Kann mir jemand mit Fliegenmustern nach A. Schrader weiterhelfen (geb. 1883). Schrader war ein ehemals berühmter Fliegenfischer an der Rur im Bereich Blens und bekannter Gerätehändler, Rutenbauer und Fliegenbinder in Köln.
Anbei das Bild eines Display mit seinen Fliegen, dass ich leider nicht in besserer Auflösung habe. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich!?
Hi
Tja so wie es aussieht kennt keiner den Herrn Schrader ..
Ich kann mich aber irgendwie an en Namen erinnern.... überlege schon tagelang in welchem zusammenhang das war,?? oder ich verwechse das..
Wenn ich richtig liege habe ich mal was von einer Schrader Depp Nymph gehört, oder damals zu Deutsch, Schraders Schwere Nymphe.. ??? bin mir leider nicht sicher
Er ist ja auch schon in den 60er Jahren verstorben. Er hatte seit der Vorkriegszeit direkt am Dom ein Angelgeschäft, neben gespließten Ruten und Rollen hat er auch Kunstköder und natürlich Fliegen produziert.
Ich bin immer auf der Suche nach urdeutschen Fliegenmustern - habe auch schon einiges aufgestöbert: Behmfliegen, Baxmann-Fliegen (Kupferfliege, Blutfliege, Äschenfliege, Mückenfliege), Von dem Borne-Fliege, Apotheker, Schneiders Aitelfliege, Fregattfliege, rotbraune Bischoff-Fliege, Patria-Fliegen nach Geißler (Muster Elte, Wutach, Wisent, Enz, Emmer, Nagold), Geißlers Hexe, Geißlers Ruhm, Forellenfliege nach Wieland, Horrocks-Ameise... jetzt fehlen mir noch einige Schrader-Muster zum glücklich sein. War ja nur ein Versuch...
-
Hier erst mal Infos über die Baxmann-Fliege (wohl Nachbildung einer großen Pferdebremse, altes Vorkriegsmuster): Körper: graue, rauhhaarige Schafwolle. Flügel: zwei klitzekleine dunkelgraue Taubenfedern (komplett!), dunkelgraue Hechel als "Füße" nach unten gebunden. Die Flügelchen sind fast doppelt so lang, wie die Fliege. Bild habe ich leider gerade keins zur Hand. Werde bei Zeiten mal eins machen.
Die Bindeanleitung für die "meine" Horrocks-Fliege findest Du hier:
Hier auch einmal die wohl berühmteste deutsche Fliege, die Behmfliege. In der klassischen Bindeweise wird die Spitze der Hechel als Schwanz eingebunden und dann der Rest um den Schenkel gewickelt - einfacher geht es nicht. Der Abschlussknoten kommt nicht an den Kopf, sondern zwischen Hechel und Schwanz. Der Knoten bildet so den Körper der Fliege und drückt die Hecheln nach vorne. Kann etwas moderniesiert auch mit zwei gegenläufigen Hecheln gebunden werden.
Es gibt noch andere Fliegenmuster nach Behm - darunter den Medusa-Streamer.
Behm ist der Erfinder des Echolotes, unter seinen ca. 100 Patenten finden sich auch zahlreiche Kunstköder - Behm-Spinner, Behm-Kettenzopf...
Zuletzt geändert von Horrocks am 31.08.2006, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
jetzt hat es Dich aber richtig gepackt, was doch ein kleines Telefonat so alles anrichten kann.
Taubenfedern hab ich nicht, werde mal sehen was sich machen lässt.
Genau, Du bist alles schuld ! Habe mal nachgeforscht und gestaunt, wieviele deutsche Fliegenmuster es gibt. Du wirst es kaum glauben, aber alleine heute bin ich bei der Durchsicht von Vorkriegsangelkatalogen auf zig weitere Muster gestoßen... Der Virus hat mich gepackt ...
mein Bruder hat einige alte Kataloge ( auch Vorkrieg! ) soll ich dir die Fliegen Fotografieren? Hast du an solchen Fotos interesse?
Alte Fliegen hat der bestimmt auch nocht... Du kannst dich bei Interesse ja mal per PN melden?
@Andreas: Tolle Fliege! Die Flügel sind aber doch vom Hühnchen, wenn ich mich nicht irre .
Ich habe mal auf fischundfang.de (unter "Praxis" - "Bindekiste") eine Bindeanleitung zur Behmfliege eingestellt. Wenn ich Zeit finde, folgen in unregelmäßigen Abständen weitere deutsche Klassiker:
Ich habe weitere Bindeanleitungen (http://www.fischundfang.de/456,1169/) eingestellt, darunter Baxmann-Fliegen, die Horrocks, Schneiders Aitelfliege, Bischoff-Fliege...