Oh mann,
in deutschland haben wir teilweise doch auch schon eine staatliche Fischereiwirtschaft - mag sein das wir am Bodensee da eine Ausnahme sind. Wir als Verein arbeiten sehr eng mit der landeseigenen Fischbrutanstalt in Langenargen zusammen. Die streifen die von uns abgefischten Elterntiere ab und wir bekommen die angestammten Brütlinge zurück um sie wieder auszubringen. Und genau diese Zusammenarbeit halte ich für ein Erfolgsmodell. Wir als Verein kennen uns am jeweiligen Geässer aus und die zentrale Fischbrutanstalt weiss, wie die Brütlinge erfolgreich aufgezogen werden.
Über den Bodensee sind wir auch mit den Schweizern und Österreichern verbunden. Ich weiss das in der Schweiz (Kanton St. Gallen) Bachforelle, Äsche, Saibling, Felchen und natürlich Seeforelle aus lokalen Bächen abgefischt, abgetreift und wieder in den angestammten Gewässern besetzt werden.
Am Bodensee sind uns die Schweizer in Bezug auf die Seeforelle, aber auch einige angestammte Bäche um viele Jahre voraus. Die mögen ihre ganz eigenen Probleme haben, aber da ist auch nicht alles schlecht.
Ich kann irgendwie nicht fassen, das hier ernsthaft über die Probleme von Eric aus dem Ausgangsbeitrag diskutiert wird.
Gibt es hier allen ernstes jemanden, der solche Zustände verteidigt?
Fangfähige Forellen im Zweitagesrhytmus besetzen und sofort wieder rausfangen? Das ist illegal und meiner Meinung nur eine Frage der Zeit, bis da jemand Strafanzeige stellt.
Alle Vereine die periodisch fangfähige Forellen aus Zuchtanstalten besetzen, sollten sich ernsthaft Gedanken machen, wie sie aus dem Teufelskreis rauskommen. Die Argumente das die Mitglieder sonst austreten usw. sind doch naiv. Das hat zu recht und ganz sicher keine Zukunft.
Dieses unsägliche Argument: Dann würden die Pachten steigen und nur noch reiche Leute Fischen

hallo?, gehts noch?
Dann treten die Fleischmacher die Geld für Fisch wollen bestimmt sofort aus, aber wer von uns vermisst die? Die haben doch eh keinerlei Interessse am Angeln oder am Gewässerzustand, die wollen Jahr für Jahr den Räucherofen vollmachen und ggf. die Fische an die Nachbarn verkaufen.
Die eigentliche und wahre Konsequenz lautet, dann fangen wir vielleicht nicht jeden Tag so viele Fische. Na und?
Dann gehen mehr und mehr die Fischen, die ein Interesse an der Natur und am Gewässer haben. Was bitte ist daran schlecht?
Müssen wir es wirklich allen recht machen? Ich finde die Fischer müssen sich in Grunde schon nach der Natur ausrichten und nicht andersrum.
LG,
Olaf