Tages- und Jahreskartenfischer

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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Jürgen Anacker

Tages- und Jahreskartenfischer

Ungelesener Beitrag von Jürgen Anacker »

Hallo Freunde des Fliegenfischens,

als mehr der stiller Leser des Fliegenfischerforums (nicht das ich keine Lust habe hier meine Meinung KUND zu geben...es ist eher so, das in diesem Forum schon viele Fragen beantwortet wurden und die Suchfunktion hier drin auch sehr hilfreich ist) hätte ich doch jetzt eine Frage bzw gerne eure Meinung gehört!!!

Ich wage mich jetzt zwar in die Schussposition vieler von Euch (wahrscheinlich), aber das muß ich jetzt aushalten .

Ich besitze zwei Jahreskarten, eine für mehrer Flüsse im Gebirge (Garmisch) und eine andere für drei Fließgewässer in der Nähe von Erlangen. Diese Gewässer werden teilweise auch von Tageskartenfischer genutzt. Ich stelle leider immer wieder fest, das in der Angelweise zwischen diesen beiden Partein (bei manchen) ein Unterschied herrscht!!! Ich sehe des öftern Tageskartenfischer, die ein paar Punkte beim fischen nicht berücksichtigen und da bin ich ehrlich...bekomme ich einen DICKEN Hals!!! Angefangen vom AUSREITZEN des Fanglimits (nicht das man keine Fische mitnehmen sollte...aber muß es immer die volle Anzahl sein...) über die Fanglänge...muß man eine Forelle bei 35.2cm mitnehmen wenn das ab 35 möglich ist!!! Die Kollegen mag ich auch sehr gerne...die eine Forelle bei einer gewissen Zuschaueranzahl ewig drillen...vielleicht weil die Bremse so schön surrt? Oder vielleicht das man zeigt wie toll es mit einer 30er Forelle an der Schnur ausschaut! Muß man dann diesen Fisch auch noch mit einer trocknen Hand oder trocknem Kescher landen. Um dann FESTZUSTELLEN, das sie einen cm zu kurz ist. Kann man diesen Fisch nicht im Wasser lösen!!! Es kommt mir manchmal so vor, diese Leute kommen an ein Gewässer schlagen zu und verschwinden dann wieder.
Ich habe diese Sätze sicher etwas KETZERISCH geschrieben und meine sicher auch nicht alle Tageskartenfischer , weil es auch bei den Jahreskartenfischer schwarze Schafe gibt!!!

Aber als Jahreskartenfischer, wo man in die von einem befischten Gewässer viel Arbeit rein steckt (Besatz von fischen, säubern der Gewässer usw usw) sind das halt manchmal Dinge, die ich bei Tageskartenfischer nicht verstehe!
Diese Dinge die ich oben beschrieben habe sind keine Einzelfälle, sonder leider auch von Freunden von mir, genauso beobachtet worden!

Wie gesagt...ich möchte nicht jeden Tageskartenfischer hier ansprechen. Aber es ist doch so...wie man in den Wald reinschreit...so kommt es auch zurück!!!

Ich wünsche allen hier eine gut durchgebogene Rute und noch ne schöne Zeit am Wasser

Gruß
Jürgen

PS:Ach ja das ganze soll vielleicht eher ein Nachdenken sein! Wie man sich am Wasser vielleicht fair verhält, vor allem dem FISCH gegenüber!!! Ich bin nicht immer hier im Forum, also wenn böse Mails jetzt kommen...werde ich sie nicht gleich lesen können!
:):) :):)
max.s.

Ungelesener Beitrag von max.s. »

Hi Jürgen,
ich kann deinen Ärger über das Verhalten einiger Gastangler gut verstehen.
Jedoch solltest du auch beachten, dass die Gastkarten im Alpenraum sehr teuer sind, was vieleicht ein Grund dafür sein könnte, das manche Gastfischer das Fanglimit voll ausschöpfen. Ich persönlich befürworte dieses Verhalten auch nicht unbedingt aber bei Kartenpreisen um die 70€ ist es in gewisser Weise nachvollziehbar.

Tight Lines
Max
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roland k
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Ungelesener Beitrag von roland k »

ich denke das viele Bewirtschafter (Vereine/Privatleute) von den Erlebnisse manch solcher Spezies Bücher schreiben könnten. Das Problem denke ich ist, dass viele ihre fischereilichen aktivitäten nur durch den Besuch von Tageskartenstrecken ausleben und nicht wissen, was für Zeit und Geld die Hege, Pflege usw. eines Gewässers in Anspruch nimmt. Ein Jahreskartenfischer=> meist aktives Vereinsmitglied, ist das ganze Jahr über eingebunden in Säuberungsaktionen, Besatz und Renaturierungsarbeiten. Dementsrechend wird er sich dem Gewässer gegenüber verhalten, da es im weitesten Sinne ja "sein" Wasser ist. Es ist dann auch von meiner Seite aus verständlich, dass sich viele Jahreskartenfischer über die Gepflogenheiten macher TKF ärgern und diesen Ärger bei der Jahresversammlung auch kundtun mit dem Frust, in Zukunft dann eben sich genauso zu verhalten. Das Ergebnis wird sein wenn der Vorstand/Gewässerinhaber nicht handelt, dass das Wasser innerhalb kürzester Zeit niedergewirtschaftet ist. Im Endeffekt muss man sich dann als reiner "tageskartenfischer" nicht wundern, wenn sich Bewirtschafter sagen, O.K. diesen Zirkus tue ich mir nicht (mehr) an, ab sofort ist Schluss mít TK für die Allgemeinheit, es werden nur noch Jahreskarten und vereinzelt noch TG an persönlich bekannte Fischer ausgegeben. Pasta. Sicherlich ist die Vereinsmeierei nicht jedermanns Sache, aber man kann nicht nur nehmen und sagen ich zahl ja dafür, man muss auch im gewissen Maße zum geben und mitmachen bereit sein, egal wer und was man ist.
Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
Holger SH

Ungelesener Beitrag von Holger SH »

Ich bin Mitglied in 2 Angelvereinen. Leider haben beide Vereine kein Fließgewässer gepachtet. Dies stört mich erst, seit ich mit der Fliegenrute fische.
Sehr gerne würde ich einem Verein mit Fließgewässer in meiner Umgebung beitreten, allerdings herrscht bei sämtlichen Vereinen in der Umgebung Aufnahmestop und selbst mit Beziehungen zu Vorstandsmitgliedern war eine Aufnahme bisher nicht möglich.
Tja, und einen Verein mit Fließgewässer, der Tageskarten ausgibt ist mir in der näheren Umgebung nicht bekannt. Allerdings ist die Suche noch nicht beendet.
Also werde ich irgendwann im Urlaub auch ein Tageskartenangler sein. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, an diesem Tag meine Einstellung zu ändern und dem Lebewesen Fisch weniger Respekt entgegenzubringen als bisher.

Fazit: Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.

Mit freundlichen Gruß,

Holger,
der immer noch auf der Suche nach einem Verein mit Fließgewässer ist (Delbrück + 30 km)
Jürgen Gaul

Ungelesener Beitrag von Jürgen Gaul »

Ich kann für beide Seiten Verständnis aufbringen:

Für die Tageskarteninhaber, weil ich selbst mal gerne im Urlaub an einer fremden Strecke die Fliegenrute schwingen möchte

und für die Jahreskarteninhaber - in der Regel Vereinsmitglieder - denen z.B. ich als Vorsitzender eines Fischereivereins mit über 200 Mitgiedern doch einige Opfer abverlange: Arbeitsdienste am Gewässer, Kormoranvergrämungsaktionen im Winter während der Schonzeit, Mitarbeit bei den vielfältigen Arbeiten in unserer vereinseigenen Zuchtanlage, beginnend anfangs des Jahres mit dem Füttern der fressfähigen Brut bis zum Besatztermin Ende September hinein. Da ist es verständlich, dass manches Mitglied einen Tageskarteninhaber als Kollegen betrachtet, der sich "ins gemachte Nest" setzen will.

Und wenn man dann - wie bei uns vor einigen Jahren geschehen - einen "Gastfischer" bei einer Kontrolle mit 25 Forellen im Kofferraum erwischt, muss mann den Skeptikern recht geben und die Ausgabe von Tageskarten mit Rücksicht auf das Engagement der Vereinsmitglieder einstellen.

Eigentlich schade, dass man die anständige Mehrzahl aufgrund des Fehlverhaltens einiger durchgeknallter "Jäger und Sammler" mit bestrafen muss.

TL Jürgen
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Jürgen,
ich kann Deinen Frust gut verstehen.
Aber schere nicht alle Tageskarteninhaber über einen Kamm.
Solches Verhalten habe ich auch bei Jahreskarteninhabern schon feststellen können. Nach dem Motto, wenn wir soviel fürs Gewässer tun, können wirs auch nutzen. Solange sich diese "Nutzer" innerhalb der Regeln halten, kannst Du noch nicht einmal etwas dagegen unternehmen.

Obwohl alle Vereinsmitglieder, allerdings in unterschiedlichen Vereinen, fahren ein paar Freunde von mir und ich gelegentlich zu
freien Tageskartengewässer, um gemeinsam fischen zu können. Keiner von uns käme auf die Idee, sein Verhalten am Wasser ins Negative zu ändern, nur weil wir eine Tageskarte gelöst haben.
Die entsprechende Einstellung hat man, oder man hat sie halt nicht, egal ob als Pächter, Inhaber einer Jahres- oder Tageskarte oder als Spinnfischer (s. anderer Thread).
Gruß
Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Guzzi

Ungelesener Beitrag von Guzzi »

Hallo Jürgen,

das Argument ist schwach. Verbietet man das Autofahren weil einige zu schnell fahren? Ich schätze Du wärst wenig begeistert wenn Dir dort wo Du z.B im Urlaub hinkommst eine Gastkarte verwehrt wird mit dem Argument, dass Dein Verein auch keine ausgibt. Nur: das wäre dann wenigstens mal gerecht.

Und im übrigen: zu glauben alle Vereinsmitglieder verhalten sich verantwortungsvoll am Wasser ist etwas naiv. Nur a) traut man denen das nicht zu weil man sie glaubt zu kennen und b) kontrolliert die kaum einer.

Gruss,

Wolf
Jürgen Gaul

Ungelesener Beitrag von Jürgen Gaul »

Hallo Harald und Wolf,

ja, ihr habt mit euren Argumenten natürlich beide recht. Ich sagte ja auch indirekt, dass man aufgrund des Fehlverhaltens einiger weniger nicht die Mehrzahl anständiger Fischerkollegen bestrafen sollte. Und auch eure Einschätzung der Vereinmitglieder resp. Jahreskarteninhaber kann ich aufgrund konkreter Erfahrungen teilen: hier gibt es genau soviele schwarze Schafe.

Nur kriege ich dieses Problem eher in den Griff, weil sich die Mitglieder untereinander - sicherlich auch wegen eines gewissen Fischneids - besser überwachen als einen Tageskarteninhaber, der mal unter der Woche für 2 bis 3 Stunden am Wasser ist.

Wie Du richtig sagst Harald, ist die Einstellung halt das entscheidende und wie unsere Mitglieder zur Verwendung des Einzelhakens am Spinner bzw. zum "Andrückzwang der Widerhaken" reagiert haben, habe ich dem von Dir erwähnten Thread ja bereits mitgeteilt.

Grüße
Jürgen
Jürgen Gaul

Ungelesener Beitrag von Jürgen Gaul »

Original geschrieben von Guzzi
Verbietet man das Autofahren weil einige zu schnell fahren?
Hi Wolf,

dieser Vergleich hinkt natürlich auch. Was passiert dem rasanten Autofahrer, wenn er in eine Radarkontrolle gerät? Er wird zumindest ordentlich zur Kasse gebeten, u.U. auch mit einem mehrwöchigen Fahrverbot belegt.

Und der Kamerad mit den 25 Forellen im Kofferraum??? Den Fischereischein kann ich ihm nicht wegnehmen, geschweige denn sein Angelgerät einziehen. Und eine privatrechtliche Klage? Weswegen und mit welchen Erfolgsaussichten?

TL Jürgen
Jürgen Anacker

Ungelesener Beitrag von Jürgen Anacker »

Also liebe kollegen,

ich habs oben eingangs ja schon beschrieben...ich schere nicht alle tageskartenfischer über einen hut!!! Aber ich stelle mich doch eindeutig auf die seite von roland k und jürgen gaul...sie sprechen mir nämlich aus der seele!!!

Weiterhin habe ich den eindruck, dass das thema das ich angestoßen habe...in viele vereinen oder gemeinschaften zum thema geworden ist! Ich denke das vielleicht viele so reagieren werden...das man eine gastkarte nur noch bekommt, wenn man in begleitung eines jahreskartenfischers ist! Punkt aus!!! (Schade wäre das dann halt für die ganzen fairen tageskartenfischer... )

Vor allem wenn man an einem gewässer fischen darf wie ich...wo noch arttypische forellen für die gewässergröße drin sind. Wo man auf eine natürlich angepasste pflege und hege, mit allem drum und dran achtet!!! Da ärgert es einen natürlich besonders, wenn diese von mir ketzerisch beschriebenen kollegen auftauchen!!!
Zum thema schwarze schafe bei jahreskartenbesitzer...ich kenne beiden seiten. Ich habe aber das glück bei einer gemeinschaft zu fischen, wo diese tugenden dem fisch und der natur gegenüber...erlebt und gelebt werden!!!

Meine zeilen sollten vor allem eine anregung sein, für leute die vielleicht eine urlaub zb. In den bergen an einem schönen gewässer verbringen...sie sollten ne schöne zeit am wasser erleben...sollten aber auch einmal darüber nachdenken...das vieles an einem gewässer nicht nur gott alleine einem schenkt...sondern das für ein gutes gewässer sehr viel getan werden muß! Das fängt bei jedem einzelen an!

Denn beim fliegenfischen ist es doch so wie im leben...auf die kleinen dinge kommt es an!

Gruß
jürgen
Guzzi

Ungelesener Beitrag von Guzzi »

@Jürgen Gaul: das ist ganz einfach Pech, wie wenn Motorräder an 'nem Blitzer vorbei fahren der von vorne blitzt. Erwischt und trotzdem nicht zu kriegen. Aber das ist nicht die Regel, ich denke da sind wir uns einig und so ist das eben auch bei den Anglern.

@Jürgen Anacker: frage Dich einfach was naheliegt: willst Du im Urlaub woanders auch mal fischen? Nein? Gut, dann bleib bei Deiner Ablehnung von Gastkarten. Wenn nicht, dann solltest Du Deine Meinung überdenken. Finde ich.

Ich bin selber in zwei Vereinen. Der eine ist Gast an einem öffentlichen Gewässer, die Pfelge (bzw. Unterlassung der selben) obliegt also einem Amt und jeder der angelt ist dort Gast. Und im Wasser sind - man glaubt es kaum - noch 'ne ganze Menge Fische. Es benehmen sich sicher viele nicht vorbildlich, aber die Masse macht's.

Der andere ist Mitglied des DAV. Dieser ist (zumindest in Brandenburg) sehr bemüht, natürliche regionale Forellenbestände zu erhalten oder zu erreichen, vermittels eigener Zucht in Aufwuchsbächen. Steckt also auch eine Menge Arbeit drin und auch wenn ich nur einen klitzekleinen Teil dazu beitrage weiss ich doch wie viel Arbeit dahinter steht. Und trotzdem stört mich der Gedanke an Gastangler nicht.

Gruss,

Wolf
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Michael Hempel
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Ungelesener Beitrag von Michael Hempel »

@ an alle

Bin Mitglied in einem Verein an der Rur in der Eifel. Bei uns werden Gastkarten ausgegeben, aber nur in Begleitung eines Vereinsmitgliedes. Pro Vereinsmitglied ist es möglich, 5x im Jahr einen Gast mit ans Wasser zu nehmen. Ich weiß, das ist zwar nicht das Gelbe vom Ei (jedenfalls für Gastfischer), aber die Kontrollfunktion, die daraus resultiert, ist nicht unerheblich. Da Gast und Vereinsmitglied gemeinsam fischen, werden keine bzw. wenige Fische verangelt, Fangbeschränkung wird eingehalten, das Verhalten am Wasser ist dementsprechend.
Natürlich ist es für einen Gastangler sehr schwierig, an eine Gastkarte zu kommen, da nicht immer ein Mitglied zur Verfügung steht. Aufgrund negativer Erfahrungen ist diese Regelung m.E. annehmbar. Jedenfalls besser, als das Gewässer für Gastangler grundsätzlich zu sperren.

TL Michael
....der den Mefos eine Liebeserklärung gemacht hat!
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roland k
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Ungelesener Beitrag von roland k »

Vielleicht haben manche den Schuss noch nicht gehört, aber weder einer der Jürgens noch ich sind grundsätzlich gegen Tageskarten. Jürgen geht es darum, wie sich manche Tageskarteninhaber am fremden Wasser verhalten. Ein etwas unpassender Vergleich dazu ist vielleicht, dass ich einen Schützen ein Gewehr in die Hand geben kann und er weiß wie er damit umzugehen hat. Jemand der noch nie so teil in der Hand hatte schießt sich womöglich ins Bein. Damit will ich sagen, dass ein ORDENTLICHES Mitglied einer Fischereiorganisation doch eher weiß was man am Wasser machen sollte und was zu unterlassen ist.

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
mknuemann
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Ungelesener Beitrag von mknuemann »

Hallo!

Ich fische seit Mai diesen Jahres und tue das hautpsächlich an der Sieg, weil ich direkt
am Ufer wohne. Wegen einer Aufnahmesperre im örtlichen Verein nutze ich Tageskarten.
Davon habe ich jetzt seit Mai 25 Stück a 6 EUR gehabt. Das übersteigt bei weitem den Jahresbeitrag für Vereinsmitglieder. Mir ist natürlich auch klar, dass ich dafür keine Pflegearbeiten am Gewässer machen muss, aber als Jahreskartenangler wäre ich wohl auch öfter fischen gegangen.
Was mich stört ist, dass ich nur bis 20:00 Uhr fischen darf und es Erfahrungsgemäss so war, das bei den letzten Ausflügen die Fische ab 19:30 aktiv wurden.
Kurz und gut, ich denke das die Tageskartenangler auch ihren (finanziellen) Beitrag leisten und dabei auch stärker eingeschränkt sind, als Jahreskarteninhaber.

Michael
FFN Ralle

Ungelesener Beitrag von FFN Ralle »

Hallo liebe Fliegenfischer Kollegen,
@ Jürgen Anacker
Vorweg : Ich habe selten in diesem Forum ein Thema gefunden,welches mich so aufwühlt. Den ganzen Tag schimpfe ich schon vor mir hin, entwickle aber auch andere Sichtweisen, fluche dann wieder - um nun letztendlich zu versuchen,das was ich empfinde hier nieder zu schreiben.
Danke dafür !!

Jedoch teile ich Eure Meinung nicht. Mit Eure meine ich insbesondere Dich, J.Gaul und Max S.

Ich versuche es mal chronologisch " abzuarbeiten".
Dir ,lieber Jürgen möchte ich sagen : Wenn ich als Gewässereigner TK vergebe und Schonmaße sowie Fanglimits festlege gebe ich diese den Gastfischern mit auf den Weg . Wenn also ein Gast diese Bestimmungen, wie Du es provokant ausschreibst AUSREIZT, empfinde ich das als legitim .
Er hält sich doch nur an das, was "Ihr" als TK - Ausgeber ihm reglementiert !
Wenn "Ihr" damit ein Problem habt, soltet "Ihr" euer Reglement ändern !

Ich halte es in der Regel so , dass ich vorm beginnen des Fischens mich ein paar Minuten mal mit dem Eigner unterhalte ( sofern möglich) ,wie ich Ihn in seiner Hege unterstützen kann/soll ,oder ob es vielleicht Jahrgänge gibt die man besser schont /entnimmt etc.
Aber wie soll sich ein "Gast" fühlen der , sagen wir mal 3 Forellen entnehmen darf ,dies auch ohne schlechtes Gewissen tut und anschliessend schief von den JK - Inhabern angeschaut wird ?

Womit ich zu Dir schwenken möchte Jürgen (Gaul ) :

Du schreibst oben :
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"Nur kriege ich dieses Problem eher in den Griff, weil sich die Mitglieder untereinander - sicherlich auch wegen eines gewissen Fischneids - besser überwachen......."
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Da bin ich aber aber froh NICHT Mitglied in einem solchen Verein zu sein !!!!!!

Ich gehe mal davon aus,dass Dein Verein , in dem Du Vorsitzender bist, zum grössten Teil aus nicht-Fliegenfischern besteht ( Habe jedenfalls noch von keinem Verein mit 200 FliFischen gehört, belehre mich bitte wenn ich falsch liege). Auch ich bin noch immer Vereinsmitglied eines Clubs von ca.400 MG.
Davon haben meiner Meinung nach 90% nicht die leiseste Ahnung vom Fischen. Reine Besatzangler, welche nur in der Woche zum angeln gehen (nicht Fischen gehen !!), wenn frischer Fisch besetzt wurde.
Dann kommt plötzlich jemand der sein Handwerk versteht - und schon sind's die bösen TK Inhaber die nur zum räubern kommen.
Und beim , zugegeben, schwarzen Schaf ( sprich 25 Forellen im Kofferraum) :
Warum hast Du (und natürlich auch die anderen Vereinsmitglieder,die anschliessend im Vereinsheim so lebhaft darüber schimpfen) denn nicht die Courage gehabt den Mann anzuzeigen??
Weswegen fragst Du ??
Will ich Dir sagen : Wer sein Fanglimit vorsetzlich ,( und 25 ist wohl vorsetzlich), überschreitet, macht sich des Diebstahls schuldig !!
Beweise waren ja scheinbar genug da ! War es vielleicht der bequemere Weg ,für einen persönlich, zu schweigen ?!

Michael Hempel's Ausführungen, wie es an der Rur gehandhabt wird sind evtl.
eine Lösung. Aber keine gute.
Denn es gibt wahrlich feine Fliegenfischer - Kameraden , die es verdient haben als "GASTangler" das Vertrauen entgegengebracht zu bekommen ,dass sie verdienen. Auch wenn im Vorfeld irgendwelche A......lö....er sich daneben benommen haben.

So jetzt geh ich pennen und ärgere mich morgen wieder !!
Nochmals danke Jürgen, toller Thread !!
Bis später
Euer FFN Ralle
Antworten