Obere Isar Lenggries Wo sind die Äschen???

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Flots
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Obere Isar Lenggries Wo sind die Äschen???

Ungelesener Beitrag von Flots »

Hallo Zusammen
Nachdem ich im Herbst 2024 nach 7 Jahren wiedermal für ein paar Tage an der Isar fischen konnte. Leider war trotz guter Wasser und Wetterbedingungen die Fischerei mehr als mau. Ich konnte bereits am 1.Tag eine 55 er RF fangen, das wars dann aber schon. Ausser 3 toten Fischen in einem Gumpen bekam ich keinen Fisch zu Gesicht oder Biss. Da ich früher oft gefischt habe habe ich vieles probiert, abgelegene Stellen intensiv befischt absolut ohne Erfolg. War schon fast unheimlich. Am 2.Tag gings genauso weiter da befischte ich die Stellen unterhalb Lengries. Nymphe Trockenfliege ohne Erfolg. Erfreulich war allein einen vorbei ziehenden Huchen zu beobachten und das keine Raftingboote zu sehen waren. Leider nirgends Äschen zu finden.
Ist die Fischerei dort jetzt überhaupt so schlecht, wie sind eure Erfahrungen. Grüsse Theo
Norman506
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Re: Obere Isar Lenggries Wo sind die Äschen???

Ungelesener Beitrag von Norman506 »

... meiner Erfahrung nach ändert sich die Fischerei in der Isar nach jedem Hochwasser, die Isar schiebt neue Bänke bildet neue Gumpen usw stellen die ein Jahr super waren, sind auf einmal völlig tot, an anderen Stellen sind die Fische(die man allerdings erst finden muss)

Tl

Norman
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Paul Hochgatterer
fischerhans
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Re: Obere Isar Lenggries Wo sind die Äschen???

Ungelesener Beitrag von fischerhans »

Hallo zusammen,

nach schönen Erlebnissen in den Vorjahren waren wir im Juni 25 zu viert an der Strecke fischen für zwei Tage.
Bei etwas erhöhtem Wasserstand, aber keinen zu schlimmen Bedingungen, konnten vier erfahrene Fischer gerade mal
eine Forelle und einen Döbel fangen.
Uns wurde gesagt, dass es im Vorjahr und Winter mehrere Hochwasser gab.
Kann jemand sagen, ob der Rest der Saison 2025 genauso schlecht war oder wir einfach nur
Pech hatten ?
Über Infos wäre ich sehr dankbar.

Es grüßt der Fischerhans
ThymaB
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Re: Obere Isar Lenggries Wo sind die Äschen???

Ungelesener Beitrag von ThymaB »

Hallo Theo,

Schon ein bisschen älter, Dein Post, aber sei's drum, und vermutlich auch von allgemeinerem Interesse.
Vielleicht sage ich Dir nichts Neues, aber rein vorsorglich sei aufmerksam gemacht, dass Du mit der Fischerei in Bayern Probleme bekommen kannst, wenn sie —wie Du schreibst— auf Äschen erfolgt und falls „im Herbst“ die Zeit ab 01.10. meint.
Denn ab dann ist in Bayern BaFo-Schonzeit. Und weil jeder äschentaugliche Köder auch forellentauglich ist (umgekehrt nicht), begehst Du in jenem Moment eine Ordnungswidrigkeit nach § 32 Nr.1a AVO zum BayFischG, in dem das durch Führung solchen Köders geschaffene Risiko des BaFo-Fangs sich realisiert; nämlich wenn Dir eine BaFo an den Haken geht und Du sie landen musst.
Und dieser Fall ist sehr wahrscheinlich und liegt vor allem nicht in Deinem Einflussbereich, sondern in dem der Forellen.
In jenem Falle fängst Du dann gemäß § 32 Nr.1a fahrlässig einen in Schonzeit befindlichen Fisch. Man könnte übrigens sogar bedingten Vorsatz annehmen, dolus eventualis. Geldbuße möglich gemäß Art. 66 Abs.I Nr.4 BayFischG, der bis zu 7.500,- Euro zulässt (welcher Rahmen hier natürlich bei weitem nicht ausgeschöpft werden würde).

Dass Du an BaFos nicht interessiert bist, sondern nur an Äschen, hilft Dir nicht. Damit kannst Du nur begründen, dass Du keine Absicht des BaFo-Fangs hast. Aber Absichtsvorsatz (dolus directus 1.Grades) ist für § 32 Nr.1a nicht notwendig.
Den Fahrlässigkeits-Vorwurf hingegen kannst Du nur mit Deinem Verhalten umgehen, nämlich durch Vermeidung des oben beschriebenen BaFo-Fang-Risikos. Sprich: Nur dadurch, dass Du einen nicht-forellentauglichen Köder führst. Also z.B. einen Huchenzopf, aber mit dem kannst Du halt auch keine Äsche fangen...

Dass das die bayerische Äschenfischerei ab 01.10. unter das hohe Risiko der Ordnungswidrigkeiten-Begehung stellt, ist praxisunfreundlich und für alle Angler, die die evtl. Geldbuße scheuen, bitter. Ist aber nun mal in Bayern so, und Ministerialrat Dr. Reiter vom Referat L4 des Münchener MELF konnte mir gegenüber dies auch nur bestätigen. Juristisch ist es simpel und die besagte Äschenfischerei also wegen BaFo-Schutzes unerwünscht.
Ich hatte bei L4 mal „auf den Busch“ klopfen und darauf aufmerksam machen wollen, wie sehr diese Lage vom Rechtsempfinden der meisten Angler abweicht, die auf ihre mangelnde Absicht zum Forellenfang als Entschuldigung verweisen (wie ich es u.a. in Korrespondenz mit einem erfahrenen oberfränkischen Fliegenfischer erlebte). Und wie verheerend diese Situation für die traditionelle herbstliche Äschenfischerei ist, wenn man rechtstreu angeln möchte. Jene Äschenfischerei findet also weitenteils nur deshalb statt, weil die Rechtslage den Leuten so unbekannt ist!

Mag sein, dass manche der für die OWi-Verfolgung zuständigen Landratsämter diese Regelung genau wegen jenes abweichenden Rechtsempfindens untergraben und etwaige Anzeigen mit dem behördlichen Verfolgungsermessen unter den Tisch fallen lassen.
Verlassen würde ich mich aber nicht darauf, und dass Dr. Reiter, den ich dazu befragte, mir darüber nichts sagen könnte oder jedenfalls nicht würde, war ziemlich klar. Es hieße ja, dass die unteren Behörden insoweit faktisch eine Ministeriums-Verordnung aushebeln würden, was die Landratsämter im übrigen sicherlich auch für sich behielten.

Also wenn Dir das Risiko eines OWi-Verfahrens egal ist, dann kein Problem. Aber ich wollte für alle Fälle aufmerksam machen. Mir selbst vereitelt dies die Lust an bayer. Äschenfischerei nach 01.10. Ich möchte nicht immer „über die Schulter schauen“, ob da doch mal jemand in der Nähe steht und eine schnell mögliche Smartphone-Aufnahme von einer gehakten BaFo ans Landratsamt sendet, auf dass ich dann von dessen goodwill abhängig wäre.
TL, Tobias
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