Angelmesse und Treffen in Deutschland

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Torsten Rühl
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Angelmesse und Treffen in Deutschland

Ungelesener Beitrag von Torsten Rühl »

Ich musste wieder einmal mit Bedauern feststellen müssen, daß Messen nicht wirklich angenommen werden.
Auch das FF-Meeting wurde ja auchnur von 200 Leuten besucht obwohl die 500er Grenze angepeilt wurde.
Das Treffen am Niederrhein und beim Rolf Renell im Bergischen von ca. 100 Leuten.
An den Anzeigen und Werbekampangen kann es nicht liegen da alle Veranstalltungen in der Fachpresse angekündigt wurden.
Wie auch die Angelmesse am letzten Wochenende in Rheinberg. Freitags total tote Hose. Samstag war es dann schon besser und Sonntags war es so wie es das ganze Wochenende sein sollte. 4500 Besucher für eine Fachmesse ist einfach zu wenig. Von den Besucherzahlen waren ungefähr 1000 Angler.
An der Qualität kann es nicht liegen. Die Veranstalltungen die ich nannte hatten alle ein sehr hohes Niveau.
Gibt es zuviele Veranstalltungen? Sollten Meetings mehr Kommerziell sein?
Schaut doch in unsere NAchbarländer dort finden Treffen und Messen statt wo ganz locker 2000 Besucher kommen an 2 Tagen.
Michael und Rolf können mir das bestimmt auch bestätigen- man steckt eine Menge Energie in so etwas ohne einen finanziellen Hintergedanken.
Ich hoffe für alle das es alle genug Lust haben weiterhin Treffen zu organisieren. Ich für mein Teil werd dies machen im nächsten Sommer. Alles weitere im nächsten Jahr.

Was meint ihr zu dem Thema? Über vernünftige Kritik sind alle Veranstallter mit Sicherheit sehr dankbar.

Gruss vom Niederrhein
- Vorsitzender - Fliegenfischerfreunde Niederrhein e.V
thomas t.

Ungelesener Beitrag von thomas t. »

Hallo Torsten,

ich denke nicht, daß der kommerziele Gedanke bei Treffen und Messen in den Hintergrund gerät. Eher das Gegenteil ist der Fall, und dies getragen durch die Fliegenfischergemeinschaft selbst. "Hast Du was dann bist Du was" das ist das Motto das gilt.
Es geht leider viel zu oft gar nicht mehr um das Erlebnis am Wasser sondern wichtiger ist die Aktion der "Amalfi"-rute ob ich Sie brauche oder auch nur im entferntesten ausnutzen kann spielt keine Rolle.
Wen interessiert die Bachforelle, die man nach 3 Tagen in einem niederrheinischen Wiesenbach endlich überlistet hat, wenn man in der selben Zeit mal kurz in Schweden zwölf Lachse drillen kann.
Zumal, - daß mit der Forelle muß erst einmal in Frage gestellt werden, es sei denn, der Fang erfolgte unter notarieller Aufsicht.

Diese Schnelllebigkeit ist ganz einfach ermüdend und für viele kein Grund mehr auf ein Treffen/Messen zu gehen.

Trotzdem ein Lob an alle, die ohne monetäre Hintergedanken den undankbaren Job der Organisation übernehmen.

Gruß Thomas
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roland k
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Ungelesener Beitrag von roland k »

ich für meinen Teil finde solche Messen ansich sehr spannend und auch sehr informativ. Was mich persönlich jedoch oft davon abhält ist das geringe Zeitfenster welches mir für die Fischerei selbst zur Verfügung steht. Ich gehe deshalb lieber an einem schönen Tag ans Wasser und genieße die Natur als mich ins Auto zu setzen um zu erfahren was ich alles neues kaufen muss um "in" zu sein. Im übrigen stimme ich Thomas bei seinen Ausführungen voll zu, das um was sich unser Hobby dreht nämlich der heimische Fisch und die Gewässerflora wird bei den Veranstaltungen wenig oder nicht berücksichtigt.

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
Royal Coachman
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Da ich selbst im Verkauf tätig bin und Messen zu meinem täglich Brot gehören, erlaube ich mir folgendes anzumerken.

Messen im Sinne von Präsentationen von Neuheiten durch Erzeugerfirmen gibt es schon lange nicht mehr. Heutzutage sind die Händler präsent auf Messen, nicht die Erzeuger. Die großen Firmen haben die Kosten auf die Händler abgewälzt und leider stehen die Kosten in keinem nur annähernd zufriedenstellenden Verhältnis zum Umsatz und so wird mit Scnäppchenangeboten versucht die Kosten wieder herein zu bringen, was aber meist nicht gelingt.

Die Händler sind überfordert, da die Standmieten z.B Jagen u. Fischen oder Hohe Jagd Salzburg exorbitant hoch sind. Erschwerend kommen noch überhöhte Eintrittspreise hinzu, sodaß man sich einen zweitägigen Besuch schon reiflich überlegt. Das liegt incl Parkplatzgebühren bei 25-30 Euro pro Tag. Bei Hausmessen ist aber das Markenangebot zwangsläufig beschränkt.

Doch dieser Trend ist auch in anderen Branchen erkennbar und niemand weiß Rat.

freundlichst

RC
Der immer auf Seiten der Fische steht!
AGV-Furrer

Ungelesener Beitrag von AGV-Furrer »

Hallo alle zusammen,
leider kann ich (aus eigener Erfahrung) den Ausführungen von RC nur zustimmen.

Ich selbst habe vor vielen Jahren eine Hausmesse veranstaltet (damals war ich noch nicht auf das Fliegenfischen spezialisiert, hatte also für jeden Angeler, selbst für Schleppfischer, die nötigen Geräte nebst Ködern usw., auf der Messe).
Und obwohl diese recht gut besucht war, der Eintritt war natürlich frei, überstiegen am Ende die Kosten den Ertrag um ein vielfaches.
Leider blieben auch die erhofften Folgegeschäfte aus. Ich denke mal viele die das Gerät bei mir gesehen und getestet hatten sind abends in e-Bay und haben "Geiz ist ja soooooooooo geil" irgendwo bei einem "nebenher Kellershop", der 2.- € über EK verkauft, zugeschlagen.
Machen wir uns nichts vor, jeder will Top-Geräte und super Service - zum Schnäppchenpreis.
Und wenn dann bei der Firma xy die Lichter ausgehen ist das Geschrei wieder groß.

Dennoch bin ich, einfach um mehr Angler zum Fliegenfischen zu bewegen, am überlegen, nächstes Jahr bei einem Nachbarverein auf der Wiese ein Fliegenfischertreffen mit Wurfkurs zu veranstalten, bei dem natürlich auch (mein Gott, ich will auch leben) Angelgerät verkauft werden soll.
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Torsten,

ich glaube nicht, daß es zu viele Messen gibt. Liegen sie doch räumlich recht weit auseinander. Zwischen Deiner und Rolfs ist die Distanz zwar nicht so weit, daber nach Bad Berka sinds vom Bergischen oder Niederrhein locker 500 - 600 km.
Ich glaube, daß dieses "Geschäft" erst wachsen muß. Da muß man langfristiger Denken. Sowas läuft nicht nach 1 - 2 Jahren. Leider haben die Organisatoren/Aussteller bis dahin eine lange Durststrecke zu überwinden.

Du führst die Messen in den Nachbarländern an. Ich denke, daß sich unsere Gesellschaft schon so weit von der Natur und deren Nutzern entfernt hat, daß das gar nicht so wahr genommen wird. In Holland, Skandinavien, Irland und anderen Ländern kann fast jedes Kind mit einem Boot und einer Angel umgehen. Weil sie es von Kindesbeinen an lernen und üben - mit Verwandten oder Freunden. Hier bei uns ist das lange nicht der Fall. Wenn hier jemand einen Sport in der Natur sucht, sind das in der Regel nicht Angeln oder Jagen. Nein dann sind es Funspoirtarten wie Canoeing, Rafting, Skiing, Freeklimbing, Mountainbiking oder andere Trendsportarten, die aus USA rüberschwappen.

Ich hoffe, Du und die anderen haben genug "Atem", um die Widrigkeiten zu überstehen.
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Harald Langer

Ungelesener Beitrag von Harald Langer »

Grüß Euch,

ich habe mit meinem Freund Michael Nessizius in den Jahren 2003 und 2004 eine Ausstellung auf die Füße gestellt. Der Name „HandwerkFliegenfischen“. Wir wollten damit weg von den kommerziellen Messen und in der Hauptsache Handwerk zeigen. Es war auch kein Verkaufsgehabe gewünscht.

Also viele Monate in die Organisation investiert, und so kamen Rutenbauer aus ganz Europa, Rollenbauer, einige der besten Werfer, Messermacher, und viele andere selten gewordene Handwerker rund ums Fliegenfischen. Insgesamt so an die 20 Aussteller (zu 90% Produzenten und Dienstleister), und jeder davon in der Lage, einen Besucher stundenlang zu beraten. Und das in einer Atmosphäre die genial war.

Wenn ihr glaubt, dass das jemanden interessiert, täuscht ihr Euch. Gut, es kamen an 2 Tagen 200 Besucher, aber wie sich die in den Kaisersälen einer Kartause mit einigen hundert Quadratmetern ausmachen, könnt ihr Euch vorstellen - deprimierend. Und das vor den Toren einer Großstadt mit 2 MIO Einwohnern (Wien).

Viele Besucher zeigten ein eigenartiges Verhalten. Bei der Tür rein, durchgelaufen, bei der Tür raus. 2004 zeigten aber auch zwei sehr bekannte Aussteller ein Solches. Die sind am Sonntag gar nicht mehr gekommen und Fischen gegangen. Ziemlich unangenehm für den Aussteller, wenn sie auf Plakaten als Aussteller genannt werden. Ein anderer schoss den Vogel ab, denn der ist gleich gar nicht gekommen.

Was erzählst jetzt einen Besucher, der geraden wegen dem gekommen ist – am besten gibst ihm sein Eintrittsgeld zurück (7 Euro) und ladest ihn zerknirscht ins Buffet ein.

Auf Grund dieser Erfahrungen, sind an Hintergrundinformation interessierte Fliegenfischer so selten wie die wahren Produzenten. Es zählt in Wirklichkeit gar nicht das Produkt mit all seinen Facetten, oder die perfekte Dienstleistung und die Freude daran – sondern einfach nur das schnelle Geld (entweder verdient, oder eingespart).

Es stellt sich daher die Frage: warum noch einmal?

Harald Langer
Benny

Ungelesener Beitrag von Benny »

Hallo,
Ich denke das durch den hohen Konkurenzdruck z.B. 2 Hausmessen im Umkreis von 100 km an einem Tag, die kleine Schar der Angler ziemlich gesprengt wird.
Die deutschen Fliegenfischer die man in Kolding, Paris und in Zwolle immer sieht kommen über rund 2 Dutzend nicht hinaus. Das ist neben den "Profis" der harte Kern.
Ich denke jedoch man müßte sich an den Meetings in Zwolle und Kolding orientieren und alle 2 Jahre einen Mega Event machen.
Für mich und meinen Bekanntenkreis ist dann vor allem die Auswahl an Bindematerial wichtig.
Ruten und Rollen sind nicht solchen Tollranzen Unterworfen.
Bei Fellen und Bälgen muß man sich schon zum Teil 100 und mehr ansehen bis man die gewünschte Qualität findet (Z.B. Polarfuchs 12cm +).
Daneben wäre es Überlegenswert bei den Bindern unter einbeziehung der Topleute aus dem Benachbarten Ausland etwas Abwechslung zu Schaffen.
Die riesige Binder Halle war bei der alten Fly Fair (Zwolle), der Publikumsmagnet ,weil man immer mal was neues gesehen hat.
Gruß Benny
Harald Langer

Ungelesener Beitrag von Harald Langer »

Servus Ingo,

ich glaube nicht, dass man mangelnde Kaufkraft, und Geiz ist Geil Mentalität für den schwachen Besuch einer Messe verantwortlich machen kann. Es steht ja nirgends geschrieben, dass man dort was Einkaufen muss.

Ein Problem ist vielleicht, dass die Aussteller unbedingt sofort verkaufen wollen und teilweise auch müssen. Vielleicht erscheint vielen Besucher genau das zu aufdringlich, und sie vermeiden aus Sorge zu viele Argumente warum sie ein Produkt nicht gleich kaufen wollen finden zu müssen, überhaupt das Gespräch oder bleiben einfach zu Hause.

Ursprünglich war der Besuch einer Messe dazu gedacht, sich über die Vielfalt der Produkte zu informieren, sich ein Bild zu machen und anschließend in Ruhe zu entscheiden.

Klar, brächten viele Hersteller Spannung in die Angelegenheit. Wie RC aber richtig sagt – wälzen die die Verantwortung auf die Händler ab. Jetzt frage ich Dich, wo läge die Spannung, wenn statt einem Hardy Händler sechs Hardy Händler ausstellen (außer dass sich die untereinander zerfleischen). Und was sollte den einen bewegen, genau dort mit den fünf anderen in Wettstreit zu treten. Das gilt natürlich für jede Marke.

Und eine gute PR kostet eine Menge Geld. Und zwar soviel, dass man die Kosten nicht mehr auf 20-30 Aussteller aufteilen kann, ohne dass die auf der Messe sofort einen Monatsumsatz machen müssten. Und dann wird’s schon wieder ungemütlich.

Die Idee mit „man schließt sich zusammen“ kannst Du für mein Dafürhalten genau aus diesen Gründen leider ausklammern.

Für Österreich, als kleines Land wo sowieso jeder jeden kennt, gilt das aus meiner Sicht ganz besonders.

Ich glaube die Katze beißt sich zurzeit in den Schwanz. Zu meiner Schande habe ich aber auch kein Konzept auf das ich mich verlassen würde.

Harald
thomas t.

Ungelesener Beitrag von thomas t. »

Hallo zusammen,

ich möchte mich doch noch einmal als Außenstehender in diese Diskussion einmischen.
Eingangs ging es um:
Meetings/Treffen. Bei dieser Art der Zusammenkunft sollte der Erfahrungsaustausch im Vordergrund stehen, dem Veranstalter obliegt es also diese Treffen interessant zu gestalten und in jeder Weise die Kommunikation zu fördern. Händler und Hersteller sollten nur am Rande eine Rolle spielen.
Bei der Verkaufsmesse stehen zweifelsohne die angebotenen Produkte im Mittelpunkt. Hier ist der Hersteller nur bedingt gefragt, es sei denn, er hat einen Direktvertrieb. Dies ist die Messe der Händler. Das Problem bei diesen Messen liegt darin, dass viele Händler nur versuchen sich über ihre Produkte zu profilieren (die hat der Nachbar aber in der Regel auch), anstatt Ihre persönlichen Leistungen (hierzu zählt nicht der einzige in Ort xy zu sein!) in den Vordergrund zu stellen. Die Folge sind ganz einfach sinkende Besucherzahlen die durch ein Rahmenprogramm (Werfer ... oder Binder ....) abgefangen werden sollen, was selten gelingt.
Die Hausmesse dient in der Regel der Kundenbindung, d.h. zu erwartende Umsätze treten zeitversetzt auf, der Erfolg wird also nicht an den Besucherzahlen sondern am zu erwartenden Umsatz gemessen. Erfolg kann auch sein, dass man entgegen dem sinkendem Markt das Umsatzniveau hält.
Eine Fachmesse (Jagen und Fischen/Hohe Jagd) sollte weniger dem zeitnahen Umsatz als der Meinungsbildung und Kontaktpflege zwischen Hersteller und Händler dienen. Hier stehen die Hersteller zweifelsohne im Vordergrund.
Diese Unterscheidungen sind sehr wichtig! Wenn ich mir überlege wie ich eine Veranstaltung organisiere bin ich beim zweiten Schritt, der erste ist die Überlegung was will ich machen!
Ich will hier keineswegs nur schwarz/weiß malen, es gibt sicherlich auch Farben die zum Gelingen beitragen. Nur Mischen sollte ich nicht. Es ist wie beim Kochen, wenn ich alles mische, muss ich beim Verzehrer übermäßig Überzeugungsarbeit(Werbung) leisten damit es gegessen wird. Dies ist das Problem der etablierten Messen, die sich durch ein unnötiges Rahmenprogramm sowie teuerste Werbekampagnen und exorbitanten Standmieten auszeichnen. Diese Spirale ist definitiv nicht ewig fortzuführen.
Die bisher angesprochenen Probleme drehten sich immer um die Folgen, nicht um die Ursachen!

Gegenmeinungen sind gerne gehört.

@ Gebhard Umsatz durch Schnäppchenangebote zu steigern ist zwar gängige Praxis aber betriebswirtschaftlicher Irrsinn!!

Gruß Thomas
Harald Langer

Ungelesener Beitrag von Harald Langer »

Hallo Thomas,

Du hast in sehr vielen recht. Ich glaube aber, die erste Frage die man sich als Veranstalter stellen sollte ist nicht was will ich machen, sondern: was möchte der Besucher das ich mache - was möchte er sehen.

Diese Frage ist aus meiner Sicht der Stein der Weisen. Wie, mit wem und wo man das dann umsetzt, ist dann die nächste entscheidende Frage.

Harald
Royal Coachman
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Thomas !

Es sind aber keine Produzenten vor Ort, entschuldige Harald und die anderen, aber es fehlen die großen Hersteller, die wenigstens durch ihre Importeure stark vertreten sein sollten und wenn sie keinen Generalimporteur mehr haben, dann hätten sie die verdammte Pflicht und Schuldigkeit sich selbst präsentieren und nicht im Hintergrund zu bleiben. Hier liegt der gewichtige Unterschied zu Messen in früheren Zeiten, hier sollte repräsentiert werden und das geschieht in keiner Weise. Der Händler ist hoffungslos überfordert, da er hier etwas aufgebürdet bekommt, das er in keiner Weise zu leisten im Stande ist.
Die Standkosten auf den Gesamtumsatz des Produzenten übertragen sind gering und leistbar, wenn ich diese mit den geschalteten Werbeinseraten vergleiche.

Die Schnäppchenangebote sind Realität, da werden billige Kescher und sonstiges in Massen verkauft, ja warum denn, weil die Kosten auf irgend eine Weise wieder hereinkommen müssen.

Leider ist diese Entwicklung nicht umkehrbar, da sie in anderen Branchen genau so abläuft, z.B. Textil , Herrenmode Woche Köln , Modewoche München usw. existiert alles nicht mehr.

Ein Lösungansatz wäre eine intensive Einigkeit der Händler um Druck auf die Produzenten ausüben zu können, aber das ist eine reine Utopie, so zerstritten, wie die untereinander sind.

freundlichst
Royal Coachman
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thomas t.

Ungelesener Beitrag von thomas t. »

Hallo Harald,

in dieser Hinsicht gebe ich Dir nur bedingt recht! Diese Position kannst Du meiner Meinung nach beziehen, wenn Dein Familienname Orvis ist und Dein Produktportfolio alle Bereiche einschließlich dem Betreiben von Lodges umfasst, Du mit großem Enthusiasmus freiwillig ein Treffen organisierst oder als Veranstalter deinen Unterhalt verdienst.
Grundsätzlich ist es falsch eine Messe zu organisieren oder teilzunehmen wenn kein erreichbares Ziel oder Nutzen definiert ist und der einzige Antrieb Prestige ist.
Bsp.: Der Händler xy der mit seinem Ertrag im Tagesgeschäft nicht zufrieden ist wird diesen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht durch Messeteilnahmen steigern.

Trotzdem weiß auch ich, dass die Gründe für das Veranstalten einer Messe durchaus auch im persönlichen Bereich liegen können, dass ist auch gut so, weil ich somit schon einmal ein Unterscheidungskriterium vom Wettbewerb habe. Aus dieser Position heraus sollte man trotzdem eine Standortbestimmung der eigenen Fähigkeiten machen, um das eigene Produkt- und Leistungsportfolio zu bestimmen. Also zunächst die Fragen was kann ich machen? Und Warum mache ich es?. Wenn ich diesen Punkt abgehandelt habe könnte die Frage lauten Wen/Wieviele interessiert das, was ich mache?
Dabei darf der betriebswirtschaftliche Aspekt nicht aus den Augen verloren werden.
Wenn es sich nicht rechnen lässt, sollte man überlegen wie kann ich durch Zusammenarbeit mit einem anderen Anbieter die Kosten teilen. Dann wieder die Frage:
Wen/Wieviele interessiert das, was ich mache? Dann dasselbe mit einem anderen Anbieter zusätzlich.... usw.

Das was man dann eigenartiger Weise feststellt ist, dass sich Schritt 20 sehr viel besser rechnet als Schritt 51! Sprich: weniger ist meist mehr

Grosse Messen wie Sie zur Zeit gemacht werden dienen der Messegesellschaft und dem Tourismus in erster Linie und nicht dem Teilnehmer oder Kunden und hier muss sich der Veranstalter fragen, was will der Kunde das ich mache, und da hier die Interessen der Besucher und Aussteller unterschiedlich sind ist der Spagat für alle Beteiligten unglücklich.

Nur zum Abschluss noch ein kurzes Beispiel wie ich es oft erlebe:
Händler xy plant eine Hausmesse; kurz überlegt - er kennt den Fliegenbinder z und Werfer a, die gerne bereit sind ihr Können zu präsentieren. Somit steht das Rahmenprogramm mit voller Begeisterung. Kunde J dem er davon erzählt, bringt den Einwurf, das mitgebrachte Kinder beschäftigt werden müssen. Also die Hüpfburg bestellt und der Clown engagiert. Jetzt kommt die Überlegung das man die Leute ja auch verpflegen muss und schon wird der Verzehr organisiert. Ach ja, dann fehlen die sanitären Einrichtungen. Spätestens jetzt fällt auf, dass der Platz nicht ausreicht also wird der Ort umgeplant. Jetzt wird die Sache zu teuer und ein weiterer Aussteller muss her, dieser hat aber auch noch Vorschläge zur Organisation.

Dies lässt sich beliebig fortführen und zum Trost leider auf fast alle Branchen übertragen. Leider verliert sich hierbei das Ziel. Und auch wenn es der häufigste Weg ist, muss es nicht der einzige und Beste sein.

Gruß Thomas

Vielleicht sollte man an anderer Stelle diskutieren, ich denke diese Forum ist nur bedingt der richtige Ort
thomas t.

Ungelesener Beitrag von thomas t. »

@ RC

stimme Dir voll und ganz zu, jedoch hat in der Vergangenheit auch die Planwirtschaft gegenüber der freien Marktwirtschaft Ihre Lücken gezeigt.
Wenn ich einem Kunden (anderer Bereich!) seinen Vorteil der Wertbeständigkeit durch Preisbindung erkläre, ist Unverständnis der Lohn

Gruß Thomas
Royal Coachman
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Hallo Thopmas !

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