Hallo Z´sammn,
was bei dieser Diskussion und vielen anderen in ähnlichem Kontext immer zu kurz kommt und was Bernd ich an anderer Stelle nur mal kurz angerissen haben, ist der Hakenschleifstein und der schleifbare Haken. M.E. ist der Schleifstein das verkannteste Utensil unserer Ausrüstung!!
Wenn bei mir 2 Anhiebe (schönes Wort) nacheinander nicht sitzen oder ein Fisch aussteigt, schleife ich kurz über die Spitze und schon ist das Problem bis zum nächsten (anscheinend) leichten Boden-, Ast-, Gras usw.-kontakt beendet, nach welchem ich (zumindest theoretisch) auch immer schleife. Diese Erfahrung passt natürlich genau in das mehrfach angesprochene "richtige" Hakensetzen. Eine auch nur leicht angestumpfte oder angebogene Spitze fasst schlicht nicht vernünftig und fällt entsprechend leichter wieder raus.
Also Fazit wie bei vielen Vorpostern, ducrh den weggedrückten Widerhaken verliere ich real keine Fische, obwohl ich keinen wirklichen "Vergleich" habe, da ich schon seit wenige Wochen nach meinen ersten erfolgreichen Würfen vor fast 40 Jahren komplett ohne fische. Durch andere Faktoren allerdings schon, so ist in den derzeit wuchernden Hahnenfußfahnen die Quote deutlich eher 2:1 für die Fische.

Auch ins Vorfach greifende Äste, dumm herumstehende Watstiefel, die von Hand gedrille im Wasser herumliegende Leine (Schmach über mich, der ich die technischen Mesiterwerke der Rollenbaukunst seit jeher ignoriere), sonstige Umkurvungsmöglichkeiten oder auch der hilfreiche Freund sind jedenfalls weitaus effektivere Aussteigehilfen als ein nicht vorhandener (denn fehlender wäre falsch) Widerhaken.
Light lines
Siegfried
P.S. Alles Gesagte gilt allerdings nicht für Schaffellpads, aus denen schleichen sich meine Fliegen mit konstanter Bosheit ohne jedes Zutun selbsttätig heraus, während aus den vorgenannten Ausstiegs- und Abrissmöglichkeiten aufgesammelte mit WH sich selbst mit sanfter Gewalt zu Hause kaum wieder rauspulen lassen
