"Marktforschung"

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich? Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, oder gute oder schlechte Erfahrungen mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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Royal Coachman
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Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Harald !

Da hast Du mich aber nicht ganz richtig verstanden. Mit diesem Satz wollte ich die Artenvielfalt und damit die verschiedenen Methoden einen Fisch zu fangen darstellen. Daß die Jäger uns im Bereich Hege um Lichtjahre voraus sind, ist seit Jahrzehnten Tatsache und die Reaktionen hier im Forum, sollte dieses Thema angesprochen sprechen für sich.

Doch möchte ich noch einen Aspekt aus der Geschichte hinzufügen.
In grauer Vorzeit hatte der Adel das Jagdrecht und die Klöster die Fischerei.
In England war das nie so, die Fischerei gehörte immer zu den Lords und noch heute gehört zur Ausbildung eines " Gentleman " : Reiten mit Jagd , Segeln, Golf und Fliegenfischen. Durch diese jahrhundertelange Tradition hat das Fischen in England einen ganz anderen Stellenwerrt als bei uns .

Nur durch eine langfristige Meinungsbildung könnte sich hier etwas ändern , aber dazu müßten sich bekannte Persönlichkeiten outen und wer tut das schon freiwillig.

Jagdzeitschriften lese ich immer mit großem Vergnügen und würde mir wünschen diesen Stil auch in Fischerzeitungen, welcher Art auch immer , wiederzufinden.

diesmal mit Waidmannsheil
Royal Coachman
Der immer auf Seiten der Fische steht!
RolandT

Beitrag von RolandT »

Hallo Werner. Danke das Du mir die von Dir erwähnten Titel genannt hast. Auch ich möchte an dieser Stelle mal eine kleine Auswahl von Büchern nennen, die ich in der Unterhaltung auf Fliegenfischereilichen Gebiet für allererste Sahne halte:

Tony Burnand - Die süße Qual des Fliegenfischens.
Hans Anders - Naß und Trocken
Wolfgang L.R. Ecke - Schimmernde Schatten
Wolfgang L.R. Ecke - Von Flüssen und Fischen
Charles K. Fox - Die Welt der Forellen
Eric Horsfall Turner - Beobachten, Überlegen, Fangen
Negley Farson - Auf Fischerpfaden durch die Welt
J. Brooks - Im Zeichen der Windrose

Wer wirkliches Interesse an guter Literatur hat, wird sicherlich die genannten Bücher für sich Aufstöbern können. Bei den aufgezeigten Titeln handelt es sich ausschließlich um Erzählerische Werke, die einen in eine ganz andere Welt versetzen. Für mich zählen diese Bücher mit zu den besten, was auf diesem Gebiete bisher erschienen ist.

Herzlichst RolandT
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Rolf Renell
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Beitrag von Rolf Renell »

Yep,schöne Bücher!!!
Beste Grüsse ,Rolf
-----------------------------------------------------
...a fisherman`s dream , is a trout in the stream ...
cgx

Beitrag von cgx »

Hätte Joanne K. Rowling sich diese Gedanken gemacht ...

Nebenbei: Eine gute Story übers Netz zu vetreiben ist doch auch eine Möglichkeit!?
Den Weg gehen doch mittlerweile einige Autoren.

(still rember Justin Hall)
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Lutz/H
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Beitrag von Lutz/H »

Original geschrieben von RolandT
Hallo Werner. Danke das Du mir die von Dir erwähnten Titel genannt hast. Auch ich möchte an dieser Stelle mal eine kleine Auswahl von Büchern nennen, die ich in der Unterhaltung auf Fliegenfischereilichen Gebiet für allererste Sahne halte:

Tony Burnand - Die süße Qual des Fliegenfischens.
Hans Anders - Naß und Trocken
Wolfgang L.R. Ecke - Schimmernde Schatten
Wolfgang L.R. Ecke - Von Flüssen und Fischen
Charles K. Fox - Die Welt der Forellen
Eric Horsfall Turner - Beobachten, Überlegen, Fangen
Negley Farson - Auf Fischerpfaden durch die Welt
J. Brooks - Im Zeichen der Windrose

Wer wirkliches Interesse an guter Literatur hat, wird sicherlich die genannten Bücher für sich Aufstöbern können. Bei den aufgezeigten Titeln handelt es sich ausschließlich um Erzählerische Werke, die einen in eine ganz andere Welt versetzen. Für mich zählen diese Bücher mit zu den besten, was auf diesem Gebiete bisher erschienen ist.

Herzlichst RolandT
Nette Auswahl, besonders den Brooks finde ich auch sehr unterhaltend, möchte ich noch ergänzen mit

Zauber der Fischwaid- Sir Edward Grey(im Org. "Flyfishing")Übersetzung von H.Aldinger/Iffland-Verlag 1961

Im Land der Mitternachtssonne- Hans Lidmann

Gruß Lutz
RolandT

Beitrag von RolandT »

Hallo Lutz, Recht hast Du. Auch sehr lesenswert. Gruß RolandT :cool:
Werner

Beitrag von Werner »

@royal coachman
Ein Autor sollte sich nicht von der Kompetenz seiner vermuteten Leserschaft beeinflussen lassen.


Hallo Gebhard,
muss er, weil der Verlag sonst nicht druckt und der sitzt am längeren Hebel, wenn man nicht Günther Grass heißt.
Jagdzeitschriften lese ich immer mit großem Vergnügen und würde mir wünschen diesen Stil auch in Fischerzeitungen, welcher Art auch immer , wiederzufinden.


Dafür führe ich schon seit Jahren einen vergeblichen Kampf und komme mir allmählich vor wie Don Quichotte.
Mein letzter Versuch in dieser Richtung endete mit der Ausssage ( sinngemäß)
"Für ein Buch ist diese stimmungvolle Geschichte geeignet, aber nicht für ein Magazin."
Gemeint war : Das Ganze ist a) zu lang, b) nicht boulevardesk genug, c) nicht in einfachen Hauptsätzen geschrieben.

Das war damals für mich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen und mich zur "Kündigung" brachte, denn der Chefredakteur dieses Magazins hatte sich auch bis dahin durch sprachliche und grammatikalische Inkompetenz bei der Redigierung meiner Beiträge ausgezeichnet, so dass ich jedes Mal fürchten musste, dass meine Texte auf dem Wege ins Blatt zu reißerischen, grammatikalisch falschen "Bildzeitungsbeiträgen" würden.

Aber die Leser wollen es so- merken den Unterschied nicht- und der Chef kann es nicht anders.

Gruß Werner
Zuletzt geändert von Werner am 01.12.2004, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Harald aus LEV
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Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo RC,
>> Jagdzeitschriften lese ich immer mit großem Vergnügen und würde mir wünschen diesen Stil auch in Fischerzeitungen, welcher Art auch immer , wiederzufinden. <<
... Du sprichst mir aus der Seele!

Manchmal frage ich mich, warum eine bekannte Zeitschrift nicht in "Angelbild" umbenannt wird. Wahrscheinlich weil sie nicht im Springerverlag erscheint.

Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Noellgen, H

Beitrag von Noellgen, H »

Hallo Leute,
Da sich hier zu meiner Überraschung eine ganz nette Diskussion
entwickelt, möchte ich auch noch etwas Öl ins Feuer giessen.

Das Hebeisenbuch hat sich entgegen anderer Meinungen recht gut
verkauft, sowohl die teure Erstauflage als auch die halb so teure
Zweitauflage.
Hinsichtlich der literarischen Qualität bin ich der Meinung, dass
Hans Ruedi nicht den Anspruch hatte, den Hemingway zu geben,
er hat mit wenig Worten und schönen Bildern viel fachliches und
atmosphärisches vermittelt, der Markt hat es angenommen.

Der Ritz ist literarisch m.E. auch nicht der ganz grosse Renner,
es sind nette Geschichten , die uns einen Einblick in eine vergangene
Zeit vermitteln.
Natürlich hat sich das Leseverhalten geändert, "normale" Angelzeit-
schriften bedienen sich eines sprachlichen Niveaus, an dem
eigentlich nur Analphabeten Gefallen finden können.

Am schlimmsten ist allerdings die Lethargie der Verlagsbranche,
der nichts anderes einfällt, als auf den vermeintliche Massengeschmack
zu setzen, und die jegliches Risiko scheut.

Tight lines
Heiner
Royal Coachman
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Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Werner !

Da kommen wir zum Kern der Sache, der Aufbau eines Magazins !
Da sollten sich die Verantwortlichen mal den " Sportfischer " aus dem Schindlerverlag München zwischen den Weltkriegen zur Gemüte führen.

Sicher sind die Hefte 70-80 Jahre alt und die Gedichte würden heutzutage niemand mehr interessieren, aber der grundsätzliche Aufbau einer Monatszeitschrift läßt sich hier bestens erkennen.

Deinen Kampf als " Don Quichotte " kann ich bestens nachempfinden, ich kämpfe beruflich auch immer um etwas Neues, meistens vergeblich.

Laß Dich also nicht entmutigen, der Erfolg stellt sich oft in einer ganz anderen Weise ein als erwartet.

mit freundlichem
tight lines
Royal Coachman
Der immer auf Seiten der Fische steht!
RolandT

Beitrag von RolandT »

Hallo royal coachman, welche Jahrgänge der Zeitschriften ,, Die Kunstzeitschrift, Der Sportfischer,, hast Du denn? In meinem Besitz befinden sich die Jahrgänge 1928-1942. Es fehlen mir lediglich die Jahrgänge von 1924-1927, 1938 und 1941. Und im Jahre 1943 gab es, glaube ich zumindest, nur 5 oder 6 Hefte, bevor die Herausgabe der Kunstzeitschrift endgültig eingestellt wurde. Mich würden die genannten Ausgaben, die mir fehlen, zur Ansicht interessieren. Diese sind leider zurzeit nicht zu bekommen.
Es ist immer wieder ein Traum, in diesen Zeitschriften zu Blättern. Ein Niveau, wo man in unserer heutigen, doch so Modernen Zeit, leider nicht mehr herankommt!

Petri Heil und Gut Wasserwaid wünscht RolandT
Royal Coachman
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Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Roland !

Ich besitze die Jahrgänge 1925-1935 und zwei unvollständige Bände 1938-40und 1940-42.
Vieleicht können wir doch mal einen Bücherstammtisch in Oberbayern ins Leben rufen . Wo bist Du zu hause ?

mit tight lines
Royal Coachman

PS : der Jahrgang 1935 ist derzeit erhältlich !
Der immer auf Seiten der Fische steht!
RolandT

Beitrag von RolandT »

Hallo royal coachman, das ist eine prima Idee, mit einem Oberbayerischen Bücherstammtisch. Ich wohne im Landkreis Altötting! Ist das weit weg von Dir?? Würde mich sehr freuen, wenn sich da mal etwas Organisieren ließe. Alles Gute zu Dir.

Herzlichst RolandT


PS : Auch der Jahrgang von 1934 steht zur Zeit in der Antiquariatsliste zum Verkauf !
Graylinglover

Beitrag von Graylinglover »

Hallo an alle!

Ein Teil des hier gesagten kann ich sehr gut nachvollziehen Trotzdem denke ich, dass es sich hier auch um einen "Generationenkonflikt" handelt. Ich bin sicher, dass das Durchschnittsalter der Diskussionsteilnehmer > 40 ist (ich selbst bin 37). Ihr bemängelt, dass der Zeitgeist und der "harte" Markt die Qualität der literarischen Produkte vorgibt. In England gibt es mehr als zwei Fliegenfischerzeitschriften, die eine recht diverse Klientel versorgen. Während eine der Zeitschriften den englischen "Landadel" (the gentry) bedient verteilen sich die anderen auf andere Zielgruppen. Ich habe im Urlaub alle ausprobiert und kaufe mir inzwischen nur noch zwei davon. Aber das ist eben Geschmackssache.
Es kann also nicht so schwer sein eine Zeitschrift herauszubringen, die eine bestimmte Zielgruppe anspricht. Also vielleicht weniger Jammern und im Zweifelsfall selbst machen?

Beste Grüße

Robert

P.S.: Was mir in fast allen deutsprachigen Zeitschriften fehlt ist der Humor! Aber Wortwitz ist eben nicht unbedingt eine deutsche Tugend.
maruoff

kT

Beitrag von maruoff »

hallo werner,

habe deinen beitrag "marktforschung" leider aus zeitgründen nur überfliegen können, trotzdem würden mich einige punkte offline interessieren.

kannst du mir deshalb mal mailen bitte?

mruoff at testo dot de

viele grüsse

marcus
Antworten