Hallo Mario,
bei uns schaut das so aus.
Der Biber bringt Strukturelemente in das Gewässer ein.
Auf die Fischfauna hat Totholz eine äußerst positive Wirkung.
Du kennst sicherlich das Phänomen wo sich Totholz im Wasser befindet gibt es Fisch.
(Fische benötigen solche Unterstände)
Positive Eigenschaften von Totholz auf Fische:
z.B. bietet Deckung vor Feinden wie Vögel, Strömungsschutz(Ruheplätze), Jungfischhabitate,
Hochwassereinstand, Nahrungsräume und, und, und … .
(Äste die man aus dem Wasser zieht sind oftmals mit Insektenlarven überzogen)
Auch bei uns fällen Biber gelegentlich kleinere Eichen wie auf den Fotos von Mario, aber ich glaube bei uns in der Region nutzt der Biber das Eichenmaterial weniger als Nahrung sondern
eher zum Bauen von Biberburgen und so. Unsere Biber latschen nachts oft auf den Wiesen rum und erschrecken harmlose Wallerfischer fast zu Tode. (Habe mich mal so sehr erschrocken, der Biber hätte mich schon fast auf dem Gewissen gehabt!! Bin bei Nacht und Nebel um mein Leben gerannt und habe mit meiner Stirn `nen fetten Ast von einem Baum gefunden der mich zu Boden warf!!!
Ich hab später nachgelesen was die Tierchen in den Wiesen „außer Angler erschrecken“ sonst noch so machen und habe gelesen das sich die Kerlchen von bis zu 300 Pflanzenarten ernähren die halt auch in Wiesen wachsen.
Die eichenfällenden Biber in den Dessauer Muldearmen sind vielleicht wählerische Feinschmecker? Einseitige Ernährung ist ungesund, das kriegen die Tierchen schon noch mit.
(Wenn solche Bäume liegen bleiben werden sie im Laufe der Zeit selbst zum Biotop.)
Wegen der par Eichen die die Biber am Wasser umschmeißen sollte man sich nicht allzu sehr ärgern und etwas Tolerant sein und die Mulde/Elbauen werden die Nager schon nicht gleich zerstören, das haben sie früher nicht und werden sie jetzt sicher auch nicht, aber der Spezies „Homosabiens“ würde ich so eine Zerstörung leicht zutrauen.
Ich bin zwar kein Fachmann, aber mal noch erwähnt, Mario wird es mit Sicherheit wissen, aber für alle anderen die es nicht wissen und es vielleicht interessiert, den Eichen geht es wirklich nicht mehr so gut.
Und wieder ist die „Spezies Homosabiens“ Schuld.
Sauren Regen:
Bei der Verbrennung von z.B. Kohle oder Erdöl entsteht Schwefeldioxid und Stickstoffe, die in die Luft gelangen. In der Atmosphäre verbinden sich diese chemischen Stoffe auch mit anderen und es kann Schwefel- und Salpetersäure entstehen. Mit z.B. Regen, sickern diese schwefeligen Säuren in den Boden.
Besonders die feinen Wurzeln, die für die Aufnahme des Wassers und der Mineralsalze wichtig sind, sterben ab. So hat ein geschädigter Baum doppelt Probleme: Er verdunstet einerseits zu viel Wasser, und andererseits hat er Schwierigkeiten, Wasser aufzunehmen.
die Bäume verhungern und verdursten allmählich, selbst wenn sie dicht am Wasser stehen.
Derart geschädigte Bäume sind anfällig für Krankheiten und Insektenbefall!!
Flüsse und Seen können in kalkarmen Gegenden durch den sauren Regen so sauer werden, dass keine Tiere mehr in ihnen leben können.
Früher bildeten die Eichen aller fünf bis sieben Jahre Fruchtkörper aus, heutzutage kämpft sie um das Überleben ihrer Art und bilden fast in jedem Jahr Eicheln.
PS: Die Biber bei uns sind echte Courmets und scheinen am Rapps Geschmack gefunden zu haben, mir ist das aber wurscht. Ich mag die Felder auch nicht unmittelbar am Wasser. Wenn ich daran denke, die stinkende Odellei, der Krach, die Wühlerei in der Erde und dann noch die Pflanzenschutzmittel. Von denen es ein manchmal ganz schööön schwummmmerrich wird

und das ganze immer am Wochenende wenn ich Fischen bin.
Mit freundlichen Grüßen Christian S.