Frust abbauen...

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AlexWo

Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von AlexWo »

flo staeuble hat geschrieben:
AlexWo hat geschrieben:
Ach nur noch kurz zur Äschenschonung: Ja, toll, jetzt haben sich einige Vereine entschlossen, ein paar Jahre keine Äschen mehr entnehmen zu lassen und die Bestände erholen sich langsam wieder. TIP TOP! Aber wo ist da die Leistung des Vereins? Ausserdem ist das auch nicht flächendeckend in allen oberbayerischen Vereinen so!
versteh i ned. verein schont äschen. äschenbestand erholt sich. du fragst, was daran so toll sein soll??
also SCHLECHT isses erstmal nicht, oder? oder was ist daran schon wieder blöd? oder sollen wirs einzelnen vereinen ankreiden, dass es ihnen nicht gelungen ist, das flächendeckend umzusetzen?

verwirrte grüße vom

flo

Flo, Servus1

So habe ich nicht gefragt. Ich habe gefragt, wo der Verdienst eines Vereines ist, wenn er Äschen schont. Etwas lediglich zu unterlassen, in diesem Fall, das fangen und entnehmen lassen von Äschen ist doch keine große Kunst! Selbst das haben einige Vereine nicht mal fertig gebracht!

Viele Grüsse

Alex
AlexWo

Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von AlexWo »

Werbe hat geschrieben:Lieber Alex,
AlexWo hat geschrieben:
Und damit solche Leute nicht weiter unsere Gewässer ruinieren, bin ich halt dafür, dass die Bewirtschaftungskonzepte, von staatlichen Institutionen wie z.B. der Fischereifachberatung erstellt werden sollten, die dann von Vereinen, bzw. Pächtern im allgemeinen, durchzuführen wären. Fertig! Und nun, was wäre daran so schlimm?
das wüsstest Du, wenn Du dich mit den Argumenten, die auf den vorigen Seiten erwähnt werden, auseinandersetzen würdest, statt sie (offensichtlich ) zu ignorieren.
Diskussionen, in denen jeder gebetsmühlenartig nur seinen Standpunkt wiederholt, statt sich mit den Argumenten im einzelnen auseinanderzusetzen, führen zum Auf-der-Stelle-Treten, was wir hier nun mittlerweile tun.
Nochmal: Das Hauptargument gegen staatliche enge Bewirtschaftungsvorgabe ist die Tatsache, dass sich die meisten Vereine in Situationen befinden, in denen sie Kompromisse zwischen dem Idealbewirtschaftungszustand und den Bedürfnissen der Mitglieder finden müssen, weil sie sonst nicht existieren können.
Bisher habe ich dazu nichts von Dir gelesen- sondern lese immer nur die Wiederholung Deines Standpunktes. Das bringt Dir angesichts des "Gegenwindes" zwar den Respekt Deiner "Gegner" ein, ist aber trotzdem nicht zielführend.

Gruß
Werner

Lieber Werner,

nur noch kurz seien mir einige Fragen und Überlegungen erlaubt:

Was ist denn wichtiger, dass Fortbestehen von Vereinen, die aufgrund von Konzeptlosigkeit, mangelnder Aufklärung u. Motivation der Mitgliedschaft es nicht fertig gebracht haben sich von dem "Alten Zopf" des Einsetzens und wieder Rausfangenlassen zu trennen oder die Erhaltung, bzw. die Verbesserung der Lebensräume und der natürlichen Fischbestände?

Wenn ein Vereinsvorstand nicht in der Lage ist vollumfänglich Aufklärungsarbeit zu leisten, zu motivieren und zu sensibilisieren, na dann .....
Nur weil sich die Vorstände der Politik, statt der Natur, widmen sollen jetzt wichtige Dinge unterbleiben oder falsch weitergemacht werden?
Soll jetzt allen Ernstes ein Gewässer der Barbenregion mit Forellen vollgeknallt werden, weil der Verein sonst keine Karten verkaufen kann und deshalb die Pacht nicht mehr aufbringen kann?

Vielleicht könnte man Gewässer untersuchen lassen um sie gewissermassen zu taxieren um damit der Preistreiberei Einhalt zu gebieten, sowas wie ein "Mietpreisspiegel" halt nur für Fischwasser?

Eine endgültige Lösung kann ich doch nun auch nicht anbieten, aber so wie es im Moment läuft, finde ich es nicht richtig, es sollte sich etwas ändern!

Viele Grüsse aus dem Wallis

Alex
Werbe

Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von Werbe »

Lieber Alex,
AlexWo hat geschrieben:
Was ist denn wichtiger, dass Fortbestehen von Vereinen, die aufgrund von Konzeptlosigkeit, mangelnder Aufklärung u. Motivation der Mitgliedschaft es nicht fertig gebracht haben sich von dem "Alten Zopf" des Einsetzens und wieder Rausfangenlassen zu trennen oder die Erhaltung, bzw. die Verbesserung der Lebensräume und der natürlichen Fischbestände?

Wenn ein Vereinsvorstand nicht in der Lage ist vollumfänglich Aufklärungsarbeit zu leisten, zu motivieren und zu sensibilisieren, na dann .....
Nur weil sich die Vorstände der Politik, statt der Natur, widmen sollen jetzt wichtige Dinge unterbleiben oder falsch weitergemacht werden?
Soll jetzt allen Ernstes ein Gewässer der Barbenregion mit Forellen vollgeknallt werden, weil der Verein sonst keine Karten verkaufen kann und deshalb die Pacht nicht mehr aufbringen kann?
Zu ersterem ein klares ja, weil Vereinsmitgliedschaft und Befischung von Vereinsgewässern für ca. 70% der Fliegenfischer die einzige Möglichkeit ist, am Forellen-Äschenwasser zu fischen und weil dieses ODER in Deiner Gegenüberstellung in der Realität ein zumindest versuchtes UND ist, was man Kompromiss nennt. Das aber habe ich nun oft genug erwähnt, weshalb ich es nicht mehr wiederhole.
Und wegen der Einzelbeispiele wirklich schwärzester Misswirtschaft, die -da hast Du sicher Recht- existieren, der ganzen "Vereinsbranche" eine staatliche Bewirtschaftung vor die Nase zu setzen, ist ungefähr so zielführend wie der Versuch, sämtliche ehrenamtlichen Fischereiaufseher durch Lebenszeitbeamte zu ersetzen.

Vor einigen Jahren habe ich anlässlich einer Recherche ein Jahr lang mit zahlreichen Gewässerbewirtschaftern gesprochen, mir teilweise die Verhältnisse vor Ort angesehen, Dritte befragt usw. usw. Natürlich sind diese Hintergrundinformationen nicht in der entsprechenden Publikation erwähnt worden, aber sie sind/waren mir präsent bei jedem Gewässer, über das zu schreiben war.
Ich glaube kaum, dass irgend jemand anderes zu dem Zeitpunkt solch ein umfassendes Wissen über die Modalitäten und Probleme bei der Bewirtschaftung deutscher Gewässer hatte. ( Ja, ich weiß, dass ich der "Selbstheiligung" anheim zu fallen drohe.)
Deshalb kann ich mit Fug und Recht behaupten, das von Dir gezeichnete Schwarz-weiß-Bild hat mit der Realität sehr wenig zu tun, weshalb die Schlüsse (staatliche Bewirtschaftung), die Du aus Deinen- sorry- Vereinfachungen ziehst, m.E. falsch sind.
So- und nun lass uns diese unfruchtbare Wiederholung des stets Gleichen beenden.

Viele Grüße
Werner
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von MuddlerMinow »

Aber, überall in Bayern die Barbenregionen mit Forellen voll zu knallen, kann doch nicht euer Ernst sein, oder? :badgrin:

Übrigens, in der koreanischen Dichtung ist's es ein wichtiges Stilmittel, Gedanken im Wortlaut mehrmals hintereinander zu wiederholen.

Auch in der Musik ist es beliebt, wobei hier meistens nach dem zweiten mal Schluss ist und das dritte mal anders weiter geht.

Als drittes fallen mir Beispiele staatlicher Propaganda ein, da wird durch Wiederholen eingetrichtert, was von oben verordnet wurde.

Irgendwie erinnert es mich hier gerade daran.
VG & Tl Gabriel
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von webwood »

Vielleicht könnte man Gewässer untersuchen lassen um sie gewissermassen zu taxieren um damit der Preistreiberei Einhalt zu gebieten, sowas wie ein "Mietpreisspiegel" halt nur für Fischwasser?
Servus Alex,

wie glaubst Du, entsteht so ein Mietpreisspiegel? Warum ist wohnen in Hamburg oder München exorbitant teuer, während die gleiche Wohnung in Hinterarschleckinghausen für einen Spotpreis zu mieten wäre. Könnte da Angebot und Nachfrage eine Rolle spielen? Denkst du nicht auch, das bei Gewässern, so sie mal zu pachten sind, das gleiche Prinzip gilt.

viele Grüße

Thomas
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Werner!

Auf Deine Animositäten möchte ich nicht eingehen, aber ich möchte eine Erklärung zum Idealisten anfügen.

Idealist kann jeder sein, es kommt aber darauf an, worauf er seinen Idealismus richtet.
Richtet er ihn auf das Funktionieren eines Vereines oder auf die beste Förderung bzw Hege seines Fischwassers und dessen Bewohner.

Ein privater Pächter gibt selten Tageskarten aus, sondern lädt Freunde zum fischen ein.

tight lines
RC
Der immer auf Seiten der Fische steht!
AlexWo

Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von AlexWo »

MuddlerMinow hat geschrieben:Aber, überall in Bayern die Barbenregionen mit Forellen voll zu knallen, kann doch nicht euer Ernst sein, oder? :badgrin:

Übrigens, in der koreanischen Dichtung ist's es ein wichtiges Stilmittel, Gedanken im Wortlaut mehrmals hintereinander zu wiederholen.

Auch in der Musik ist es beliebt, wobei hier meistens nach dem zweiten mal Schluss ist und das dritte mal anders weiter geht.

Als drittes fallen mir Beispiele staatlicher Propaganda ein, da wird durch Wiederholen eingetrichtert, was von oben verordnet wurde.

Irgendwie erinnert es mich hier gerade daran.
Muddler, geh Du Deine Bratschicksen fangen und ich bleib in meiner nahezu fischleeren Schweiz und konzentriere mich auf Wildfischchen und besuch mal den einen oder anderen Bergsee, vielleicht geht ja da mal ein Fisch her?!

Wie auch Du, erlaube ich mir auf jegliche Grussformel zu verzichten!

http://www.fishfinder.ch/deutsch/fischp ... arade.html

Für den den es interessiert, 200,00 CHF in der Saison für den gesamten Kanton Wallis und alles ohne Flossenschäden, "Grosses Jagdpatent" inkl. Gams und Hirschen (Steinböcke werden verlost) 1700,00 CHF..... :)
Zuletzt geändert von AlexWo am 12.12.2013, 05:43, insgesamt 1-mal geändert.
AlexWo

Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von AlexWo »

webwood hat geschrieben:
Vielleicht könnte man Gewässer untersuchen lassen um sie gewissermassen zu taxieren um damit der Preistreiberei Einhalt zu gebieten, sowas wie ein "Mietpreisspiegel" halt nur für Fischwasser?
Servus Alex,

wie glaubst Du, entsteht so ein Mietpreisspiegel? Warum ist wohnen in Hamburg oder München exorbitant teuer, während die gleiche Wohnung in Hinterarschleckinghausen für einen Spotpreis zu mieten wäre. Könnte da Angebot und Nachfrage eine Rolle spielen? Denkst du nicht auch, das bei Gewässern, so sie mal zu pachten sind, das gleiche Prinzip gilt.

viele Grüße

Thomas
Servus Thomas!

Pachtpreisobergrenze festlegen, Losentscheid bei mehreren Bietern, wäre ein Beispiel....

Ich finde man sollte folgende Dinge einfliessen lassen, Art des Gewäsern, Naturverlaichung ja/nein, natürliche Zusammensetzung der Arten und den ha. -Ertrag, womit ich ermitteln kann, welcher "Gewinn" möglich wäre... (welchen Marktwert hat ein Zentner Barben, Aitel, Nasen?)

Ich glaub schon, dass einige Verein zu viel zahlen, Beispiel wäre der Kfv Bad Aibling, die bewirtschaften eine Mangfallstrecke, die ohne Forellenbesatz überwiegend Weissfische, Kleinfische und Äschen, Hechte beherbergen würde. Gewässer hat im Sommer angenehme Badetemperaturen und ist grösstenteils eine Restwasserstrecke.
Bachforellensterben inkl. (naja, selbst Schuld wer die da einsetzt) . Der Verein wurde durch völlig überzogenen Pachtzins fast in die Knie gezwungen... Naja, Angebot und Nachfrage, mal sehen, wer den Bach das nächste mal pachtet, wenn die Erben noch mehr Kohle brauchen? Das ist doch für die Vereine auch nicht gut, wenn die nicht wissen, ob sie in der nächsten Periode überboten werden, oder? Kann mir vorstellen, dass viele Vereine in so einem Teufelskreis stecken?!

Viele Grüsse

Alex
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von MuddlerMinow »

Kein Grund beleidigt zu sein, Alex.

Ihr habt keine 8 Millionen Einwohner in eurer schönen Schweiz, klar dass da einiges einfacher ist. Ich kann mich auch gern nochmal wiederholen: Deutschland ist zuallererst ein Industrieland, deshalb sind wir auf Platz vier der Wirtschaftskraft in der Welt, und ihr auf Platz 20.

Dafür kann man bei euch wahrscheinlich besser Fischen. Alles hat vor und Nachteile.

Und da Du mich penetrant Muddler genannt hast, sollst Du Dich auch nicht um mangelnde Grüße beschweren mein lieber.

Einen bekommst Du nun trotzdem, um des Friedens Willen:
Grüezi
Gab
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von Werbe »

Hallo Königlicher Kutscher
Royal Coachman hat geschrieben:
Idealist kann jeder sein, es kommt aber darauf an, worauf er seinen Idealismus richtet.
Richtet er ihn auf das Funktionieren eines Vereines oder auf die beste Förderung bzw Hege seines Fischwassers und dessen Bewohner.
Die Sprache Österreichs und die der Schweiz muss auf irgendeine geheimnisvolle Weise der Konjunktion UND verlustig gegangen sein.
Mit Entsetzen stelle ich fest, dass Angehörige dieser Nationalitäten offenbar diese Konjunktion nicht nur nicht benutzen können, sondern auch unfähig zu sein scheinen, sie lesend wahrzunehmen, geschweige denn ihre Bedeutung zu erkennen.
Nun habe ich mir schon erhebliche Mühe gegeben, Alex die Existenz eines neben dem ODER vorhandenen UND argumentierend zu erläutern.

Verständlicherweise möchte ich die mühevolle aber vermutlich ebenso ergebnislose Arbeit nicht auch noch an Deiner Person leisten. Nun wird mir auch klar, warum Du "immer auf Seiten der Fische" bist. Das Fehlen der Konjunktion UND als Begriff gestattet es nicht, für Fischer UND Fische zu sein

Verbleiben wir doch einfach so: Ihr habt beide Recht, ( und ich meine Ruhe) es gibt nur schwarz und weiß, es gibt kein UND, es gibt nur Oder.

Gruß
Werner
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Werner!

Du kannst ja anderer Meinung sein, das nimmt Dir doch keiner, aber bitte laß mir auch meine.

In einem Verein 200 Fischer zu "ihren Fischen" verhelfen und gleichzeitig für die Fische da zu sein, diesen Vereinsvorstand möchte ich wirklich kennen lernen, ich hätte die größte Hochachtung vor ihm, aber leider, leider ist er mir noch nicht begegnet.

Deine Animositäten gegen die Schweiz und Österreich sind wirklich amüsant, aber auch nicht mehr.

RC
PS: übrigens stehe ich fast immer allein auf Seiten der Fische, komisch, warum eigentlich?
Der immer auf Seiten der Fische steht!
AlexWo

Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von AlexWo »

Royal Coachman hat geschrieben:Hallo Werner!

Du kannst ja anderer Meinung sein, das nimmt Dir doch keiner, aber bitte laß mir auch meine.

In einem Verein 200 Fischer zu "ihren Fischen" verhelfen und gleichzeitig für die Fische da zu sein, diesen Vereinsvorstand möchte ich wirklich kennen lernen, ich hätte die größte Hochachtung vor ihm, aber leider, leider ist er mir noch nicht begegnet.

Deine Animositäten gegen die Schweiz und Österreich sind wirklich amüsant, aber auch nicht mehr.

RC
PS: übrigens stehe ich fast immer allein auf Seiten der Fische, komisch, warum eigentlich?
Lieber RC!

Scheinbar ist es hier so, dass im allgemeinen Unverständnis darüber herrscht, wenn jemand den Fang von Fischen nicht in den Vordergrund stellt!

Wenn die Argumente ausgehen, dann stellt man in den Vordergrund, dass D eine Industrienation ist und sogar die viert stärkste der Welt.

Mal hier zur Info: http://www.prosperity.com/#!/

http://www.zermattportal.de/zermattlexikon/g/grueezi/

Bis bald :p
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von Werbe »

Hallo-aber dann ist wirklich Schluss
Royal Coachman hat geschrieben:
In einem Verein 200 Fischer zu "ihren Fischen" verhelfen und gleichzeitig für die Fische da zu sein, diesen Vereinsvorstand möchte ich wirklich kennen lernen, ich hätte die größte Hochachtung vor ihm, aber leider, leider ist er mir noch nicht begegnet.

........................

RC
PS: übrigens stehe ich fast immer allein auf Seiten der Fische, komisch, warum eigentlich?
zu 1. Ich bin heute Abend einem solchen Vereinsvorstand begegnet, der obiges seit Jahren in einem unglaublichen UND erfolgreichen Eiertanz übrigens mit verständnisvoller Hilfe der Fischereibehörde an einer 15km Flusstrecke plus See zustande bringt. Der Vorsitzende des Vereins ist ein recht pragmatisch veranlagter Zeitgenosse, was ihm bei oben erwähntem Eiertanz hilft. Ich erwähne das, weil der Verein von Idealisten ( die manchmal fließend zum Ideologen übergehen) die Nase voll hat. Erstere neigten dazu, per überhöhtem und wirklichkeitsfremden Anspruch mehr am eigenen Denkmal als Naturwiederhersteller zu meißeln als sich um Mühen des Vereinslebens zu kümmern. Seitdem haben fischereiideologische Gutmenschen dort einen schweren Stand, Pragmatiker einen leichten, zumal es ihnen (mit viel Arbeit) besser gelingt, Im Bruthaus den angemessenen Nachwuchs zu züchten usw. usw.. Denn man staune- sie haben die Vereinsmitglieder hinter sich, die es zu schätzen wissen, dass der Chef keine Denkmalpflege, sondern reale Vereinspolitik betreibt, bei der auch die Mitglieder das Gefühl haben, der Chef benutze den Verein nicht ausschließlich zu Selbstverwirklichung.

zu 2. Ich habe da eine Vermutung, aber "traue" mich nicht, sie zu äußern, weil ich der Moderation in einem früheren Post Wohlverhalten versprochen habe.
Und jetzt lass uns das beenden, denn auch ich bin pragmatisch veranlagt.

Gruß
Werner
Zuletzt geändert von Werbe am 12.12.2013, 00:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von MuddlerMinow »

Da kommt mir in den Sinn, Christian Morgenstern:
DIE UNMÖGLICHE TATSACHE

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.

5
"Wie war" (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
"möglich, wie dies Unglück, ja - :
daß es überhaupt geschah?

Ist die Staatskunst anzuklagen
10
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?

Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
15
umzuwandeln, - kurz und schlicht:
Durfte hier der Kutscher nicht -?"

Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im Klaren:
20
Wagen durften dort nicht fahren!

Und er kommt zu dem Ergebnis:
Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann , was nicht sein darf .
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Re: Frust abbauen...

Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Oh mann,

in deutschland haben wir teilweise doch auch schon eine staatliche Fischereiwirtschaft - mag sein das wir am Bodensee da eine Ausnahme sind. Wir als Verein arbeiten sehr eng mit der landeseigenen Fischbrutanstalt in Langenargen zusammen. Die streifen die von uns abgefischten Elterntiere ab und wir bekommen die angestammten Brütlinge zurück um sie wieder auszubringen. Und genau diese Zusammenarbeit halte ich für ein Erfolgsmodell. Wir als Verein kennen uns am jeweiligen Geässer aus und die zentrale Fischbrutanstalt weiss, wie die Brütlinge erfolgreich aufgezogen werden.
20131119-157.jpg
Über den Bodensee sind wir auch mit den Schweizern und Österreichern verbunden. Ich weiss das in der Schweiz (Kanton St. Gallen) Bachforelle, Äsche, Saibling, Felchen und natürlich Seeforelle aus lokalen Bächen abgefischt, abgetreift und wieder in den angestammten Gewässern besetzt werden.

Am Bodensee sind uns die Schweizer in Bezug auf die Seeforelle, aber auch einige angestammte Bäche um viele Jahre voraus. Die mögen ihre ganz eigenen Probleme haben, aber da ist auch nicht alles schlecht.

Ich kann irgendwie nicht fassen, das hier ernsthaft über die Probleme von Eric aus dem Ausgangsbeitrag diskutiert wird.

Gibt es hier allen ernstes jemanden, der solche Zustände verteidigt?

Fangfähige Forellen im Zweitagesrhytmus besetzen und sofort wieder rausfangen? Das ist illegal und meiner Meinung nur eine Frage der Zeit, bis da jemand Strafanzeige stellt.

Alle Vereine die periodisch fangfähige Forellen aus Zuchtanstalten besetzen, sollten sich ernsthaft Gedanken machen, wie sie aus dem Teufelskreis rauskommen. Die Argumente das die Mitglieder sonst austreten usw. sind doch naiv. Das hat zu recht und ganz sicher keine Zukunft.

Dieses unsägliche Argument: Dann würden die Pachten steigen und nur noch reiche Leute Fischen :shock: hallo?, gehts noch?

Dann treten die Fleischmacher die Geld für Fisch wollen bestimmt sofort aus, aber wer von uns vermisst die? Die haben doch eh keinerlei Interessse am Angeln oder am Gewässerzustand, die wollen Jahr für Jahr den Räucherofen vollmachen und ggf. die Fische an die Nachbarn verkaufen.

Die eigentliche und wahre Konsequenz lautet, dann fangen wir vielleicht nicht jeden Tag so viele Fische. Na und?
Dann gehen mehr und mehr die Fischen, die ein Interesse an der Natur und am Gewässer haben. Was bitte ist daran schlecht?

Müssen wir es wirklich allen recht machen? Ich finde die Fischer müssen sich in Grunde schon nach der Natur ausrichten und nicht andersrum.

LG,

Olaf
<< streamstalkin´ 24/7 >>
"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
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