Körperumfang von Selbstgedüddeltem

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Maggov
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Körperumfang von Selbstgedüddeltem

Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo zusammen,

ich habe im Freundeskreis immer wieder die Situation, dass der eine eher dickere und der andere eher schlankere Fliegenkörper bindet...

Irgendwie bin ich immer unschlüssig was nun wirklich sinnvoll / effektiver ist. Nehme ich eine Goddard Segde wäre ein schlanker Körper wohl nicht zielführend - bei einer Adams die jedoch zu voluminös gebunden ist habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht.

Wie seht Ihr das? Ist der Körperumfang überhaupt entscheidend bzw. gibt es für Euch einen "Grundtrend" hin zu schlank oder dick?

Es fragt und grüsst ein interessierter

Markus
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Mario Mende / Sachsen
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Ungelesener Beitrag von Mario Mende / Sachsen »

Bei der Goddard ist doch der Körper gleichzeitig die Flügelpartie, konisch, nach hinten dicker ist doch gut, der Schtten der Köcherfliege sieht ähnlich aus und durch die Bindeweise schwimmt die absolut perfekt, auch im schnellen Wasser.

Ich denke fast dem Original entsprechende "Maße" sind am besten, gerade bei Trocknen.

Natürlich bestätigen Außnahmen wie überall die Regel, aber natürliche Formen sind schon denke ich persönlich fängiger.

Die generelle Größenordnung von der Hakengröße her kannst du natürlich variieren, aber der Gesamteindruck sollte dem natürlichen Insekt, was die Proportionen betrifft nachempfunden sein!

Frag die Frauen: Homer Simpson oder Brad Pitt?? gröhl!
Vergräme den Kormoran, nicht den Fisch!

Mario
FliFi-Rudi

Ungelesener Beitrag von FliFi-Rudi »

Hallo Markus,

ich würde sagen - bei mir sind es 90%, die eher dem Vorbild ähnlich sehen, da die berühmten "Wonneproppen" von den (gut trainierten) Fischen meist nur "belächelt" werden. Es gibt aber durchaus genug Situationen, bei denen ein kleines "Dickerchen" den Durchbruch bringt (z.B. Massenschlupf/-stieg und dann mittig eine pralle Royal Wulff reinschießen, oder so ähnlich :D).

...gut trainierte Fische sind halt immer heikler, als frisch gesetzte Rainbows!

Ferner, es gibt Muster, wie die Godd.Sedge, da wird der Körper halt durch die Bindeweise/Idee/Art/.... so vorgegeben, ist aber nicht schlimm, wichtig ist die fertige Silhouette/Größe, die passt dort dann wieder perfekt!


Deshalb meine Meinung - Natur als Vorbild nehmen und "tie real, if possible"!

...bitte diese Aussage nicht mit dem Binden von "Realistic Flies" verwechseln , denn soviel Zeit haben nur wenige unter uns, mich eingeschlossen!


TL
Flifi-Rudi
Zuletzt geändert von FliFi-Rudi am 01.09.2006, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.
Paulsen
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Ungelesener Beitrag von Paulsen »

Hallo Markus

Das wird bei mir am Bindetisch entschieden. Ich bin halt nicht der Perfektionist am Bindestock, da wird die eine vieleicht mal dünner oder etwas dicker. Fangen tun sie dann meistens doch irgend was.

Grüsse Thorsten
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo zusammen,

freut mich, dass ich auf Interesse stosse.

@Mario:

die G.S. war vielleicht ein schlechtes Beispiel - dann nimm' ne Irresistable Adams (eins meiner absoluten Favoriten!). Der Körper dieser Fliege ist gar nicht realistisch dünn zu binden, oder eine Humpy.

Ich bin mir eben nicht soo sicher ob ein dünner Körper automatisch der realistischer ist. Was ist mit Verzerrungen durch das Wasser, Lichteinstrahlund usw.?

ach ja, schau auf meinen Avatar und frage meine Frau :p ...

@Flifi-Rudi:
verstehe ich gut - aber auch Du machst die Einschränkung, dass manchmal genau das Gegeneil funzt. Dann aber wirklich nur bei frisch gesetzten Rainis? ich weiss net...

@Paulsen/Thorsten:
Das Du mein Mann bist weiss ich seit dem ersten gemeinsamen SWAP :daumen: (ich sag nur Käfer - habe mich immer noch nicht getraut das Ding einzusetzen, da man den ja ganz nah ans Ufer/Gewächs präsentieren muss und dann ist die chance das Teil zu verlieren sehr hoch) - meine Staubwedel entstehen genauso ;) ... Die Frage ist für mich eben ob ich in Zukunft mehr darauf achten sollte, dass die Teile dünner werden.

Wie seht Ihr das bei Nyhmphen - schliesslich sind die für die Fische doch eigentlich am besten "beobachtbar"?

Viele Grüsse - bin gespannt!

Markus
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Mario Malarczuk
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Ungelesener Beitrag von Mario Malarczuk »

Hallo Markus

Eigentlich ist es ganz egal welche Fliege Du nimmst. Wichtig ist nur, dass Du die Fliege oder das Bindematerial bei mir gekauft hast.

Gruß
Mario
Zuletzt geändert von Mario Malarczuk am 06.10.2006, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Mario,

interessanter Ansatz mit der Unterscheidung nach Arten.

Macht Sinn. Vielen Dank für den Input!

Gruss

markus
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Joerg Giersbach
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Dicke Fliegen

Ungelesener Beitrag von Joerg Giersbach »

Hallo Markus!Ich ertappe mich auch manchmal dabei das ich meine Fliegen etwas zu "Dick" binde!Habe bis jetzt damit noch keine schlechten erfahrungen gemacht.Hauptsächlich eine Trockene(etwas fülliger) ins schnell fließende geworfen,hat mir bis jetzt gute Fänge beschert. Gruß Jörg
-Das Leben ist zu kurz um nicht mit Bambus zu fischen-
FliFi-Rudi

Ungelesener Beitrag von FliFi-Rudi »

Ein Hallöchen an alle :D

@Markus: ...."verstehe ich gut - aber auch Du machst die Einschränkung, dass manchmal genau das Gegeneil funzt. Dann aber wirklich nur bei frisch gesetzten Rainis? ich weiss net... "

Markus, ich möchte hier eigentlich bewusst die Rainis ausklammern, weil die nicht unbedingt als Referenz bei solch einem Thema zählen sollen - vor allem frisch eingesetzte - die sind manchmal so lästig und gehen sogar auf ein ins Wasser geworfene Holzstück,...Du weist schon was ich sagen will!


Ich möchte bei meinem krassen "Gegenteil" eigentlich auf die etwas größeren Bafo´s und sogar Äschen bei einem Massenschlupf/-stieg hinweisen. Denn diese beiden Fischarten sind dann manchmal so in Rage, dass das Muster entweder total wurschd ist, oder die Fische sind beim Stieg so selektiv, dass man denen was komplett anders als die "Echten" servieren muss. Hierbei kommt es dann schon mal vor, dass genau das extrem "Andere" besonders auffällt und mit Highspeed vernascht wird (vielleicht ja auch nur ein zufälliger Reflex, der mal ausgelöst wird und mal nicht?).

Ein Bsp. aus dem Leben wäre der berühmte Tomatenfleck auf dem weißen Hemd - ...wo schauen denn alle hin?...genau, auf den Fleck und nicht auf den Rest des schönen weißen Hemdes!


Im schnellen Wasser ist es nochmals etwas anders, da kommen schon eher (gezielt) die beschrieben 10% meiner Fliegenbox zum Einsatz - denn hier sind die größeren Bafo´s/Äschen sehr oft nicht besonders wählerisch, so mein Erfahrung - da wird auch mal ein "Flugsaurier erster Kategorie", am 18er Vorfach eingeschlürft - denn Fischen fehlt hier einfach die Zeit um genau nachzuschauen, wenn doch, dann ist die Mücke weg! Der Vorteil dieser Fliegen ist - sie sind einfacher/bequemer zu fischen, weil groß, ....!

Mein Tipp:
Entscheide Deinen, Entschuldigung :D, den Körperbau Deiner Fliegen doch einfach nach dem Gewässerstück an dem Du fischt. Eine Selektion nach der Fischart - zwar eine gute Idee (!) aber ich weis nicht so recht, ob man soweit gehen muss?!

also...am Rieselstück z.B. eine dicke Godd. Sedge, am ruhigen Stück eine dezent gebundene CDC Sedge - so mache ich es auch - wobei ich eigentlich immer versuche den Körper einigermaßen "normgerecht" zu binden - bin da dann doch ein kleiner "Perfekto" - vor allem dauert dies nicht länger beim Binden des Musters! Ich entscheide eigentlich mehr über die Schwimmfähigkeit des Musters, bzw. wieviel Zeit der Fisch (realitisch gesehen) zum Prüfen der Imitation hat.


Also immer ein paar "Wonneproben" in der Büchse parat haben :D!

TL
Flifi-Rudi

P.S. die Nymphen binde ich auch eher schlanker, damit diese schnell runter gehen, denn an der Oberfläche brauche ich keine Nymphen – sondern nehme Emerger.
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Daniel/Bonn
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Ungelesener Beitrag von Daniel/Bonn »

Klar gibt es ne Menge Pummelchen im Katalog der Anbieter - und auch in den Fliegendosen.
Ich fische aber lieber schlanke Muster. Warum? Erstens kommen sie dem Original näher und zweitens sind sie besser zu werfen und drittens sinken schlanke Nymphen besser als fette.
Nur, in schwierigen Situationen kann das Gegenteil Sinn machen. Z.B. wenn die Nymphe ganz viel Blei braucht oder man in einem Schlupf ein Muster anbieten will, dass aus der Masse heraussticht.
daniel
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Markus,
auch ich verwende lieber schlanke Fliegen.
Ich habe zwar auch ein paar Dicke in meinen Boxen, finde die schlanken aber einfach ansprechender.
Gruß
Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Paulsen
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Ungelesener Beitrag von Paulsen »

Hallo

beim Fischen heute konnte ich den ganzen Tag mit den "dicken Brocken" nicht einen einzigen Döbel fangen. Alles versucht, die ganze Fliegendose durchgefischt. Erst als ich dann einpacken wollte und noch mal kurz die Fliege testen wollte, die ich für den zur Zeit laufenden Swap binde (BWO), angeknüpft habe kamen die Bisse. Habe eigentlich noch nie so genau darauf geachtet auf die Fülle der Fliegen und wenn nicht grad der Thread hier am laufen gewesen wäre, wärs mir wahrscheinlich noch nicht mal bewusst geworden. Gut das es das Forum gibt.
Werde mich jetzt wohl eher bemühen ein wenig mehr schlanker Fliegen in meine Box zu packen.

Grüsse Thorsten
Marco Reisen

Ungelesener Beitrag von Marco Reisen »

Hallo zusammen

Schöner Thread

Ich habe mich für "Das lässt sich nicht pauschalisieren! Gründe dafür schreibe ich im Thread ..." entschieden.
Warum ?
Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht..
Tja im welchem Verhältnis spricht man denn von einem Dicken Körper, und wann von einem Schlanken ?
Jede Fliege in der Natur, sowie als Nachbildung ist und bleibt ein Unikat, jede aber auch wirklich jede Fliege ist anders.
Wie soll ich das mit dem Körpervolumen verstehen ?? Ich versuch mir es so vor zu stellen, ich habe zb einen Rotspinner, der in der Regel ja einen schlanken Körper hat, wenn ich diesen jetzt so dick Binde wie eine Irrisitible, oder gehts darum das es mal etwas mehr ist, 2-3 Wicklungen zb.??
Ich muss ganz ehrlich sein, ich Binde seit Jahren Fliegen und auch von den Stückzahlen her viel, aber ich habe an sowas noch nie nur ein Gedanken gehabt...
Ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, eine Fliege in unterschiedlichen Dicken zu Binden, für mich ist es so, zb. Das die Adams eine eher "Dickere" Fliege ist, als ein Rotspinner..
Ich finde auch das viele Fliegen von den Proportionen der Naturinsekten abweichen, aber Fangen tun die alle. Ich habe ein große Sammlung an Nymphen und Sedges aus meinem Gewässer, diese habe ich alle vermessen, und versuche diese “Maße“ in meinen Nymphen um zu setzten, aber das ist wohl auch wie so vieles nur eine Vertrauenssache ..??

Gruß Marco
Tom Doll
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Ungelesener Beitrag von Tom Doll »

Hallo Zusammen,

Ich finde auch mal wieder Zeit um zu antworten.
Ich denke daß man nichts pauschalisieren kann.

- Ich kenne einen Tschechen, der sagt dünne Fliegen fangen und kann es Dir auch zeigen.
- Dieses Frühjahr in Bosnien am Ribnik. Ein Einheimischer (Goran) hat mir eine Trockenfliege gebunden Gr.8, rot schwarz gerippt und die fängt.
- Ich fische oft mit einer buschigen Rehhaar Sedge, fängt Bafos und Rainies.
- Auf Äschen fangen oft kleine schlanke Fliegen, die meisten trocken gefischten Äschen habe ich aber auf ein Red Tag gefangen. Ich habe einen Fischer an der Kupa getroffen, der fischt nur palmerartige Trockenfliegen auf Äschen egal ob das Wasser langsam oder schnell ist.
- mein Spezi Wolfgang fischt trocken am liebsten mit einer Wellenreiter und fängt.
Ich denk halt, daß das Vertrauen in die eigen Fliege am wichtigsten ist.

Gruß

Tom
You can tune a car, but you can't tuna fish
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo zusammen,

freut mich dass der Thread in Fahrt kommt.

Ein Beispiel:

Markus hat sich an einer Adams-Parachute versucht mit dem Ergebnis, dass die Ersten etwas "übergewichtig" aussahen. Ein Kumpel von mir und ich gehen an das Wasser. Ich versuche es mit meiner Parachute mein Kumpel ebenfalls. Er fängt - ich nicht. Ok, vielleicht Präsentation? Ich wechsle auf ne Rehhaarsegde und fange mehr oder weniger sofort. Am Ende des Tages hat er mit einer (schlank gebundenen) Adams Para und ich mit einer kleinen Rehhaarsegde gefangen. Gleicher Tag gleiches Wasser. Wären die Fische gar nicht selektiv hätten sie doch die dicke Para auch genommen...

Deshalb bin ich schon überzeugt, dass die Proportion Hinterleib zu Vorderleib etwas ausmacht. Problem an meiner Theorie ist meine Lieblingsfliege die Irresistable Adams - wahrlich kein schlankes Muster - und fängt!

Bei Nymphen finde ich das schon spannend. OK, eine schlankere Nymphe sinkt besser, aber mal abgesehen davon, habt Ihr Unterschiede was die Fängigkeit betrifft festgestellt?

Viele Grüsse

Markus
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