Offener Brief an zwei Eierdiebe!
Verfasst: 10.12.2006, 17:20
Liebe Kameraden und Kameradinnen,
es folgt ein Brief eines mir bekannten Kollegen. Die Geischichte ist wahr. Zum Schutze der beteiligten Personen bleiben alle anonym. Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig. Und daß die Geschichte besser an ostern passen würde ist mir auch klar! Setzt einfach anstelle EIER / CHRISTBAUMKUGEL ein!:smt059:
Also FROHES FEST schon mal! ...und viel Spaß beim Lesen!
Wehrte Kameraden,
dies ist ein offene Brief an zwei „Eierdiebe“, mit denen ich einen herrlichen Tag erleben durfte.
Nachdem ich dem Irrglauben erlegen bin, fast alle fischereitechnischen Schweinereien zu kennen, konnte ich mich am letzten Samstag eines besseren belehren lassen.
Ein hemmungsloser Kollege zeigte mir auf, daß die Mutation vom gewöhnlichen Fischschänder, zum elitären Fliegenfischer, doch ein steiniger, mit Eiern belegter Weg sein kann.
Bei einer sehr lustigen und unterhaltsamen Nymphenfischerei auf ein paar Regenbogner, wollte sich der erwartete Erfolg einfach nicht einstellen. Die Fische konnten auf Sicht angefischt werden, und ihre Ignoranz, machte die Situation nicht gerade leichter. Dazu muß man sich vorstellen, daß drei Fliegenfischer, von denen der leichteste ein Gewicht von ca. 95kg auf die Waage bringt, in einem Abstand von etwa 5m fischten. Alle in voller Kampfausrüstung, und als kleines Highlight - ca. 10m neben der fischträchtigen Stelle, verläuft eine Bundesstraße. Man stelle sich die Gedanken der Autofahrer und fischereitechnisch Unbedarften vor, oder noch schlimmer, es fahren Fischer mit einem Ehrencodex vorbei. Was mag in diesen Köpfen vorgehen ????
Wenn Gott uns nur für diesen Stilbruch strafen möge, dann wird es nicht so schlimm ausfallen, aber es kommt noch viel schlimmer, und das ist auch nicht mehr mit einer Strafe wie 5 Wochen „Schneider“ abgetan.
Nachdem die Stichelein und Seitenhiebe, die gleichmäßig verteilt wurden, daß unterhaltsamste waren, und die z.T. kapitalen Rainis keine Anstallten machten, eine der Nymphen zu nehmen, griff einer der Kollegen zu einer äußerst ausgefallen Methode. Er zauberte aus seiner Fliegendose ein Teil, daß irgendwo zwischen einer Herztablette, einem Smarties oder einem Knopf von einer grell orangen Jacke hätte liegen können. Er nannte das – Eifliege !!!! Wenn sie den wenigsten noch selbst gebunden währe, dann hätte man die Bindetechnik bewundern und loben können, aber nein, er hatte sie im Ebay ersteigert !! Wir entfernten uns mit großen Schritten vom Ehrencodex des Fliegenfischers, und ich betrachtete den kleinen Tennisball mit einem Gefühl, daß zwischen Erstaunen und der Frage, ob er das jetzt wirklich „bringt“ lag.
Mein sich in der Mutation rückwärts bewegender Kollege, band die „Fliege“ tatsächlich an sein Vorfach, und warf sie in Richtung Fisch. Mit einer leichten Genugtuung konnte ich zusehen, wie die „Fliege“ auf der Oberfläche, fern der Möglichkeit etwas zu fangen, abtrieb. Mein nach außen nicht erkennbares Grinsen, stellte sich unmittelbar in dem Moment ein, als ich die Sinkrate der voll gesoffenen „Fliege“ erkennen mußte. Wie ein kleiner Tennisball mit einer Innenbeleuchtung, trieb sie so in Richtung Fisch. Wir beobachten staunend, denn aus der Tiefe schimmernden Punkt, und noch mehr Erstaunen verursachte das Verhalten der Fische. Zielstrebig
schwammen sie auf das „Teil“ zu, um erst mal abzudrehen ( grins), aber nur um sofort umzukehren, und die Fliege zu nehmen ( nicht mehr grins).
Sieht schon lustig aus , wenn da so ein „Teil“, wie ein Lampion an einem Martinsumzug, durch den Bach trudelt, und plötzlich mit dem Aufblitzen eines weißen Rachens verschwindet.
Beim ersten Versuch, dachte ich mir, daß es eben mal gerade gepaßt hat. Aber als die „Fliege“ den zweiten Anlauf nahm und sofort genommen wurde, zog dieses Argument auch nicht mehr. Trudel – Trudel – Trudel – schwupps – Anschlag – Fisch !!
Die stilistische Verirrung, erreichte ihren Höhepunkt in dem Moment, als ich denn bis zu diesem Zeitpunkt noch korrekt kämpfenden Kollegen, fragen höre : „Hast du noch so eine Fliege?“ Ich stand, wie mit einer Gesichtslähmung belegt, als das zweite „Smarties“ Richtung Wasser flog.
Bis auf den „geringen“ Unterschied, daß dieser Lampion nicht orange, sondern neongrün war, passierte genau das selbe. Trudel – Trudel- Trudel - schwupps – Anschlag – Fisch !
Meine binde.- und fischtechnischen Kenntnisse und Überzeugungen, wurde in diesem Moment bis auf die Grundmauern erschüttert. Was macht man sich für Gedanken, über Farbe und Größe der Fliege, über Gewicht und Dubbing, dann kommen zwei Banausen mit „Tennisbällen“ und fangen, sich keiner Sekunde über den mentalen Schaden des dritten Kollegen bewußt.
Dies konnte nur mit dem Argument ausgeglichen werden, daß die Fische entweder spielen, oder das Licht ausmachen wollten, keines Falls wollten sie „beißen“.
Von dieser Tatsache beflügelt, konnte ich zu meiner gewohnten Form zurück finden, und auf „anständige Art“ die Rangordnung wieder herstellen - immer getreu dem Motto – wer zuletzt lacht ........ !!!!!!!!! ,-)))))
Es grüßt die Eierdiebe –
der mental wieder hergestellte Kollege
es folgt ein Brief eines mir bekannten Kollegen. Die Geischichte ist wahr. Zum Schutze der beteiligten Personen bleiben alle anonym. Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig. Und daß die Geschichte besser an ostern passen würde ist mir auch klar! Setzt einfach anstelle EIER / CHRISTBAUMKUGEL ein!:smt059:
Also FROHES FEST schon mal! ...und viel Spaß beim Lesen!
Wehrte Kameraden,
dies ist ein offene Brief an zwei „Eierdiebe“, mit denen ich einen herrlichen Tag erleben durfte.
Nachdem ich dem Irrglauben erlegen bin, fast alle fischereitechnischen Schweinereien zu kennen, konnte ich mich am letzten Samstag eines besseren belehren lassen.
Ein hemmungsloser Kollege zeigte mir auf, daß die Mutation vom gewöhnlichen Fischschänder, zum elitären Fliegenfischer, doch ein steiniger, mit Eiern belegter Weg sein kann.
Bei einer sehr lustigen und unterhaltsamen Nymphenfischerei auf ein paar Regenbogner, wollte sich der erwartete Erfolg einfach nicht einstellen. Die Fische konnten auf Sicht angefischt werden, und ihre Ignoranz, machte die Situation nicht gerade leichter. Dazu muß man sich vorstellen, daß drei Fliegenfischer, von denen der leichteste ein Gewicht von ca. 95kg auf die Waage bringt, in einem Abstand von etwa 5m fischten. Alle in voller Kampfausrüstung, und als kleines Highlight - ca. 10m neben der fischträchtigen Stelle, verläuft eine Bundesstraße. Man stelle sich die Gedanken der Autofahrer und fischereitechnisch Unbedarften vor, oder noch schlimmer, es fahren Fischer mit einem Ehrencodex vorbei. Was mag in diesen Köpfen vorgehen ????
Wenn Gott uns nur für diesen Stilbruch strafen möge, dann wird es nicht so schlimm ausfallen, aber es kommt noch viel schlimmer, und das ist auch nicht mehr mit einer Strafe wie 5 Wochen „Schneider“ abgetan.
Nachdem die Stichelein und Seitenhiebe, die gleichmäßig verteilt wurden, daß unterhaltsamste waren, und die z.T. kapitalen Rainis keine Anstallten machten, eine der Nymphen zu nehmen, griff einer der Kollegen zu einer äußerst ausgefallen Methode. Er zauberte aus seiner Fliegendose ein Teil, daß irgendwo zwischen einer Herztablette, einem Smarties oder einem Knopf von einer grell orangen Jacke hätte liegen können. Er nannte das – Eifliege !!!! Wenn sie den wenigsten noch selbst gebunden währe, dann hätte man die Bindetechnik bewundern und loben können, aber nein, er hatte sie im Ebay ersteigert !! Wir entfernten uns mit großen Schritten vom Ehrencodex des Fliegenfischers, und ich betrachtete den kleinen Tennisball mit einem Gefühl, daß zwischen Erstaunen und der Frage, ob er das jetzt wirklich „bringt“ lag.
Mein sich in der Mutation rückwärts bewegender Kollege, band die „Fliege“ tatsächlich an sein Vorfach, und warf sie in Richtung Fisch. Mit einer leichten Genugtuung konnte ich zusehen, wie die „Fliege“ auf der Oberfläche, fern der Möglichkeit etwas zu fangen, abtrieb. Mein nach außen nicht erkennbares Grinsen, stellte sich unmittelbar in dem Moment ein, als ich die Sinkrate der voll gesoffenen „Fliege“ erkennen mußte. Wie ein kleiner Tennisball mit einer Innenbeleuchtung, trieb sie so in Richtung Fisch. Wir beobachten staunend, denn aus der Tiefe schimmernden Punkt, und noch mehr Erstaunen verursachte das Verhalten der Fische. Zielstrebig
schwammen sie auf das „Teil“ zu, um erst mal abzudrehen ( grins), aber nur um sofort umzukehren, und die Fliege zu nehmen ( nicht mehr grins).
Sieht schon lustig aus , wenn da so ein „Teil“, wie ein Lampion an einem Martinsumzug, durch den Bach trudelt, und plötzlich mit dem Aufblitzen eines weißen Rachens verschwindet.
Beim ersten Versuch, dachte ich mir, daß es eben mal gerade gepaßt hat. Aber als die „Fliege“ den zweiten Anlauf nahm und sofort genommen wurde, zog dieses Argument auch nicht mehr. Trudel – Trudel – Trudel – schwupps – Anschlag – Fisch !!
Die stilistische Verirrung, erreichte ihren Höhepunkt in dem Moment, als ich denn bis zu diesem Zeitpunkt noch korrekt kämpfenden Kollegen, fragen höre : „Hast du noch so eine Fliege?“ Ich stand, wie mit einer Gesichtslähmung belegt, als das zweite „Smarties“ Richtung Wasser flog.
Bis auf den „geringen“ Unterschied, daß dieser Lampion nicht orange, sondern neongrün war, passierte genau das selbe. Trudel – Trudel- Trudel - schwupps – Anschlag – Fisch !
Meine binde.- und fischtechnischen Kenntnisse und Überzeugungen, wurde in diesem Moment bis auf die Grundmauern erschüttert. Was macht man sich für Gedanken, über Farbe und Größe der Fliege, über Gewicht und Dubbing, dann kommen zwei Banausen mit „Tennisbällen“ und fangen, sich keiner Sekunde über den mentalen Schaden des dritten Kollegen bewußt.
Dies konnte nur mit dem Argument ausgeglichen werden, daß die Fische entweder spielen, oder das Licht ausmachen wollten, keines Falls wollten sie „beißen“.
Von dieser Tatsache beflügelt, konnte ich zu meiner gewohnten Form zurück finden, und auf „anständige Art“ die Rangordnung wieder herstellen - immer getreu dem Motto – wer zuletzt lacht ........ !!!!!!!!! ,-)))))
Es grüßt die Eierdiebe –
der mental wieder hergestellte Kollege