehr umtreibenden Thema (das aber für uns alle ja essentiell ist, weil es schließlich unsere Fangchancen betrifft)!

Letztlich sind wir drei da nicht wirklich weit oder überhaupt nicht auseinander, denn auch ich hatte ja explizit eingeräumt, dass ich einen biologischen „Überschussbereich“, einen Toleranzbereich für Entnahmen als gegeben annehme, den die Natur ausgleichen kann.
Insofern ist es letztlich nur eine Frage, wie groß dieser Bereich im jeweiligen Gewässer zu veranschlagen ist und dass man halt entsprechend begrenzen muss (wie Du, lieber Christian, es im einzelnen erläuterst).

Naja, aber dass es eben reichlich Gewässer gibt, wo angesichts heutigen Angelandrangs dieser Toleranzbereich eindeutig überschritten wird, das scheint mir allerdings auch klar zu sein (ohne dass ich dazu noch beim ZAFFA in Albaum in die Lehre gehen oder Biologie studieren müsste).
Wenn ich beispielhaft ein hiesiges Fluss-Gewässer (untere Mittelgröße, durchschnittlich gut 20m) nehme, in dem Gäste von weither bis aus Norddeutschland und Belgien/Niederlande angeln und in dem incl. der Vereinsmitglieder wöchentlich über die Saison sicherlich je 20-40 Angler tätig sind (auf einer Strecke von rund 2,5km), dann ist m.E. klar, dass deren Entnahmen —und selbst wenn nur die Hälfte von denen Entnehmer wären und diese auch nur jeweils wenige wirklich stattliche Fische entnähmen— deutlich über diesem von der Natur auffangbaren Toleranzbereich liegen. Und dass man dann auch nicht mehr nur mit Besatz von Kleinfischen die Sache ausgleichen kann, wie es dieser Verein tut.
Die auch in diesem Gewässer natürlich bestehenden täglichen Entnahmebeschränkungen summieren sich da auf zu hohe Entnahmen. Und es gilt außerdem auch immer und überall, dass Entnahmebeschränkungen erstmal nur auf dem Papier stehen. Wenn da nicht üppig kontrolliert wird — und wo findet sowas statt? — , gilt die alte Weisheit, dass Papier geduldig ist!

Deshalb angle auch ich zwar lieber auf Wildfische, lieber Sepp, aber sind mir im Ergebnis besetzende und eben auch größere Größen besetzende Gewässer lieber, denn bei den anderen Gewässern ist mir zu viel Wahrscheinlichkeit zugunsten eines Bestandsschwundes gerade im Bereich größerer Größen gegeben.
Sofern aber quasi nachweislich (durch entsprechende anglerische Erfahrung im betr. Gewässer) guter Bestand und auch schöne Fische trotz Nur-Kleinbesatz oder gar Nicht-Besatz vorhanden sind, ja dann bin ich sofort bei Euch und mache einen dicken Haken an jenes Gewässer. Gar keine Frage...

LG
Tobias
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OWK
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von OWK »

Es gibt tatsächlich ein Video auf YouTube von vor 2 Jahren da fängt jemand wirklich viel Fische in der Große Mühl, aber alle relativ klein, so um die 25 cm.
Fliifi-Sepp
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von Fliifi-Sepp »

Ich habe an der Großen Mühl einige Bachforellen rund um 35 cm und eine Äsche von 45 Zentimetern gefangen. Aber auch viele Fische unter 30 bis 35 Zentimetern. Das entspricht der Größe des Gewässers und dem Nahrungsangebot, wie es eigentlich sein sollte. Größere Fische sind sicher möglich, aber dann müßte man das Gewässer und die Standplätze dieser Fische besser kennen.
Für mich ist das für ein Gewässer in der Größe völlig in Ordnung! Ich freue mich über kleinere Fische, weil das aufzeigt, daß die Altersstruktur in in diesem Gewässer in Ordnung ist.
Es wäre unnatürlich, wenn man an so einem Gewässer permanent größere Fische fangen würde.
Aber das muß nicht jeder so sehen!
Wenn man große Fische fangen will, dann sollte man an die Möll vom Gradnitzer-Revier fahren. Da wurden schon Weltrekord-Forellen gefangen (die Rekorde wurden aber mittlerweile wieder gebrochen). Sowohl als Bachforellen, als auch als Regebogenforellen. Das Gewässer kenne ich auch aus persönlicher Erfahrung. Und auch dort werden keine Fische besetzt, weder klein, noch als Eier, nämlich gar nicht!
Dieses Gewässer liegt aber nicht im usprünglichen Bereich des Zielgebietes des Posts.

Wenn man am Kößlbach fischt, kann man auch in den Mündungsbereich in die Donau gehen und dann vielleicht Überrraschungen in Bezug auf die Größe der Fische erleben. Gerade, wenn die Donau Hochwasser hat, der Bach aber schon klares Wasser hat. Aber der eigentliche Genuss für mich ist das Erlebnis eines natürlichen Baches in einer naütrlichen Umgebung, mit der entsprechenden Größe der Fische, die in der Regel auch der Größe des Gewässers entsprechen.
Ich finde das schön und gut. Aber das ist nur meine sehr persönliche Meinung!

LG Sepp
Zuletzt geändert von Fliifi-Sepp am 18.06.2026, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
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MahiMahi
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von MahiMahi »

Hallo liebe Kollegen,

ich würde mich von keinem Video verführen lassen oder glauben, dass es dort so ist und man nur kleine Fische fängt.
In der großen Mühl gibt es auch mit Sicherheit Fische die über 30 cm sind.
Selber probieren und es austesten nicht immer den Filmen Glauben schenken.
Ich wette wenn du dort fischt geht es ganz anders für dich aus.
Aber der Regen wäre auch nicht allzuweit entfernt. Da gibt es dicke Besatzfische garantiert.

LG
Harry
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von Kyllforelle »

Hallo,
in der Gemeindestrecke darf entnommen werden, ja das stimmt, aber in der Bärnsteinhofstrecke nicht.
Ich habe vorletztes Jahr Bachforellen bis 45cm gefangen, jedoch das Gro waren bis 20-35 cm, wenige Bachsaiblinge und glaube nur 2 Äschen. Ich habe zu 95% trocken gefischt.
Ich habe einen sehr schweren Fisch verloren, den ich nicht gesehen habe, könnte ein wirklich großer Döbel (habe auch ein paar Döbel gefangen) oder evtl. ein Karpfen gewesen sein. Es ist ein gemischter natürlicher Bestand.
Man fängt nicht wie in der Deutschen Traun, muss man halt für sich entscheiden was man möchte.
VG, Thomas
ThymaB
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von ThymaB »

Hallo Thomas,

da kannst Du von einer offenbar beeindruckenden Mühl-Strecke berichten, jedenfalls wenn ich meine tendenziell bescheidenen Erfahrungen und Ansprüche hierzulande zugrundelege (praktisch nie an die 50 und sehr selten bei 45er-Fischen, dann meist Regenbogen). Dabei scheine ich, wenn ich mit anderen Fischern in derselben Strecke mal ins Gespräch komme, meist noch jeweils ganz gut im Rennen zu liegen. Das tröstet dann zwar momentan ein wenig, aber grundsätzlich macht man sich halt jene Gedanken über Besatzpolitik im Verhältnis zur intensiven Befischung, die ich hier weiter oben erläutert habe. Da werden Strecken permanent unter ihren eigentlichen (ernährungsmäßigen) Möglichkeiten beangelt, weil dem --über dem "aberntbaren" natürlichen Überschussbereich liegenden-- Entnahmedruck kein adäquater ausgleichender Besatz entgegensteht. Und wenn einem die Angelei lieb und wert ist, findet man das nicht spaßig oder eine Petitesse, egal ob es Kollegen an der Strecke ebenso oder noch mieser ergeht...

Aber zurück zum Bärnsteinhof: Die Artenbandbreite scheint auch attraktiv zu sein, besonderes Schmankerl ist der Saibling (jedenfalls ist er mein Lieblingsfisch zusammen mit der Äsche, die ja bei Dir auch vertreten ist).
Döbel sind mir immer willkommen, sieht aber wohl nicht jeder so, konnte letztes Jahr in Saalhausen einen guten 45er fangen. Glaubt man zunächst oft nicht, weil sie ein wenig wie totes Gewicht hereingeholt werden; dann beim Hakenlösen allerdings sehr lebendig...

In puncto Entnahme könnte Deine gute Erfahrung vielleicht ja auf C+R beim Bärnsteinhof basieren. Kann man nicht exakt feststellen, mangels validen Vergleichs. Jedenfalls eine gute Erfahrung/Werbung für jene Strecke, vielleicht berichtest Du im Herbst erneut von der Mühl, wäre schön...

Lieben Dank,
Tobias
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Re: Zum 60igsten

Beitrag von OWK »

Hat den schon jemand die Antiesen Strecke vom bfv Passau befischt?
Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich möchte natürlich nicht nur große Fische fangen, aber eben auch nicht nur kleine. Der Mix macht es aus.
In der Bode im Harz gibt es auch nur vorwiegend kleine Forellen, weil sie in dem Gewässer einfach nicht größer werden. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Aber wenn man den ganzen Tag nur kleine Fische fängt, macht das natürlich auch keinen Spaß.
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