Fliegenfischen als Therapie
Verfasst: 12.09.2008, 14:15
Hallo Zusammen,
Fliegenfischen als Therapie hört sich ersteinmal recht hochtrabend an, beschreibt aber in etwa meine Erfahrung. Als begeisterter Meerforellenfischer steht man meist stundenlang irgendwo in der Ostsee herum und wirft und wirft ... . Nach ein paar Würfen macht man dann noch einen Schritt zur Seite und das war es meistens mit der Bewegung für den Tag. Viele Jahre war ich mit der Spinnrute unterwegs und in den letzten Jahren taten mir von dieser ,doch eher einseitigen Körperhaltung (ausschließliche Unterarmbewegung), nach ein paar Stunden der Rücken dermaßen weh (Verspannung), dass ich zwischendurch immer einige Lockerungsübungen hinlegen musste um weiterfischen zu können. Fand ich nicht besonders prickelnd. Da ich oft mit zwei Ruten unterwegs bin (Fliege und Spinn) nahm ich dann die Fliegenrute zur Abwechslung. Schlagartig waren meine Rückenschmerzen weg und ich konnte noch einige Zeit entspannt weiterfischen. Aus dieser Erfahrung heraus lasse ich schon seid geraumer Zeit die Spinnrute zu Hause und gehe eigentlich nur noch mit der Fliege an die Küste. Gerade bei weiten Würfen (Doppelzug) wird doch deutlich mehr Körpereinsatz verlangt (Oberarme, Schultern, Becken, Körperrotation, Beinstellung) als bei der Spinnfischerei. Und gerade dieser komplexe Bewegungsablauf lässt ein Verspannen einzelner Körper- oder Muskelpartien garnicht erst aufkommen. Für mich zumindest ist die Fliegenfischerei an der Küste, wenn die Bedingungen stimmen, eine äußerst entspannende Angelegenheit.
Nach einigen Stunden mit einem 8er oder 9er Schusskopf lässt allerdings dann doch irgendwann die Kraft nach und die Würfe verpatzen immer öfter. Das ärgert mich dann doch wieder und ich habe mich gefragt, ob sich da nicht etwas machen lässt. Vor einigen Jahren hatte ich nur so zum Testen meine neue Zweihand mit an die Küste genommen und wollte diese ausprobieren. Angesichts des Handlings war ich sehr angetan. Zwei Arme haben doch deutlich mehr Kraft als einer. Beim Lachsfischen stehe ich meist auch über 10 Stunden am Wasser und kann selbst noch nach langer Zeit die Schnur sauber ablegen. Über die Zweihandfischerei an der Küste wurde ja auch schon in Forum berichtet. Und ich denke eine 12er Rute der Klasse 7-8 macht mit Sicherheit richtig Spass. Eine solche Rute steht auf meinem Wunschzettel für die nächste Zeit an oberster Stelle.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.
Tschüß, Mario
Fliegenfischen als Therapie hört sich ersteinmal recht hochtrabend an, beschreibt aber in etwa meine Erfahrung. Als begeisterter Meerforellenfischer steht man meist stundenlang irgendwo in der Ostsee herum und wirft und wirft ... . Nach ein paar Würfen macht man dann noch einen Schritt zur Seite und das war es meistens mit der Bewegung für den Tag. Viele Jahre war ich mit der Spinnrute unterwegs und in den letzten Jahren taten mir von dieser ,doch eher einseitigen Körperhaltung (ausschließliche Unterarmbewegung), nach ein paar Stunden der Rücken dermaßen weh (Verspannung), dass ich zwischendurch immer einige Lockerungsübungen hinlegen musste um weiterfischen zu können. Fand ich nicht besonders prickelnd. Da ich oft mit zwei Ruten unterwegs bin (Fliege und Spinn) nahm ich dann die Fliegenrute zur Abwechslung. Schlagartig waren meine Rückenschmerzen weg und ich konnte noch einige Zeit entspannt weiterfischen. Aus dieser Erfahrung heraus lasse ich schon seid geraumer Zeit die Spinnrute zu Hause und gehe eigentlich nur noch mit der Fliege an die Küste. Gerade bei weiten Würfen (Doppelzug) wird doch deutlich mehr Körpereinsatz verlangt (Oberarme, Schultern, Becken, Körperrotation, Beinstellung) als bei der Spinnfischerei. Und gerade dieser komplexe Bewegungsablauf lässt ein Verspannen einzelner Körper- oder Muskelpartien garnicht erst aufkommen. Für mich zumindest ist die Fliegenfischerei an der Küste, wenn die Bedingungen stimmen, eine äußerst entspannende Angelegenheit.
Nach einigen Stunden mit einem 8er oder 9er Schusskopf lässt allerdings dann doch irgendwann die Kraft nach und die Würfe verpatzen immer öfter. Das ärgert mich dann doch wieder und ich habe mich gefragt, ob sich da nicht etwas machen lässt. Vor einigen Jahren hatte ich nur so zum Testen meine neue Zweihand mit an die Küste genommen und wollte diese ausprobieren. Angesichts des Handlings war ich sehr angetan. Zwei Arme haben doch deutlich mehr Kraft als einer. Beim Lachsfischen stehe ich meist auch über 10 Stunden am Wasser und kann selbst noch nach langer Zeit die Schnur sauber ablegen. Über die Zweihandfischerei an der Küste wurde ja auch schon in Forum berichtet. Und ich denke eine 12er Rute der Klasse 7-8 macht mit Sicherheit richtig Spass. Eine solche Rute steht auf meinem Wunschzettel für die nächste Zeit an oberster Stelle.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.
Tschüß, Mario
