Hi,
es gibt sehr viele verschiedene Methoden, für schwere Schnüre/Schussköpfe mag ich Dan Blanton's Variante,
http://www.danblanton.com/blog/getting-looped/
Geht viel besser als die geschweissten Loops durch die Ringe,
Für leichte Schnüre, falls ich mal ein "Furled Leader" verwende, "Whipped Loops", ähnlich hier,
https://sunrayflyfish.com/blogs/news/wh ... Nzk315jRZ_
Ansonsten, wenn immer machbar insb. lange Vorfächer 4,5m+ eingezogener Nadelknoten.
Viele Grüße,
Torsten
Frage: Neue Loops herstellen für PU und PVC Schnüre
Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.
-
TorstenHtr
- Beiträge: 305
- Registriert: 02.11.2006, 21:49
- Hat sich bedankt: 33 Mal
- Danksagung erhalten: 63 Mal
-
RickFishing
- Beiträge: 6
- Registriert: 06.10.2025, 17:48
- Hat sich bedankt: 1 Mal
Re: Frage: Neue Loops herstellen für PU und PVC Schnüre
Moin! Ein wenig verspätetes Feedback meinerseits. Ich hatte kein Stormsure mehr zur Hand und musste es erst bestellen, auch um meine Wathose zu reparieren. Das schlug schon mal fehl und mündete in einem Neukauf.
Eine Freigelegte Fliegenschnurseele finde ich auch gut. Das werde ich demnächst mal testen. Ich habe ein paar Schnüre die das von Werk aus haben. Wie Reinhard schon anmerkte ist eine Versteifung sinnvoll. Wahrscheinlich für bessere Abrolleigenschaften ( ? ) und auch eine bessere Haltbarkeit.
Zum eigentlichen Vorhaben mit kleben habe ich dann doch Abstand genommen. Besonders Kleber in Verbindung mit Schrumpfschlauch, was mir der Bot vorgeschlagen hat, habe ich dann schon aus rein logischer Sicht Abstand genommen. Es sei denn der Schrumpfschlauch ist dezent genug und man muss ihn nicht mehr entfernen.
Das Glätteisen funktionierte zwar für PVC halbwegs, aber für PU habe ich dann doch das Experiment gewagt und mir eine Heißluftpistole mit 2 Stufen gekauft (300 & 500°C). Da ich aktuell vorwiegend mit Schussköpfen fische und sich dort auch ein paar Loops zerlegt haben, habe ich zusätzlich noch ein Set Schlumpfschläuche gekauft. Meine bisherigen von RIO intouch Level T sind eher für Zweihand Schussköpfe oder was für um die Klasse #8. Das Set umfasste Innendurchmesser von 1mm, 1,5mm, 2mm usw..
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Jedoch sollte man bei den Schlumpfschläuchen nicht zu knauserig sein. Das Set das ich habe stinkt schon sehr und die einzelnen Stücke kleben ein wenig ohne jegliches Zutun. Die Wandstärke ist auch nicht optimal und könnte minimal dicker sein, aber es funktionierte auf Anhieb bei der Baltic Schnur. Die Marlo Shelter war sehr dünn, da muss man geduldiger sein und mehr Abstand und Zeit aufbringen. Ich bin mir nicht sicher ob die Verfärbungen von den Schlumpfschläuchen kamen oder von der Schnur. Auf jeden Fall war es zuviel Hitze auf Stufe 1 mit 300°C. Optimal wäre wahrscheinlich eine stufenlose Regulierung.
Bei dem Arcticsilver Schusskopf hat sich der blaue Bereich einseitig gelöst gehabt. Normalerweise kommt der Riss/Knick immer hinter der Schlaufe, wo die Schnur nicht doppelt liegt. Ich habe leider kein vorher Bild gemacht, aber die Heißluftpistole hat alles wieder sauber verschmolzen.
Fummelig ist es den Schrumpfschlauch wieder zu entfernen. Mit einer kleiner Nagelschere und etwas Vorsicht ging es aber ganz gut. Im Vergleich zum Rio Schrumpfschlauch ging dies deutlich schlechter. Ich denke das Set das ich habe ist für permanente Isolierung und Fixierung gedacht und ist deutlich unflexibeler nach dem erhitzen.
Eine Freigelegte Fliegenschnurseele finde ich auch gut. Das werde ich demnächst mal testen. Ich habe ein paar Schnüre die das von Werk aus haben. Wie Reinhard schon anmerkte ist eine Versteifung sinnvoll. Wahrscheinlich für bessere Abrolleigenschaften ( ? ) und auch eine bessere Haltbarkeit.
Zum eigentlichen Vorhaben mit kleben habe ich dann doch Abstand genommen. Besonders Kleber in Verbindung mit Schrumpfschlauch, was mir der Bot vorgeschlagen hat, habe ich dann schon aus rein logischer Sicht Abstand genommen. Es sei denn der Schrumpfschlauch ist dezent genug und man muss ihn nicht mehr entfernen.
Das Glätteisen funktionierte zwar für PVC halbwegs, aber für PU habe ich dann doch das Experiment gewagt und mir eine Heißluftpistole mit 2 Stufen gekauft (300 & 500°C). Da ich aktuell vorwiegend mit Schussköpfen fische und sich dort auch ein paar Loops zerlegt haben, habe ich zusätzlich noch ein Set Schlumpfschläuche gekauft. Meine bisherigen von RIO intouch Level T sind eher für Zweihand Schussköpfe oder was für um die Klasse #8. Das Set umfasste Innendurchmesser von 1mm, 1,5mm, 2mm usw..
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Jedoch sollte man bei den Schlumpfschläuchen nicht zu knauserig sein. Das Set das ich habe stinkt schon sehr und die einzelnen Stücke kleben ein wenig ohne jegliches Zutun. Die Wandstärke ist auch nicht optimal und könnte minimal dicker sein, aber es funktionierte auf Anhieb bei der Baltic Schnur. Die Marlo Shelter war sehr dünn, da muss man geduldiger sein und mehr Abstand und Zeit aufbringen. Ich bin mir nicht sicher ob die Verfärbungen von den Schlumpfschläuchen kamen oder von der Schnur. Auf jeden Fall war es zuviel Hitze auf Stufe 1 mit 300°C. Optimal wäre wahrscheinlich eine stufenlose Regulierung.
Bei dem Arcticsilver Schusskopf hat sich der blaue Bereich einseitig gelöst gehabt. Normalerweise kommt der Riss/Knick immer hinter der Schlaufe, wo die Schnur nicht doppelt liegt. Ich habe leider kein vorher Bild gemacht, aber die Heißluftpistole hat alles wieder sauber verschmolzen.
Fummelig ist es den Schrumpfschlauch wieder zu entfernen. Mit einer kleiner Nagelschere und etwas Vorsicht ging es aber ganz gut. Im Vergleich zum Rio Schrumpfschlauch ging dies deutlich schlechter. Ich denke das Set das ich habe ist für permanente Isolierung und Fixierung gedacht und ist deutlich unflexibeler nach dem erhitzen.
- Dateianhänge
-
- Marlo Shelter #5
- 5er.jpg (200.82 KiB) 269 mal betrachtet
-
- Baltic #7
- Baltic.jpg (192 KiB) 269 mal betrachtet
-
- Arcticsilver #6
- Arctic.jpg (183.88 KiB) 269 mal betrachtet
- Thomas E.
- Beiträge: 1416
- Registriert: 16.12.2009, 20:26
- Wohnort: Hamburg
- Hat sich bedankt: 27 Mal
- Danksagung erhalten: 253 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Frage: Neue Loops herstellen für PU und PVC Schnüre
Moin,RickFishing hat geschrieben: 24.10.2026, 18:51 Wie Reinhard schon anmerkte ist eine Versteifung sinnvoll. Wahrscheinlich für bessere Abrolleigenschaften ( ? ) und auch eine bessere Haltbarkeit.
für bessere Abrolleigenschaften ganz sicher nicht !
Wer z.B. sehr weiche Dyneema-Vorfächer (Moser) kennt, weiß, allein die Masse und deren Verteilung entscheidet.
Darum hat man auch Polyleader entwickelt. Mono in der Stärke und Gewicht wäre zu steif.
Gruß
Thomas Ellerbrock
Thomas Ellerbrock
-
Trockenfliege
- Beiträge: 1778
- Registriert: 25.01.2015, 17:03
- Hat sich bedankt: 274 Mal
- Danksagung erhalten: 442 Mal
Re: Frage: Neue Loops herstellen für PU und PVC Schnüre
Die Versteifung der Schlaufe mache ich für eine bessere Kraftübertragung.
Die reine Schnurseele ist weicher als der folgende Butt des Vorfachs. Da wäre dann eine Art Scharnier zwischen Fliegenschnur und Vorfach.
Das lässt sich auch werfen und strecken, aber ist nicht optimal.
Reinhard
Die reine Schnurseele ist weicher als der folgende Butt des Vorfachs. Da wäre dann eine Art Scharnier zwischen Fliegenschnur und Vorfach.
Das lässt sich auch werfen und strecken, aber ist nicht optimal.
Reinhard
- MahiMahi
- Beiträge: 848
- Registriert: 17.01.2020, 08:14
- Hat sich bedankt: 22 Mal
- Danksagung erhalten: 276 Mal
Re: Frage: Neue Loops herstellen für PU und PVC Schnüre
Hallo,
ich gehe folgender Weise vor. Schlaufen schweiße ich mit einer Heißluftpistole und für's Salzwasser
sichere ich noch mit zwei Nagelknoten. In eine werksseitig gelieferte Schlaufe habe ich wenig Vertrauen.
Wer einmal größere Stachelmakrelen gedrillt hat, weiß wovon ich spreche. Auch beim Hechtfischen
gehe ich so vor. Da kann die Schlaufe einen Zentimeter mehr haben das spielt keine Rolle. Auf Ästetik brauchst du
im Salzwasser oder beim Hechtfischen nicht schauen, da kommt es nicht darauf an wichtig ist, dass deine Schlaufe halten wird.
So, und wenn ich eine Schnur für's Forellen/Äschenfischen kaufe und diese hat eine Schlaufe dann schneide ich diese ab.
Befestige das Vorfach mit einem dezenten Nagelknoten und fertig. Ich frage mich manchmal, was soll eine Schlaufe an einer DT #3 Schnur?
Ich brauche keine Schlaufe an einer Schnur wenn ich leise und möglichst unauffällig bleiben will.
LG
Harry
ich gehe folgender Weise vor. Schlaufen schweiße ich mit einer Heißluftpistole und für's Salzwasser
sichere ich noch mit zwei Nagelknoten. In eine werksseitig gelieferte Schlaufe habe ich wenig Vertrauen.
Wer einmal größere Stachelmakrelen gedrillt hat, weiß wovon ich spreche. Auch beim Hechtfischen
gehe ich so vor. Da kann die Schlaufe einen Zentimeter mehr haben das spielt keine Rolle. Auf Ästetik brauchst du
im Salzwasser oder beim Hechtfischen nicht schauen, da kommt es nicht darauf an wichtig ist, dass deine Schlaufe halten wird.
So, und wenn ich eine Schnur für's Forellen/Äschenfischen kaufe und diese hat eine Schlaufe dann schneide ich diese ab.
Befestige das Vorfach mit einem dezenten Nagelknoten und fertig. Ich frage mich manchmal, was soll eine Schlaufe an einer DT #3 Schnur?
Ich brauche keine Schlaufe an einer Schnur wenn ich leise und möglichst unauffällig bleiben will.
LG
Harry
-
Fliifi-Sepp
- Beiträge: 929
- Registriert: 30.11.2020, 12:37
- Hat sich bedankt: 56 Mal
- Danksagung erhalten: 311 Mal
Re: Frage: Neue Loops herstellen für PU und PVC Schnüre
Bei schwereren Schnüren, so ab #8 schneide ich, falls vorhanden, diese sowieso ab.
Dann mache ich mir aus einem Geflechtschlach einen Loop, der etwa 3 cm länger ist, als die eigentliche Schlaufe. Schiebe dann den Loop auf die entfettete Schnur und machen ein paar Windungen mit Bindefaden.
Dann nehme ich eine 3. Hand und klemme an der einen Seite senkrecht einen Nage ein und bei der anderen Seite klemme ich die Schnur zwischen einem Lappen fest. Der Loop wird nur vollständig mit Aquasure oder ähnlichem Kleber incl. der Bidewicklung bestrichen, die Schaulfe vollständig ausgegossen. Dann erwärme ich alles mit einer Heißlufpistole, bis der Kleber sich schön verteilt und auch in das Geflecht der Schlaufe vollständig eingedrungen ist. Jetzt hänge ich die Schlaufe in den Nagel und bringe den Loop leicht auf Spannung, so daß er auch ohne Kleber halten sollte.
Über Nacht trocknen lassen und vorsichtig vom Nagel lösen.
Hat bisher alle großen Fische problemlos gedrillt, die ich gefangen habe, Huchen Atlantiklachse, sowei Meefrorellen Steelhead im Fluß. Bei Salzwasserfischen habe ich aber eine Erfahrung.
Bei Schnurklassen bis #7 bin ich bei Harry: Nagelknoten. Da wechsle ich keine Vorfächer. Habe dazu verschiedenste Rollen, fertig bestückt mit den Vorfächern.
Brauch für die Forellen- und Äschenfischerei auch keine Schußköpfe, obwohl ich gerne und oft große Flüsse befische.
LG Sepp
Dann mache ich mir aus einem Geflechtschlach einen Loop, der etwa 3 cm länger ist, als die eigentliche Schlaufe. Schiebe dann den Loop auf die entfettete Schnur und machen ein paar Windungen mit Bindefaden.
Dann nehme ich eine 3. Hand und klemme an der einen Seite senkrecht einen Nage ein und bei der anderen Seite klemme ich die Schnur zwischen einem Lappen fest. Der Loop wird nur vollständig mit Aquasure oder ähnlichem Kleber incl. der Bidewicklung bestrichen, die Schaulfe vollständig ausgegossen. Dann erwärme ich alles mit einer Heißlufpistole, bis der Kleber sich schön verteilt und auch in das Geflecht der Schlaufe vollständig eingedrungen ist. Jetzt hänge ich die Schlaufe in den Nagel und bringe den Loop leicht auf Spannung, so daß er auch ohne Kleber halten sollte.
Über Nacht trocknen lassen und vorsichtig vom Nagel lösen.
Hat bisher alle großen Fische problemlos gedrillt, die ich gefangen habe, Huchen Atlantiklachse, sowei Meefrorellen Steelhead im Fluß. Bei Salzwasserfischen habe ich aber eine Erfahrung.
Bei Schnurklassen bis #7 bin ich bei Harry: Nagelknoten. Da wechsle ich keine Vorfächer. Habe dazu verschiedenste Rollen, fertig bestückt mit den Vorfächern.
Brauch für die Forellen- und Äschenfischerei auch keine Schußköpfe, obwohl ich gerne und oft große Flüsse befische.
LG Sepp






