Kormoranbejagung in Thüringen: Rechtssicher handeln, Fischbestände schützen

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Michael.
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Kormoranbejagung in Thüringen: Rechtssicher handeln, Fischbestände schützen

Ungelesener Beitrag von Michael. »

Hallo,

hier eine aktuelle -wichtige- Mitteilung vom 25.08.26 vom LAVT aus Erfurt zur Kormoranproblematik, welche die aktuelle (traurige) Situation sehr anschaulich auf den Punkt bringt. Seht euch auch den Film dazu an!

Beitrag:
https://www.lavt.de/kormoranbejagung-in ... schuetzen/

Film:
https://youtu.be/hhUq6Ue4i_g

Gerne teilen teilen teilen !!

Aktuelle Thüringer Kormoranverordnung:
https://landesrecht.thueringen.de/perma ... anV_TH_!_9

Grüße
Michael
Fliifi-Sepp
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Re: Kormoranbejagung in Thüringen: Rechtssicher handeln, Fischbestände schützen

Ungelesener Beitrag von Fliifi-Sepp »

Hallo Michael,

ja, die Situation mit der Kormoran-Überpopulation ist dramatisch!

Im Film werden die Fakten akustisch sehr gut dargestellt. Allerdings bin ich der Meinung, daß der Film nicht zum Teilen an nicht fischende Personen geeignet ist.

Die Gründe:
Sehr oft werden im Film getötete Fische zusammen mit toten Kormoranen dargestellt. Besser wäre es gewesen, nur die getöteten Fische zu zeigen, ohne die toten Kormorane.
Fischer werden den Film gut finden, aber dann bewegen wir uns wieder (wie schon so oft) in unserer eigenen Blase, welche die Problematik zur Genüge kennt.
Wir sollten aber eben genau die Menschen erreichen, die außerhalb unserer Blase leben. Und da bewirken die Bilder von toten Vögeln eher das Gegenteil.

Beim Vergleich zwischen der Regulierung von Schwarzwild und der geforderten stärkeren Regulierung von Kormoranen sollte man vorsichtig sein. Beim Schwarzwild handelt es sich um echte Wildtiere, die sich selber vermehren. Wir als Fischer sollten uns in der Argumentation auf den Schutz der tatsächlichen Wildfische konzentrieren, die sich selber vermehren. Bei Forellen ist das meist nicht der Fall, die werden überwiegend in Teichen gezüchtet und besetzt, sind also keine Wildfische. Dafür einen Schutz zu fordern, wird abseits der Fischer-Blase nicht ernst genommen.
Die Fischereiverbände vertreten auch die Interessen der Fischzüchter. Hier sollte man aber zwischen den Bewirtschaftern von Gewässern und Züchtern in der Argumentation unterscheiden. Indem man verschiedene Interessen kombiniert, erzielt man oft deutlich weniger Wirkung. Wir Fischer sollten uns deshalb mehr auf unsere eigenen Interessen (und nicht der Züchter) und die Interessen unserer Fische konzentrieren. Und die Argumente dann in Wort und Bild so transportieren, daß wir möglichst viele Menschen abseits unserer Blase erreichen und möglichst viel Wirkung damit erreichen.
Bisher waren wir und unsere Verbände diesbezüglich grottenschlecht!

LG Sepp
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