ich hab ja gesagt, nicht die Preise an sich stören mich, sondern die extreme Ungleichbehandlung ohne sinnvolle Begründung. Das mit den Steuern lass ich als Argument nicht gelten, die sind ja eh nicht zweckgebunden. Die Hauptfinanzierung der Fischerei läuft über die Gebühren. Und die commercials partizipieren sicher überproportional davon.
Damals hieß es als Begründung für die Classification, man wolle den Druck von bestimmten Strecken nehmen. Heißt für mich im Klartext, ungeführte Touristen stören da. Könnten ja früher am Wasser sein als die Guides. Schau mal den Copper an. Wenn meine Infos stimmen, ist der Tag und Nacht von Locals belagert und laufend kommen Guidingboote runtergeraftet. Bis ein Touri dort oben ankommt, sind die besten pools eh schon alle belegt und/oder durchgefischt. Aber angeblich machen die Touristen den Druck. Man könnte ja z.B. bestimmte Strecken am WE für Touristen sperrren, das könnte ich z.B. verstehen. Aber es geht doch scheinbar wieder mal nur ums Geld, nicht um den Schutz.
Wo wirklich wenig Angeldruck herrscht, sind die Flüsse wo Guiding und Boot verboten sind. Aber da gibt es halt nur ganz wenige.
Das mit den Jahreskarten in Slowenien stimmt, aber Vereinsgewässer sind Privatbesitz, dass da andere Regeln gelten ist ja wohl kein Wunder. Ist bei uns nicht anders. Versuch mal ne Karte für die Isar in München zu kriegen. Aber im öffentlich-rechtlichen Raum solch eklatanten Unterschiede wie Ausländertageskarte für 1 Fluss = 40 CAD, Resident-Jahreskarte für alle 42 classified waters 15 CAD wirst du woanders wohl nirgends finden.
Wenn die Behörden in MVP Touristen für den Küstenschein plötzlich 60,- pro Tag abnähmen, statt 20 pro Jahr, würde wohl gleich die EU-Kommission tätig. Bayern könnte auch nicht einfach für Ausländer 40,- täglich pro Autobahn verlangen, seinen Bürgern aber ne Streckennetzvignette für 15,-/Jahr anbieten.
Wusste ich nicht, weißt du auch, wie das begründet wird?In Finnmark (Norwegen) dürfen Ausländer in nicht weiter weg von einer Bundesstrasse als 5 km fischen, nur mit Guide oder wenn man die Reise durch einen Norwegischen Veranstalter gebucht hat darf man dort fischen.
Dort wo ich in Skandinavien gefischt habe, gab es keine solchen Einschränkungen.
Stimmt z.B. für den Dean River nicht. Dort sind die Karten für ungeführte Ausländer streng kontingentiert und werden zu Saisonbeginn verlost. Ich hatte mal das Glück dort vorher noch fischen zu können.In Kanada darf ich auf jedem Fall fischen
B.C. ist sicher eine Reise wert, aber dass diese Praxis so einfach akzeptiert wird, wundert mich schon. Bei der Tourismusbehörde haben sie auch nur gesagt, das entscheidet die Umweltbehörde, sie könnten da nichts machen. So richtig begründen konnten sie es auch nicht.
Gruß
Markus






