Biber die ZWEITE

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Mario Mende / Sachsen
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Biber die ZWEITE

Ungelesener Beitrag von Mario Mende / Sachsen »

Hallo @ all,
nachdem wir vor garnicht so langer Zeit über den Biber debattiert haben, möchte ich nun mal ein paar Fakten nachreichen.

Die Biberbefürworter (ich zähle mich nicht als Gegner-das will ich vorweg klarstellen, aber bitte keine Wiederansiedlungum JEDEN PREIS) erzählen uns immer, der Biber frisst nur Weichholz.

Ich möchte hier mit Fakten belegen, dass es absoluter Blödsinn ist.
In den Dessauer Muldearmen ernährt sich der BIBER von Eichen. Vorrangig! Und ich habe auch gesehen,das Maschendrahtzaun (StefanR. hat diesen einmal populär gemacht :D ) an der Hauptstraße, wo Eichen stehen, um den Stamm gewickelt wird.

Hat man hier Angst vor Verbiss und fürchtet um das Ansehen des Biber in der Bevölkerung?? Vielleicht könnten auch Fördergelder reduziert werden? Dabei machen ein paar Fichtenzweige um den Stamm viel mehr aus, als Draht.



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Vergräme den Kormoran, nicht den Fisch!

Mario
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Peter Pan
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Ungelesener Beitrag von Peter Pan »

An der hessischen Sinn sind die Bieber auch aktiv.
1985 wurde zehn Bieber von der Elbe importiert. Sie vermehrten sich ausserordentlich gut. Ihre Spuren sieht man überall.

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Allerdings haben sie auch Konkurrenz:

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:wink:

Probleme gibt es mit der Fischerei nicht.

Gruß,

Peter
Steinhäger
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Ungelesener Beitrag von Steinhäger »

Hallo Mario,

ich habe vor einigen Jahren in der Gegend von Coswig (westlich v. Wittenberg) massiven Schaden an Kieferndickungen gesehen!!!
Das schmeckt denen wohl wie Hustenbonbon und klebt wie Hulle.
Das war damals mit Försterkollegen noch eine Exkursion wert, Fraß
in einer Hartholzaue an naja, halt Hartholz wie Eiche schon lange nicht mehr.
Was soll der Bengel auch machen wenn er Knast hat und es sind keine Weiden da. Wenn die Elterntiere die junge Bagage aus dem Bau
wirft und sich diese ein neues Zuhause suchen muss, da wird auch schon mal ein Entwässerungsgraben zwischen einem ladwirtschl. Weg
und der Ackerkante bezogen und gefressen was da ist.

Gruß Tom
Romanes eunt domus!
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Mario Mende / Sachsen
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Ungelesener Beitrag von Mario Mende / Sachsen »

Ja, das ist das ärgerliche. Das Tier kann überhaupt nichts dafür. Klar müssen die kleinen Biber auchernährt werden und es wird halt genommen, was vorhanden ist.

Es ist nur ärgerlich, dass die alten Eichen, ein Symbol der Mulde/Elbauen vielleicht irgendwann verschwinden werden. Diese herrliche Landschaft zerstört wird,wegen ein paar "Liebhabern" (besser gesagt Bibervermarktern), die ein Bibergehege errichtet haben und den Großstadtmenschen die intakte Natur vorzeigen (oder besser (vorheucheln) wollen. ANGELVERBOT war schnell verhängt!

Was für eine verlogene Welt auf Kosten der Tiere. :x

@ Tom: ist echt interessant,wie die Tierchen sich anpassen. (müssen)
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Mario
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Gammarus roeseli
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Ungelesener Beitrag von Gammarus roeseli »

Hallo Mario,

bei uns schaut das so aus.
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Der Biber bringt Strukturelemente in das Gewässer ein.
Auf die Fischfauna hat Totholz eine äußerst positive Wirkung.
Du kennst sicherlich das Phänomen wo sich Totholz im Wasser befindet gibt es Fisch.
(Fische benötigen solche Unterstände)
Positive Eigenschaften von Totholz auf Fische:
z.B. bietet Deckung vor Feinden wie Vögel, Strömungsschutz(Ruheplätze), Jungfischhabitate,
Hochwassereinstand, Nahrungsräume und, und, und … .
(Äste die man aus dem Wasser zieht sind oftmals mit Insektenlarven überzogen)

Auch bei uns fällen Biber gelegentlich kleinere Eichen wie auf den Fotos von Mario, aber ich glaube bei uns in der Region nutzt der Biber das Eichenmaterial weniger als Nahrung sondern
eher zum Bauen von Biberburgen und so. Unsere Biber latschen nachts oft auf den Wiesen rum und erschrecken harmlose Wallerfischer fast zu Tode. (Habe mich mal so sehr erschrocken, der Biber hätte mich schon fast auf dem Gewissen gehabt!! Bin bei Nacht und Nebel um mein Leben gerannt und habe mit meiner Stirn `nen fetten Ast von einem Baum gefunden der mich zu Boden warf!!!
Ich hab später nachgelesen was die Tierchen in den Wiesen „außer Angler erschrecken“ sonst noch so machen und habe gelesen das sich die Kerlchen von bis zu 300 Pflanzenarten ernähren die halt auch in Wiesen wachsen.
Die eichenfällenden Biber in den Dessauer Muldearmen sind vielleicht wählerische Feinschmecker? Einseitige Ernährung ist ungesund, das kriegen die Tierchen schon noch mit.
(Wenn solche Bäume liegen bleiben werden sie im Laufe der Zeit selbst zum Biotop.)

Wegen der par Eichen die die Biber am Wasser umschmeißen sollte man sich nicht allzu sehr ärgern und etwas Tolerant sein und die Mulde/Elbauen werden die Nager schon nicht gleich zerstören, das haben sie früher nicht und werden sie jetzt sicher auch nicht, aber der Spezies „Homosabiens“ würde ich so eine Zerstörung leicht zutrauen.

Ich bin zwar kein Fachmann, aber mal noch erwähnt, Mario wird es mit Sicherheit wissen, aber für alle anderen die es nicht wissen und es vielleicht interessiert, den Eichen geht es wirklich nicht mehr so gut.
Und wieder ist die „Spezies Homosabiens“ Schuld.
Sauren Regen:
Bei der Verbrennung von z.B. Kohle oder Erdöl entsteht Schwefeldioxid und Stickstoffe, die in die Luft gelangen. In der Atmosphäre verbinden sich diese chemischen Stoffe auch mit anderen und es kann Schwefel- und Salpetersäure entstehen. Mit z.B. Regen, sickern diese schwefeligen Säuren in den Boden.
Besonders die feinen Wurzeln, die für die Aufnahme des Wassers und der Mineralsalze wichtig sind, sterben ab. So hat ein geschädigter Baum doppelt Probleme: Er verdunstet einerseits zu viel Wasser, und andererseits hat er Schwierigkeiten, Wasser aufzunehmen.
die Bäume verhungern und verdursten allmählich, selbst wenn sie dicht am Wasser stehen.
Derart geschädigte Bäume sind anfällig für Krankheiten und Insektenbefall!!
Flüsse und Seen können in kalkarmen Gegenden durch den sauren Regen so sauer werden, dass keine Tiere mehr in ihnen leben können.
Früher bildeten die Eichen aller fünf bis sieben Jahre Fruchtkörper aus, heutzutage kämpft sie um das Überleben ihrer Art und bilden fast in jedem Jahr Eicheln.

PS: Die Biber bei uns sind echte Courmets und scheinen am Rapps Geschmack gefunden zu haben, mir ist das aber wurscht. Ich mag die Felder auch nicht unmittelbar am Wasser. Wenn ich daran denke, die stinkende Odellei, der Krach, die Wühlerei in der Erde und dann noch die Pflanzenschutzmittel. Von denen es ein manchmal ganz schööön schwummmmerrich wird :smt119 :smt048 und das ganze immer am Wochenende wenn ich Fischen bin. :kotz

Mit freundlichen Grüßen Christian S.
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Mario Mende / Sachsen
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Ungelesener Beitrag von Mario Mende / Sachsen »

Ja, wer ist wieder schuld am Stinkeraps? :P :P Die Ökos! :shock: :P
Schau mal unsere Landwirtschaft an: Mais und Raps wird immer mehr. Biologisch heizen und Auto fahren ist die Zukunft.

Eichelmast ist wirklich mittlerweile fast jedes Jahr, Buchen genauso. Tja, die Sauen werden dick und rund. :roll:

Die Mulde/Elbebiber sind echte Eichenfanatiker, obwohl Weiden genug da stehen. Das wunderte mich doch sehr.
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Mario
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Der Biber ist unbestritten bei uns heimisch und kann unbestritten Probleme machen, vor allem wenn der natürliche Ufergehölzsaum fehlt oder zu gering ausgeprägt ist.

Lösung 1: abknallen
Lösung 2: Ersatzzahlungen
Lösung 3: lobbyieren, dass der Sympathieträger Biber als Argument für Revitalisierungen und Anlage von breiten Ufergehölzsäumen verwendet wird - wovon die Fische noch mehr profitieren als der Biber.

Welche Lösung die gscheiteste ist, darf jeder für sich entscheiden.

Ich bin den "Ökos" jedenfalls dankbar, dass sie uns Biber zurückgebracht haben, die Totholz einbringen und Lösung 3 begünstigen.

Clemens
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flatfischer
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Ungelesener Beitrag von flatfischer »

Ohne natürliche Feinde können Biber bestehenden Ökosystemen sehr wohl großen Schaden zufügen.

Vor einer Woche konnte ich dieses noch in Argentinien auf Feuerland selbst in Augenschein nehmen. 1947 wurde dort der kanadische Biber in einer Pelztierfarm angesiedelt. Das Experiment scheiterte, die Biber entkamen, vermehrten sich prächtig und führten zu einer ökologischen Katastrophe.

Entlang vieler Flüsse Feuerlands ist der ursprüngliche Baumbestand an Lengas (Südbuchen) praktisch vernichtet worden. Bäume mit 40 cm Durchmesser sind für die fleißigen Nager überhaupt kein Problem. Biologen befürchten, dass es die ersten Biber schon nach Chile geschafft haben worden, so dass die Ausbreitung nicht auf die Insel Feuerland beschränkt bleibt.

Helge
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Hallo Helge,

der Vergleich hinkt aber schon ein bisserl - erstens war der Biber dort nie heimisch, und zweitens gibt's klimatisch bedingt dort wohl keine sonderlich wüchsige weiche Au.

Im Übrigen sollte es möglich sein, die Biber wieder auzurotten, so wie's im amerikanischen Westen und in Europa möglich war.

Clemens
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus!

Ich bin auch kein Feind der Biber, aber ich sehe auch kein Problem, ihn zu bejagen, wenn der Lebensraum für eine größere Population nicht ausreicht und tatsächlich merkliche Probleme entstehen sollten (das kann ich zu wenig beurteilen).

Auch die Bejagung einer Art sollte nicht immer mit dem Wort "abknallen" als eine absolute Schreckensvariante abgetan werden, solange Verbesserungen des Lebensraums noch nicht in Sicht sind. Mir hat einmal ein Bauer vorgerechnet, wieviel Geld er für einen Uferstreifen unbewirtschafteten Auwald haben will. Da kann ich mir in Linz im Villenviertel ein Anwesen kaufen!

Wie gesagt: Auch die Jagd ist eine Form des Ressourcenmanagements, die man nicht verteufeln darf, nur weil sie eben in endgültigeren Kategorien als C&R passiert. Schiessen und wieder laufen lassen geht eben nicht - aber das widerspricht keinesfalls einer nachhaltigen Nutzung von Wildtierbeständen!

Ich freue mich jedenfalls, dass der Biber an "meiner" Enns Strecke auch wieder zu Hause ist - da gibt es jedenfalls genug Holz und Ufervegetation.

Beste Grüße,
Hans

P.S.: Eigentlich ist es viel absurder, dass Angler Bestände nützen, die sich überhaupt nicht selbst erhalten und wenn man ehrlich ist, auch keines regulierenden, im Sinne von dezimierenden Eingriffs bedürfen.
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Eh klar, hast recht.

Also im theoretischen Optimalfall zuerst Lebensraum verbessern, und wenn's dann noch immer Probleme gibt, dann bejagen.

Viel Bibergeil,
Clemens
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Mario Mende / Sachsen
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Ungelesener Beitrag von Mario Mende / Sachsen »

Hallo Hans,
ich persönlich bin GEGEN die Bejagung des Bibers durch Eigenjagdbesitzer. Aber durch sehr gute Vermehrungsraten (keine Feinde) wird er irgendwann in bestimmten Kerngebieten das ökologische Gleichgewicht stören. Wieviel Biber verträgt eine bestimmte Region? Das vermag nicht einmal der Biberbeauftragte zu sagen.

Der Grund ist relativ einfach: Um den Biber bejagen zu dürfen, muss er dem Jagdrecht unterliegen.
Ist das geschehen, dann hat der Jäger auch wieder die Hegepflicht und muss möglicherweise auch noch für den Wildschaden aufkommen. (Mais etc.)

Vielmehr sollten sich die Befürworter (Biberstationen, die echt knallharte Eintrittsgelder haben und wenig "NEUES" bieten), die ihr Geld damit verdienen:

-Überpopulationen durch Fallenfänge (Lebendfangfallen) beseitigen (Fehlfänge werden der Natur zurückgegeben)
-Schäden in der Landwirtschaft ausgleichen
-Unfallwild (Biber) selbst entsorgen (Tierkörperbeseitigung)
-bestehende Populationsdichten öffentlich bekannt geben
-Berichte über Schäden öffentlich bekannt geben (neutrale Gutachter hinzu nehmen)
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Mario
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Gammarus roeseli
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Ungelesener Beitrag von Gammarus roeseli »

Hallo ich noch ma,

Bilder aus meiner Region:

Das Biberdämmchen ist gerademal ca. 1m hoch und dürfte für einheimische Salmoniden
kein Problem darstellen. (Um Bild zu vergrößern links oben die Lupe drücken.)
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Dieses Biberdämmchen hat nur 80 cm Höhe. (Um Bild zu vergrößern links oben die Lupe drücken.)
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In den gestauten Bereich hat sich eine kleine Auenlandschaft gebildet,
wertvoller Lebensraum für Wasserbewohner wie Amphibien, Insekten und und und … .
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Ein weiterer der nur ca. 30-50 cm hoch ist und sich mit Kies und Sand schon fast aufgefüllt hat. Der Bach hatte sich wahrscheinlich schon mal auf der linken Seite des Damms seinen Weg gesucht und ist etwas breiter geworden. (Um Bild zu vergrößern links oben die Lupe drücken.)
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Die Biberbauwerke haben hier kein langes Leben. Vom Biber aufgegebener Damm.
(Um Bild zu vergrößern links oben die Lupe drücken.)
Bild

Von diesem Biberdamm ist nicht mehr viel übrig. Der Damm hatte sich im Laufe der Zeit so stark mit Sand und Kies gefüllt, dass der Biber ihn aufgeben musste und sich jetzt oberhalb der Dammreste eine tolle Kiesbank befindet!!
(über die Kiesbank werden sich vielleicht die Bachforellen freuen, könnte ne Stelle zum Laichen sein)
Bild


In dem Bach gibt es Bach-, Regenbogenforellen und Saiblinge, die Größten die ich gesehen habe waren zwischen ca. 15-20 cm.
Saiblinge und R- forellen sind Teichflüchtlinge!! Bachforelle?? Bafos soll es hier schon immer geben. Die Fische sieht man am häufigsten in den durch Biber gestauten Bachabschnitten.
Durch die Aktivitäten der Biber hat der Bach sein Bett immer wieder mal verlegt, es konnten Steilufer entstehen in die der Eisvogel seine Bruthöhlen gräbt.

Also ich bin schon mal absoluter Biberfreund, wenn ich Überlege was ich an Fisch hinter denn vom Biber eingebrachten Totholzabschnitten gefangen habe, ich wäre ein Narr wenn ich was gegen die Nager hätte!!!

PS: Der Biber renaturiert und es kostet nichts. :daumen :daumen :daumen

Gruß Christian S.
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Gammarus roeseli
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Hallo Mario,


du hast erwähnt, das du kein Gegner der Biber bist, Zitat „ich zähle mich nicht als Gegner-das will ich vorweg klarstellen“.
Also ich nehme dir das schon mal so nicht ab!! Deine Worte in diesem Thema sprechen für mich eine andere Sprache. Das du Biber nicht unbedingt magst, ist aber deine Sache, warum kann ich nicht nachvollziehen, aber du wirst schon deine Gründe haben!!

Aber was mich echt geärgert hat, :smt011 waren deine Stichpunkte „Zitat“


-Schäden in der Landwirtschaft ausgleichen Hallo…. wir reden hier über „heimische Wildtiere“!! Was soll der schmarn?? Wenn das die richtigen Leute aufnehmen, haben wir vielleicht noch ein riesen Problem, denn auch Fische sind Wildtiere und ich könnte mir Vorstellen das z.B. unsere regional ausgestorbenen wildlebenden Flussfische und auch Wanderfische den Wasserkraftbetreibern nach Wiederansiedelung Probleme machen, wie z.B. erhöhte Abnutzung der Turbine, wenn unsere teuren Wiederangesiedelten Fische zahlreich die Turbinen passieren und mit ihren Körpern die Turbinenschaufeln abnutzen oder wie beim Aal die zahlreich an den Rechenanlagen verenden und diese zu sehr verstopfen!!! Nicht das wie Angler noch für Schäden an den Wasserkraftanlagen plechen müssen!!! !!!
„ Schäden in der Landwirtschaft ausgleichen.“ Also bitte! Sollen wir Steuerzahler auch noch die Schäden durch z.B. Sperlinge zahlen, wenn sie den Bauern ein par Körner klauen?? Das sind nämlich auch Wildtiere! Willst du die Bauern noch mehr bereichern und dann auch noch auf Kosten der Steuerzahler?? Es gibt noch viele Wildtiere, sollen wir für die alle Zahlen?? Wo soll den das hinführen??? ??? ???
Also lieber Mario, ich bitte dich setze da bloß keine neuen Ideen in die Welt wie man uns Steuerzahler die Kohle aus der Tasche ziehen kann!
Schieß uns da bloß kein Eigentor!!

-bestehende Populationsdichten öffentlich bekannt geben
-Berichte über Schäden öffentlich bekannt geben (neutrale Gutachter hinzunehmen)

Sorry, aber für mich hört sich das an wie ne versteckte Hetzkampanie und so etwas finde ich echt nicht nett!!

-Überpopulationen durch Fallenfänge (Lebendfangfallen) beseitigen (Fehlfänge werden der Natur zurückgegeben) Sollte es irgendwann wirklich eine Überpopulation geben, ich wäre bereit den einen oder anderen Biber aufzunehmen!!
Ich hab bei mir Zuhause in der Küche ein warmes Plätzchen!! Mmmmmh, jetzt höre ich lieber auf, sonst fange ich noch an zu sappern!!! :smt043

Gruß Christian S.


PS. Vielleicht machst du dich ja mal stark, nicht einheimische Wildtiere wieder zu verdrängen wie z.B. Damhirsch oder Fasan???
Wenn du so gegen Wiederansiedelung um jeden Preis bist, solltest du eventuell mal mit dem ein oder anderen Jäger ein Wörtchen reden, ich habe gehört die versuchen Rebhuhn, Wachtel, Fasan, Damhirsch … anzusiedeln oder Wiederanzusiedeln! :shock:
robert h
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Wohnort: Oberbayern

Ungelesener Beitrag von robert h »

Hallo,

ich komme gelegentlich mit Jägern ins Gespräch und wenn ich das richtig verstanden habe, dann besteht bereits eine gewisse Ausgleichspflicht für angerichtete Wildschäden. Ich glaube mich zu entsinnen, dass die Jäger etwas von einem Ausgleichsfond oder so ähnlich erzählt haben. Dabei scheint eine entscheidende Rolle zu spielen, ob das schadenverursachende Wildtier in die Gruppe der gesetzlich für jagdbar erklärten Spezies gehört.
Übrigens soll das auch eine Rolle spielen warum der Deutsche Jagdschutzverband dagegen ist, dass der Kormoran ins Jagdgesetz aufgenommen wird. Dann müssten nämlich die Schäden, die der Kormoran in Fischzuchten anrichtet, ausgeglichen werden.

Wie gesagt, so aus der Erinnerung heraus.

Grüsse
Robert
Antworten